Corona in Brasilien
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FAQ Corona / Covid-19 Brasilien-Reisen

Zuletzt aktualisiert: 21.06.2022

Hier finden Sie Antworten zu bereits gebuchten oder geplanten Brasilienreisen im Zusammenhang mit Corona / Covid. Springen Sie über das Inhaltsverzeichnis gleich zu den gesuchten Informationen zum Thema Corona / Covid-19 in Brasilien wie beispielsweise die Inzidenzen in den Städten und Regionen. Sie finden auch viele Hintergrundinformationen zu den Entwicklungen der 7-Tages Inzidenz in Brasilien und den wichtigsten touristischen Zielen.

In Brasilien sind durch die pandemiebedingten Verschiebungen der Reisen auf 2022 bereits viele Unterkünfte im Pantanal und Amazonas ausgebucht. Wir haben uns Kontingente im Nord-Pantanal für Mai, Juni und Oktober 2022 für verschiedene Reisedaten sichern können. Werfen Sie einen Blick auf die verfügbaren Termine der Nord-Pantanal Reisepakete. Sprechen Sie uns an und sichern Sie sich frühzeitig Ihren Termin. Schauen Sie auf unsere Seiten mit den Rundreisen oder Reisebausteinen, um sich inspirieren zu lassen.

Reisebedingungen Brasilien im Überblick:

  1. Für die Einreise nach Brasilien müssen Sie vollständig geimpft sein. Ein negativer Test ist nicht mehr notwendig, aber immer empfehlenswert. Die Pflicht zur Einreiseanmeldung ist entfallen.
  2. Brasilien ist kein Risikogebiet mehr. Es müssen für die Rückreise nach Deutschland keine 3G-Nachweise mehr erbracht werden, wobei Airlines den Nachweis mitunter weiter verlangen.

Wichtige Kennzahlen:

7-Tage-Inzidenz Brasilien 122 -4% (Wochentrend)
7-Tage-Inzidenz Deutschland 416 +53% (Wochentrend)
Quote Booster & Erst-/Zweitimpfung Brasilien 47,8%  86,2% / 77,7%
Quote Booster & Erst-/Zweitimpfung Deutschland 65,7%  77,0% / 76,9%
Virusvarianten Brasilien (30.05.) Omikron div 26% Omikron B2 74%
Virusvarianten Deutschland (13.06.) Omikron  div 41% Omikron B2 59%
Quellen:
Inzidenzen: RKI und SUS (7-Tage Inzidenz Brasilien berechnet durch GloboTur).
Impfdaten: ourworldindata.com / Basis Gesamtbevölkerung. Jeweils letzte Aktualisierung.
Varianten: covariant.org Diese Webseite zieht Daten des GISAID Forschungsnetzwerkes heran. Die Zahlen spiegeln nur die Anteile in den sequenzierten Proben wider, nicht die Gesamtzahl der Fälle. Die Prozentzahlen können sich auch durch rückwirkende Meldungen weiterer Sequenzierungen zum genannten Stichtag ändern.
Wochentrend = 7-Tage Durchschnitt der 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zur Vorperiode

 

Inhalt:

1. Corona / Covid-19 in Brasilien und Deutschland
1.1   Aktuelle Situation
1.2   Berechnung der Inzidenz Brasilien
1.3   Grafik: 7-Tages-Inzidenz und Tote in Brasilien im Vergleich zu Deutschland
1.4   Aktuelle Inzidenzen in ausgewählten Städten und Bundesstaaten
1.5   Grafik: 7-Tages-Inzidenzen in Städten und Bundesstaaten Brasiliens im Verlauf 
1.6   Impfsituation im Vergleich

2. Corona / Covid-19 Reisebedingungen
2.1   Einreisebedingungen Brasilien
2.2   Rückreisebedingungen Deutschland
2.3   Links zu Vertretungen und Botschaften in Brasilien und Deutschland

3. Corona / Covid-19 FAQ zu Brasilienreisen

Brasilien kein Hochrisikogebiet mehr

Brasilien kam hinsichtlich der Pandemie Ende ’21 verdientermaßen aus den Negativschlagzeilen heraus. Die Inzidenzen lagen landesweit wochenlang unter 50 und zogen erst zum Jahresende wieder kräftig an, da auch in Brasilien Omikron vorherrschend wurde. Die Rate der neuen Todesfälle pro 100.000 Einwohner im 7-Tage-Schnitt stieg erst Mitte Januar wieder über das Niveau von Deutschland. Die Inzidenz sank zwischenzeitlich wieder auf unter 50 und nun liegt auch die Inzidenz der Toten wieder auf dem Niveau von Deutschland. Der Bundes-Wochentrend der Neuinfektionen in Brasilien zeigt mittlerweile aber wieder nach oben, die Infektionen nehmen also bundesweit wieder stark zu, was vermutlich wie in Europa und Deutschland den ansteckenderen B2/B5 Varianten in Verbindung mit nachlassender Vorsicht zu verdanken sein dürfte.

Brasilien überflügelte bei den Erstimpfungen die Vorreiter USA und Großbritannien. Rio und São Paulo haben fast 100% Erstimpfungen in der Bevölkerung ab 12 Jahren und über 80% vollständige Impfungen unter der erwachsenen Bevölkerung. Diese positiven Informationen wurden Ende ’21 auch in deutschen Medien vermehrt aufgegriffen, wie beispielsweise im Spiegel. Wir liefern in unserem nachfolgenden Artikel Zahlen und Hintergründe zum Thema Corona / Covid-19 Brasilien aus verschiedenen behördlichen, journalistischen und wissenschaftlichen Quellen, damit Sie sich ein eigenes Bild machen können. Sie können so für sich eine Entscheidung treffen, wann Sie (wieder) nach Brasilien reisen möchten.

Nach mehreren Wellen sank die Inzidenz in Brasilien Ende 2021 brasilienweit auf unter 30. Mittlerweile ist wie auch in Europa die Omikron-Variante in Brasilien vorherrschend und die Zahl der Neuinfektionen zog zu Jahresbeginn ’22 stark an. Sie stieg aber „nur“ auf 620 und fiel zwischenzeitlich auf unter 50. Die Zahlen ziehen aber bundesweit wieder an, die Inzidenz liegt aktuell wieder bei 122. Wichtig ist aber auch zu wissen, dass Tests in Brasilien rar sind und entsprechend vor allem bei vielen Neuinfektionen der vergangenen Monate eine hohe Dunkelziffer anzunehmen ist. In Rio zum Beispiel lag die Rate der positiven Tests zwischenzeitlich bei 7%, zog nun aber auf 25% an. Die Welle schlägt wiedermal in Rio besonders zu. Wenig verwunderlich als Touristenmagnet und unzähligen Bars und Restaurants, in denen keine Maskenpflicht mehr gilt. Entsprechend ziehen die Hospitalisierungen auf sehr niedrigem Niveau wieder an, von zuvor 0,3% auf nun immer noch niedrige 1,9%.

Brasilien wurde zum Jahresbeginn wegen der Omikronwelle als Hochrisikogebiet eingestuft, diese Einstufung wurde aber seit dem 3.3. für ALLE Reiseländer zurückgenommen. Das RKI begründet diesen fälligen Schritt „Mit verbreitetem Auftreten der Omikron-Variante zeigt sich, dass die Fähigkeit dieser Variante eine bedrohliche Erkrankung hervorzurufen, weniger schwerwiegend ist im Vergleich zu den vorherigen vorherrschenden Varianten.“

Das Reisen nach Brasilien ist unserer Ansicht nach aktuell mindestens so sicher wie innerhalb Europas. Interkontinentale und nationale Flugverbindungen haben über die ganze Pandemie hinweg bestanden und es wird in Brasilien unseres Erachtens sogar gewissenhafter auf die Einhaltung der AHA-Regeln geachtet. Bis Ende Mai wurden schrittweise die Einschränkungen innerhalb Brasiliens aufgehoben. Dies betrifft allerdings noch nicht die Einreisebestimmungen, die nach wie vor eine Impfung für Touristen vorschreiben. Vergleichbar mit Deutschland wurde nun auch die Maskenpflicht abgesehen von öffentlichen Verkehrsmitteln und Krankenhäusern etc. aufgehoben. Der Nachweis der Impfung ist auch für die meisten Bereiche entfallen. Durch Impfungen und mildere Verläufe haben Infektionen nun ihren Schrecken verloren.

Kommen Sie also frühzeitig mit Ihren Reisplanungen auf uns zu, denn wir rechnen nach vielen Monaten der Entbehrungen ohne Brasilienreisen mit einer großen Nachfrage für 2022.

Corona / Covid-19 in Brasilien und Deutschland

Die im März 2020 eingeführte weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für touristische Reisen ist seit Oktober 2020 entfallen. An ihre Stelle traten länderspezifische Einstufungen als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiete, die anhand von Faktoren wie beispielsweise vorherrschende Virusvarianten, Infektionsgeschehen, Anzahl der Tests, Eindämmungsmaßnahmen und Verlässlichkeit der staatlichen Angaben ermittelt werden. Es werden automatisch Reisewarnungen durch das Auswärtige Amt ausgesprochen, wenn das Robert-Koch-Institut (RKI) ein Land oder eine Region zum Virusvarianten- oder Hochrisikogebiet erklärt. Die Nachweispflicht für alle Flugreisende wird bis auf weiteres vorgeschrieben und wurde seit August ’21 auch auf alle anderen Transportmittel ausgedehnt. Dies ist insbesondere angesichts neuer Varianten geboten, um eine schnelle Einschleppung zu vermeiden.

Nach einer Einschätzung der ECDC deutet die hohe Zahl an Mutationen der Omikron Variante auf eine höhere Übertragbarkeit, geringere Wirksamkeit der Impfstoffe und die Möglichkeit zur Reinfektion bereits Genesender hin (wie dies ja bei Erkältungen auch der Fall ist). Erkenntnisse aus anderen Ländern zeigen aber bisher mildere Verläufe als bei der Delta-Variante und wesentlich weniger Klinikeinweisungen, so dass in Großbritannien und Dänemark inmitten enormer Infektionszahlen die Restriktionen aufgehoben wurden. Omikron scheint eher die Schleimhäute in Hals und Nase zu befallen und weniger die Lunge anzugreifen, was auch die hohe Ansteckungsrate erklären könnte. Der Virologe Drosten sieht bei der Variante die Chance, dass das Virus mit dieser für Geimpfte milderen Variante endemisch werden könnte, also SARS-CoV sich neben bereits bekannten Atemwegs- und Erkältungsviren einreihen wird. Das RKI hat folgerichtig ALLE Reisewarnungen aufgehoben.

Brasilien kein Hochrisikogebiet mehr  – wie alle Länder

Brasilien ist seit 3.3. kein Hochrisikogebiet mehr, wie ALLE anderen Reiseländern auch. Für die Rückreise nach Deutschland muss laut Verordnung kein Nachweis der vollständigen Impfung oder Genesung mehr beim Checkin am Schalter erbracht werden. Allerdings wichen hiervon die Airlines ab, da dies angeblich bei der Einreise verlangt worden sei. Dies können wir nicht bestätigen, bei der Einreise wurden keine Nachweise verlangt. Alternativ können ungeimpfte Deutsche und Personen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht auch einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorgelegen. Von den Einreiseregeln Deutschlands können aber Airlines abweichen, wenn beispielsweise im Transitland (Umstieg) noch ein Test auch für Geimpfte vorgeschrieben ist oder die Airline selbst einen PCR-Test verlangt. Wir empfehlen unabhängig von geringeren gesetzlichen Anforderungen weiter mindestens einen Schnelltest oder besser einen PCR-Test zu machen, um eine unbemerkte Einschleppung von Infektionen zu verhindern. Denn auch Geimpfte können sich wie mittlerweile bekannt ist infizieren und andere Menschen in den ersten Tagen der Infektion anstecken. Weitere Informationen finden Sie unten unter dem Punkt Rückreise nach Deutschland. Aktuelle Informationen zur Einstufung der Reisegebiete liefern das Auswärtige Amt und das RKI.

Nach einer langen dritten Welle fiel die 7-Tage-Inzidenz in Brasilien in einem spektakulären Sinkflug und blieb ab Mitte Oktober unter 50. Seit Anfang 2022 zogen die Werte wie überall stark an, auf über 600, und fielen aber wieder merklich ab. Die Inzidenz liegt nun bei 122, allerdings bei geringerer Testquote als in Deutschland. Der geglättete Wochentrend (Vergleich der durchschnittlichen Inzidenzen der vergangene sieben Tage im Vergleich zur Vorperiode) zeigt wieder stark nach oben, wenn auch von einem niedrigeren Niveau als in Deutschland.

Neben der bereits erwähnten beeindruckenden Impfquoten waren in São Paulo und Rio seit September auch Impfnachweise erforderlich (auch für Touristen), um gewisse touristische Attraktionen wie beispielsweise den Zuckerhut zu besuchen. Diese Vorgabe ist neben der Maskenpflicht ist aber mittlerweile entfallen.

Bei den Flügen von und nach Brasilien hat sich die Situation wieder weitgehend normalisiert, São Paulo und Rio werden von fast allen Airlines wieder angeflogen. Flugausfälle sind aktuell eher wegen Personalausfällen bei den Airlines zu befürchten, wenn diese wegen Omikron vermehrt erkranken oder als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen.

 Deutschland noch in der fünften oder schon sechsten Welle?

Im Zuge des Winters trat Deutschland in die vierte Welle ein, mit Delta als vorherrschender Variante. Nachdem die Inzidenz im Dezember zwischenzeitlich sank, stiegen die Werte Anfang ’22 wieder stark an, vor allem in den großen Städten, die eine Verbreitung besonders mit Omikron begünstigen. Der aktuelle vom RKI gemeldete Wert liegt bei 416,  die Welle kam also mit mehreren Spitzen. Gründe dürften die B2-Untervariante von Omikron sein gepaart mit Lockerungen und der Maßnahmenmüdigkeit der Bevölkerung. In Brasilien fielen die Zahlen im Frühjahr ’22 ebenso schnell, wie sie gestiegen waren, wobei die Spitzenwerte nicht die in Europa erreichten. Dies könnte durch eine Testknappheit, hohe Durchseuchung aber auch noch bestehenden Maßnahmen wie Maskenpflicht zurückzuführen sein. Eine Stagnation bzw. ein erneuter Anstieg könnte in Brasilien die gleichen Gründe wie in Deutschland haben, die B2/B5 Varianten sind nun wohl auch vorherrschend.

Es wurde schon im Herbst ’21 die 50er Inzidenz-Schwelle aus dem Infektionsschutzgesetz für Deutschland gestrichen und die Rate der  Klinikeinweisungen („Hospitalisierungs-Inzidenz“) in den Blick genommen. Seit dem 1. April sind alle Maßnahmen ausgelaufen, die Bundesländern müssen sich als Corona-Hotspot deklarieren. Schon jetzt hat das RKI alle Reisewarnungen (aka Einstufung als Hochrisikogebiet) zurückgenommen. Die 3G Nachweispflicht wurde bei der Einreise zurückgenommen. Allerdings verlangen manche Airlines immer noch die Nachweise aus Unsicherheit/Vorsichtsgründen.

Dieses Vorgehen der Lockerungen scheint berechtigt zu sein, denn Daten aus Großbritannien zeigen, dass bei der tendenziell milder verlaufenden Omikron-Variante die Zahl der Klinikeinweisungen von der Zahl der Infektionen weiter entkoppelt hat, was neben dem weniger aggressiven Virus auch der guten Impfquote bei der alten Bevölkerung zuzuschreiben ist. Aber nach Wochen der höheren Infektionszahlen kommt auch in Großbritannien das Gesundheitssystem an seine Grenzen, aber nicht wegen der Hospitalisierungen, sondern weil Pflegekräfte wegen Erkrankung und Quarantäne ausfielen. Allerdings warnen hier Expert:innen, dass die Lockerungen zu früh kämen und noch vulnerable Gruppen immer noch gefährdet seien.

Berechnung der Inzidenz von Corona / Covid-19 Infektionen in Brasilien

Die Corona-Informationsseite des brasilianischen Gesundheitsministeriums informiert tagesgenau über Infektionszahlen und Todesfälle aufgeschlüsselt nach Regionen, Bundesstaaten und Städten. Aktuell wird die Seite aber nicht aktualisiert. Die für eine erste Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts unter anderem herangezogene 7-Tage-Inzidenz wird auf der brasilianischen Website zwar nicht ausgewiesen, wird aber von GloboTur auf der Basis der Neuinfektionen letzten sieben Tage laufend berechnet. Wir nutzen im Gegensatz zum RKI den Zeitraum bis zum jeweiligen Tag, da die brasilianische Informationsseite SUS nach unserer Erfahrung keine Fälle nachmeldet. Der von der SUS genutzte, gleitende 14-Tage Durchschnitt ist geeignet Tendenzen zu erkennen, ermöglicht aber nicht die Vergleichbarkeit zwischen Ländern und Regionen wie bei der Inzidenz, die sich auf 100.000 Einwohner bezieht.

Brasilien hatte die Corona-Pandemie Ende 2020 nach der ersten Welle gut im Griff. Dank der Maßnahmen der Gouverneure besonders betroffener Bundesstaaten war nach der ersten Welle eine Trendumkehr gelungen. Die Zahl der durchschnittlichen, täglichen Neuinfektionen (14 Tages-Schnitt) halbierte sich nach der ersten Welle zunächst auf rund 21.000. Aber im November 2020 fingen neue Wellen an, die vorige Spitzenwerte immer wieder übertrafen: Januar, März und Juni ’21 mit in der Spitze durchschnittlich 75.000 täglichen Infektionen. Die März ’21 -Welle bescherte dann im April eine Spitze bei den Opferzahlen mit durchschnittlich 3.000 Toten pro Tag. Der Inzidenzwert ging in der zweiten Hälfte 2021 nach mehreren Wellen in einem Sinkflug auf unter 30. Zum Jahreswechsel wurde die Omikron-Variante vorherrschend und die Inzidenz stieg schnell auf wohl aufgrund mangelnder Test „nur“ über 600 und sank bereits auf aktuell 122. Die Opferzahlen sind nach der letzten Welle merklich gesunken, da mittlerweile viele Menschen der gefährdeten Personengruppen geimpft wurden und nun auch die dritte oder sogar schon vierte Impfung („Resforço“) bekommen haben. Die Zahl der Toten lag zwischenzeitlich bei unter 100 pro Tag im 7-Tage-Schnitt. Die Zahl zog aber in den ersten beiden Monaten wegen der enormen Neuinfektionen auf fast 900 an, liegt aber wieder um 100. Die 7-Tage-Sterbezahl-Inzidenz in Brasilien liegt gemäß unseren Berechnungen auf JHU Daten jetzt wieder auf dem Niveau von Deutschland. Die aktuellen 10-Tage-Sterberaten liegen aber „nur“ bei rund 0,1% in Deutschland und 0,4% in Brasilien. Die gleitende Sterberate errechnet sich aus dem 7-Tage-Schnitt der Toten bezogen auf die Infektionen 10 Tage zuvor, da das RKI diesen Zeitraum als Median von Symptombeginn bis Tod in seinem SAR-Cov2-Steckbrief angibt. Es ist aber mit tendenziell längeren Zeiträumen zu rechnen, da nun auch mehr jüngere (und ungeimpfte) Menschen erkranken, die eher länger auf den Intensivstationen liegen.

Vergleichbarkeit Brasilien und Deutschland eingeschränkt

Die Vergleichbarkeit der Zahlen zwischen den Ländern ist eingeschränkt, unter anderem  aufgrund der viel geringeren Testquote in Brasilien. Das Land führt täglich nur rund 30 Test pro 100.000 Einwohner durch, Deutschland hingegen über 400 Tests pro 100.000 Einwohner. Wir tippen aufgrund der unterschiedlichen Sterblichkeitsraten der letzten 10 Tage auf eine sehr hohe Dunkelziffer an Infektionen, da in Brasilien die Tests sehr knapp sind und so viele Neuinfektionen nicht erfasst werden.

Die Gesamt-Fallsterblichkeit seit Pandemiebeginn scheint in Brasilien mit 2,1% und Deutschland mit 0,5% angesichts der schlimmen Bilder der beiden vergangenen Jahre auf den ersten Blick nicht so stark zu unterscheiden. Nur liegt der Altersmedian in Brasilien rund 13 Jahre niedriger as in Deutschland. Es ist also davon auszugehen, dass viel geringere Testzahlen, unterschiedliche Altersstrukturen,  Gesundheitsversorgung, soziale Einbindung der Alten und weitere Faktoren einen Vergleich erschweren. Unabhängig von dieser Unsicherheit sprechen aber die verheerenden Verläufe der vorigen Wellen eine klare Sprache, auch dass nun nach vielen schlimmen Monaten die Lage in Brasilien wieder unter Kontrolle ist und man nun sehen muss, wie sich die Krankenhaussituation in der aktuellen Omikron-Welle entwickelt. Der Anteil der Covid-Fälle auf den Intensivstationen in Rio zieht auf sehr niedrigem Niveau wieder an von 0,3% auf 2,3%. 

Der 7-Tage-Durchschnitt der täglichen Todeszahlen in Brasilien war zwischenzeitlich in der dritten Welle dreimal so hoch wie im ersten Höhepunkt im Juni/Juli 2020. Aber die Spitze war Ende 2021 seit langem überschritten, die Zahl der Toten sank zwischenzeitlich auf unter 100 pro Tag. In Deutschland und Brasilien liegen die Sterbe-Inzidenzen nun auf dem gleichen Niveau.

Gesamt-Fallsterblichkeit in Brasilien mehr als vier Mal so hoch im Vergleich zu Deutschland

In der ersten Welle im Mai 2020 lag in Brasilien die Fallsterblichkeit bei 7% und sank zwischenzeitlich auf 2,4%. Im Zuge zweier Wellen in Brasilien stieg dieser auf 2,8% und fiel auf  nun wieder 2,1%. In Deutschland lag die Fallsterblichkeit im Juni 2020 am höchsten bei 4,7% und bewegt sich aktuell bei 0,5%. Sie zog seit November ’20 von 1,5% auf 2,9% an, da in der zweiten Welle noch mehr alte Menschen infiziert wurden und starben. Mit den Impfungen der Risikogruppen hat die Fallsterblichkeit in Deutschland bereits 2,3%-Punkte im Vergleich vom Höchststand Ende Februar ’21 abgenommen. Bezogen auf den vom RKI im Steckbrief ermittelten Zeitraum von 10 Tagen von Symptombeginn bis Tod  liegen die Sterblichkeitsraten mittlerweile in Deutschland und Brasilien wesentlich niedriger. In Brasilien schwankt dieser Wert lange unter 2%  und in Deutschland bereits seit August ’21 unter 1%, was in beiden Ländern auf jüngere Infizierte und/oder bessere Behandlungsmöglichkeiten hinweist.

Seit der Omikron-Variante sanken in beiden Ländern die Sterblichkeitsraten weiter wegen milder Verläufe zumindest für Geimpfte. Schon seit Mitte Januar sackten die Werte merklich ab und liegen in Deutschland bei rund 0,1% und in Brasilien bei rund 0,4%. Der höhere Wert in Brasilien kann durchaus an geringeren Tests und damit vielen unentdeckten Neuinfektionen liegen. Damit bewegen sich die Sterblichkeitszahlen mit Omikron im Bereich der Grippe. Ob sich dies im weiteren Verlauf bestätigt, wird sich zeigen. In Brasilien sinkt die Auslastung der Intensivbetten in fast allen Bundesstaaten wieder unter 60%. In Rio liegt der Wert bei um 50% Auslastung, wobei nach dem Covid19-Panel Rio de Janeiro davon auch nur unter 2,3% der Betten von Covid-Erkrankten belegt werden. Aber es ist mit wieder steigenden Infektionen in Rio auch wieder mit höheren Einweisungen zu rechnen.

Die Zahl der Toten ist aber ein eindeutiger Gradmesser für den Erfolg oder Misserfolg im Kampf gegen Corona, da hier auch Dunkelziffern bei Infektionen doch sichtbar werden. Stand Ende Januar hat Brasilien bislang 318 Tote pro 100.000 Einwohner zu verzeichnen, Deutschland noch rund 170 Tote pro 100.000 Einwohner. Dabei war die Entwicklung oft unterschiedlich. Mal hatte Brasilien, mal Deutschland eine steigende Dynamik. Brasilien stand die letzten Monate 2021 viel besser da als Deutschland, wo die Infektionen der vierten Welle mehr Tote brachten. Seit Anfang 2022 ist nun Omikron vorherrschend und die Sterbezahlen gingen zwischenzeitlich in Deutschland zurück. In Brasilien stiegen diese nach Jahresbeginn kurzzeitig an, liegen nun wieder auf dem deutschen Niveau.

Die Quote der Covid-Toten zog in Deutschland seit November ’20 kontinuierlich an mit vielen Opfern zu Jahresbeginn 2021. Hier machte sich bemerkbar, dass die Bevölkerung in Deutschland älter ist und das Virus um den Jahreswechsel stark in Alten- und Pflegeheimen grassierte. Was die Alten in Deutschland in der ersten Welle durch die soziale Isolation in Heimen „schützte“, wurde hier zum Bumerang. Denn das Virus konnte sich schnell in den Heimen verbreiten, sobald es einmal durch Angehörige oder Pflegepersonal eingeschleppt wurde. In Italien hingegen starben in der ersten Welle viele alte Menschen, weil diese hier traditionell noch mehr in den Familien integriert sind und sich schnell bei den jungen Menschen in der ersten Welle angesteckt haben.

Priorisierung bei Impfung in Deutschland und Brasilien

Die Immunisierung der Menschen über 80 Jahren insbesondere in Alten- und Pflegeheimen hatte deshalb in Deutschland oberste Priorität, um die Todesfälle schnell zu senken. Die volle Immunität entwickelt sich aber erst zwei Wochen nach der zweiten Impfung, die wiederum 3-4 Wochen nach der erste Impfung erfolgt. So kam und kommt es immer noch zu Infektionen in Pflege- und Altenheimen, da alte Menschen weniger Antikörper entwickeln. Der Schutz durch beispielsweise Masken wird deshalb auch weiter neben den Impfungen eine Rolle spielen. In Brasilien wurde ebenfalls priorisiert geimpft („faixa etária“), so dass die Zahl der coronabedingten Sterbefälle ebenfalls stark sank. In beiden Ländern erhalten mittlerweile die alten Menschen eine dritte oder sogar vierte Impfung. Deutschland hat die Boosterimpfungen für alle freigegeben.

Die Zahl der neuen, täglichen Toten hatte sich zwischenzeitlich auf 30 merklich abgeschwächt stieg aber nun wieder auf durchschnittlich 60 pro Tag. Auch die Auslastungen der Intensivbetten mit Covid-Patienten erreichten in den Hotspots im Dezember ’21 kritische Werte, so dass schon Verlegungen in andere Bundesländer nötig wurden. Dies entspannt sich nun wieder. Aber die Normalstationen erleben nun einen Anstieg, da „normale“ Patienten nun positiv getestet wurden, die eigentlich wegen anderer Leiden eingeliefert wurde. Hier macht sich vermutlich bald wieder das immer enorme Infektionsgeschehen bemerkbar.

7-Tages Inzidenzen in ausgewählten Städten und Bundesstaaten Brasiliens

Stadt/Staat 7-Tage Inzidenz Wochentrend
Brasilien 122
D: 447
-4%
+53%
São Paulo 27 +11%
Rio de Janeiro 309 +8%
Manaus 9 +112%
Salvador 40 -8%
Amazonas 6 +56%
Mato Grosso do Sul 111 -18%
Mato Grosso 141 +29%
Aktuell Infizierte
pro 100.000 EW
312
D: 1.052
+19%
+17%
Laden Sie bei Interesse die Tabelle als pdf mit den Inzidenzen seit Oktober herunter. Unter den Schaubildern finden Sie auch jeweils den Link zu den CSV-Dateien. Wochentrend = Durchschnitt der Inzidenz der letzten 7 Tage im Vergleich zur der Vorperiode.

Zahlen in Deutschland

Deutschland erlebte einen entspannten Corona-Sommer 2021, nach dem die dritte Welle vorbei war und die Inzidenzen auf 5 fielen. Die vierte Welle startete im Herbst/Winter ’21 und wurde von der Deltavariante dominiert. Die Zahlen schwächten sich zwischenzeitlich ab und die fünfte Welle startete Anfang des Jahres von einem schon hohen Niveau aus getrieben von der Omikron-Variante.

Die Zahl der Toten nahm dank der Impfungen der vulnerablen Gruppen Frühjahr ’21 nicht im gleichen Maße wie seinerzeit die Infektionen in der dritten Welle zu und sank auch zusehends mit entsprechender Verzögerung auf durchschnittlich 30 pro Tag. Es war zwischenzeitlich eine steigende Sterbe-Dynamik im Zuge der vierten Welle zu verzeichnen. Aktuell liegt der 7-Tage-Schnitt in Deutschland bei rund 60. Im Zuge der Omikron-Welle sind trotz steigender Infektionen eher sinkende Sterberaten zu erwarten. Der 10-Tage-Sterbeinzidenz-Wert ist in Deutschland bereits auf rund 0,1% gesunken. Die Krankenhäuser merken eine Verschiebung von den Intensivstationen zu den Normalstation, was daran liegt, dass Patienten wegen anderer Leiden eingeliefert werden und dann erst die Corona-Infektion entdeckt wird. In diesem Fall müssen die Patienten auf eine Isolierstation. Die Charité hat dieses Vorgehen schon geändert und isoliert die Patienten auf den jeweiligen Fach-Stationen. Die Charité meldet auch wieder die Rückkehr in den Normalbetrieb.

Die Inzidenz in Deutschland startete nach der vierten Delta-Welle bei bereits hohem Niveau in die fünfte Welle und liegt bei aktuell 416 mit einem R-Wert um 1. Die Werte zeigen wieder leicht nach oben, Warnungen vor einer Sommerwelle werden laut. Die Klinikeinweisungen blieben aber im Frühjahr stabil. Inwiefern in die Zahlen aber Personen einfließen, die erst nach Einweisung wegen anderer Gründe routinemäßig positiv getestet wurden, ist unklar und dürfte rund ein Drittel betragen. Mittlerweile ist die ansteckendere Variante Omikron B2 vorherrschend, aber B4/5 sorgen angesichts der erfolgten Lockerungen offensichtlich  jetzt wieder für steigende Meldungen von Infektionen.

Die Omikron-Welle überstieg auch die Spitzenwerte der Infektionen wie in Großbritannien im Herbst der Delta-Welle. Hier sorgte aber bereits wie in einigen anderen europäischen Ländern die Omikron-Welle für neue schwindelerregende Rekorde. Der Effekt wurde Corona-Wand genannt, weil überall die Werte wieder so schnell abfielen wie sie stiegen. Erkenntnisse aus Großbritannien legten früh nahe, dass eine dritte Impfung der Bevölkerung Hospitalisierungen und Todesopfer bei Delta verhindern konnte. Bei Omikron ist das Verhältnis Infektionen und Klinikeinweisungen noch geringer wegen milderer Verläufe. In Großbritannien standen die Zeichen regional auf Überlastung des Gesundheitssystems, aber anders als in den Wellen zuvor eher durch vermehrte Krankmeldungen bzw. Quarantäne des Klinik-Personals. In einigen Ländern wurde deshalb die Isolierungszeit verkürzt, wie nun auch seit Anfang Mai in Deutschland auf 5 Tage und empfohlene Testung nach 5 Tagen.

Zahlen in Brasilien

Die zweite Welle bescherte Brasilien Werte von 167,  die dritte Welle mit der Gamma Variante brachte mit 257 den zweiten Spitzenwert des Jahres ’21. Der Wert sank darauf zum Jahresende stetig auf unter 30. Aber Anfang des Jahres steigen die Zahlen vor allem in den Metropolen, da eine dichte Besiedlung die Verbreitung begünstigen. Die Inzidenz liegt bei 122. Der bundesweite Trend zeigt bei recht geringen Inzidenzen wieder nach unten, die Zahl der Infektionen nimmt ab.

Die Website covariants.org meldet für Brasilien zum Stichtag 30.05. 74% Omikron B2 und 26% andere Omikron-Varianten. In Deutschland liegt der Anteil von Omikron B2 im Meldezeitraum bis 13.06. bei 59% B2 und 41% andere Varianten. Wir haben in der Kurzübersicht im Eingang des Artikel die Gamma durch die neue Omikron-Variante ersetzt, um die Gefahr einer Einstufung als Virusvariantengebiet in Zahlen auszudrücken. Aber im Augenblick sieht es danach aus, dass die Wellen und Varianten synchron verlaufen, so dass Brasilien nicht in die Liste der Virusvariantengebiete aufgenommen werden wird. Aber Brasilien wurde zwischenzeitlich wie viele andere Länder als Hochrisikogebiet eingestuft. Brasilien wurde am 3.3. wie alle anderen Länder von der Liste der Hochrisikogebiete genommen. Es muss nun kein 3G-Nachweis mehr bei der Einreise erbracht werden. Ein PCR- oder wenigstens Antigen-Schnelltest empfehlen wir aber weiterhin auch für Geimpfte, um Einschleppungen in beide Richtungen zu vermeiden.

Es wird sich zeigen, wie sich die Zahlen in Brasilien mit Blick auf neue Mutationen und Maßnahmen entwickeln. Hier werden die Maßnahmen auf kommunaler und bundesstaatlicher Ebene entschieden. So hatte São Paulo beispielsweise tageweise die „rote Ampelphase“ ausgerufen, in der Restaurants und Geschäfte geschlossen werden müssen. In Rio und São Paulo waren Impfausweise Pflicht beim Betreten von belebten Orten.

Der Präsident Bolsonaro drohte seinerzeit Bundesstaaten, die Lockdowns einführen wollten mit Kürzungen von Geldern. Er verunglimpfte Impfungen, verharmloste die Pandemie („Hört auf zu heulen“) und wollte das Land schnell wieder öffnen, um die Wirtschaft nicht weiter zu belasten. So kann man denken, wenn man privilegiert ist und eine gute Krankenversorgung hat. Für die Mehrheit der Menschen in Brasilien trifft das leider nicht zu. Die Ärmsten und Schwächsten leiden besonders unter der Pandemie, wenn man die Wahl hat, Angehörige zu verlieren oder nichts zu essen zu haben. An diesen Menschen hat Bolsonaro bekanntermaßen nicht wirklich großes Interesse.

Bolsonaro tauschte dreimal den Gesundheitsminister in der Pandemie aus. Der Präsident schlug zwischenzeitlich wohl vor allem angesichts der Rückkehr des beliebten früheren Präsidenten Lula auf die politische Bühne mildere Töne an. Aber ingesamt scheint die brasilianische Bevölkerung zunehmend unzufrieden mit der Pandemiebekämpfung des Präsidenten. Der Austausch von sechs Kabinettsmitgliedern im Frühjahr bestätigt diese Unruhe bei Bolsonaro, die wohl auch darauf basiert, dass wichtige Wirtschaftsvertreter in einem offenen Brief eine Änderung der Politik forderten. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Brasilianerinnen und Brasilianer bei den Präsidentschaftswahlen in diesem Herbst erinnern, wer ihnen diese Katastrophe vorsätzlich eingebrockt hat. Und vieles anderes mehr. Er versuchte sogar die Löschungen seiner Fake-News in den sozialen Medien per Dekret zu untersagen; im Abwärtssog seiner Umfragewerte nehmen seine Maßnahmen bizarre Formen an.

Corona in Brasilien

Das Infektionsgeschehen in Brasilien ist regional recht unterschiedlich, bei einem Land dieser Größe auch nicht verwunderlich. Die Wellen gingen immer recht unterschiedlich durch Land, erst die Metropolen und dann die ländlichen Gebiete. Vergleichbar verlief es auch wieder bei der letzten Omikron-Welle, die nun wieder landesweit abgeklungen ist. Die wieder steigenden Infektionszahlen weisen auf die B2 Variante, oder aber auch auf nachlassende Disziplin wie auch in Deutschland hin.

Rio hatte 2020 die Silvesterfeier an der berühmten Copacabana und den Karneval 2021 abgesagt, da hier enorme Ansteckungsrisiken gesehen wurden. Der zunächst auf Juli 21 verschobene Karneval wurde dann endgültig für das Jahr gestrichen. Für 2022 hatte bereits der Ticketverkauf begonnen, die hohen Impfquoten und niedrigen Inzidenzen stimmten die feierfreudigen „Cariocas“ zunächst hoffnungsfroh. Aber nachdem erst nur der Straßenkarneval 2022 für Ende Februar untersagt wurde, wurden nun doch die Karnevalsumzüge im Sambódromo auf Ende April verschoben und haben offenbar wenn überhaupt nur einen geringen Effekt in Rio und São Paulo gehabt.

Rio verzeichnet seit Ende Dezember aufgrund der vorherrschenden Omikron-Variante einen extremen Anstieg der Neuansteckungen auf über zeitweise über 1.600. Dieser Anstieg war erwartbar, wenn man in andere Länder und ihre dramatischen Anstiege trotz höherer Impfquoten schaut. Aber die Corona-Wand ist vorbei vorbei, der Wert fiel nach einer kleinen Zwischenspitze auf 42. Allerdings ist nun ein erneuter Anstieg zu sehen und die Inzidenz liegt nun wieder bei 309. Aber Rio hat mit der Absage der offiziellen Silvesterfeier und Verschiebung des Karnevals schon früh mögliche Superspreaderevents vermieden. In ganz Rio sind aktuell trotz bereits steigender Zahlen nur rund 150 Personen wegen COVID auf der Intensivstation, in einer 7-Millionen Stadt!

In São Paulo lag die Inzidenz in der Spitze auf 269, liegt nun bei 27 und bewegt sich damit weit unter dem schon recht geringen Durchschnitt Brasiliens. Seit September ’21 bis zum Jahresende lag die Inzidenz in São Paulo bereits konstant unter 20. Die Metropole hat wie Rio eine Quote von nahezu 93% Erstgeimpften über 12 Jahren und 79% vollständig Geimpften in der Gesamtbevölkerung. Rechnerisch liegt diese Quote in São Paulo sogar über 100%, da es einen Impftourismus hierher gibt. Deshalb nennt sich São Paulo auch als die „Hauptstadt der Impfungen“. Viele alte Menschen haben bereits eine dritte Dosis bekommen, vor allem die zuerst mit Sinovac geimpft wurden. Offenbar ist hier seit Wochen neben dem Impfwunder auch eine Einsicht bei der Bevölkerung in der Metropole erfolgt, dass Kontaktbeschränkungen notwendig sind. Eine Einsicht ist natürlich nur bei der Mittel- und Oberschicht möglich. Viele prekär beschäftige Menschen in Brasilien haben einfach keine Wahl. Sie müssen arbeiten gehen und wohnen in sehr beengten Verhältnissen.

Zu Beginn der Impfkampagne war auch ein Streit zwischen dem Präsidenten und manchen Gouverneuren hinsichtlich Pandemie- und Impfstrategie entbrannt, der in der Situation natürlich nicht hilfreich war. So versuchte São Paulo beispielsweise zu Jahresbeginn im Alleingang chinesische Impfstoffe für seine Bürgerinnen und Bürger zu besorgen. Der Präsident hat widerwillig eingelenkt, wohl um seinem Widersacher Doria, dem Gouverneur von São Paulo keinen Triumph zu gönnen. Die Impfungen mit dem Impfstoff Sinovac starteten Mitte Januar. Allerdings waren die Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit sehr umstritten. Das zuständige Institut Butantan musste einräumen, dass die zuvor verkündete Effektivität von 78% falsch kalkuliert war. Sie liegt wohl tatsächlich nur bei 50,4% und damit nur 0,4% über der Mindestanforderung der WHO für eine Zulassung.

Das bekannt gewordene, nach Auskunft der Regierungen Südamerikas erpresserische Geschäftsgebaren von Pfizer in Lateinamerika führte verständlicherweise zur breiten Ablehnung des Impfstoffes durch die Regierungen. Angeblich wollte der US-Konzern, der vom Know-How der deutschen Tochter Biontech profitiert, zu Produktionspreisen verkaufen. Pfizer forderte wohl aber absurde Sicherheitsleistungen und umfassende Haftungsfreistellungen (die aber bei Impfempfehlungen durch den Staat auch in Deutschland üblich sind). Inzwischen wird auch AstraZeneca (abgefüllt durch Fiocruz) eingesetzt, das zu Produktionspreisen verkauft. Johnson & Johnson sind in geringen Mengen Einsatz, Biontech/Pfizer wird mittlerweile vorrangig verimpft. Sputnik hingegen erhielt Ende April keine Zulassung durch die brasilianische Gesundheitsbehörde ANVISA. Weitere Details siehe unten beim Abschnitt Impfungen.

In Manaus wieder niedrige Werte

Manaus konnte die Inzidenz der Neuinfektionen nach dramatischen Monaten im Mai/Juni mit vielen Opfern auf 77 im November senken. Anfang des Jahres 2021 war Manaus aber wieder im Katastrophenmodus. Die Inzidenz lag damals bei knapp 600 und konnte dann aber im Laufe der zweiten Jahreshälfte lange niedrige Werte unter 20 vorweisen. Aber auch in der Urwald-Metropole gingen ab Jahresende ’21 die Zahlen steil nach oben auf einen Spitzenwert 900, sanken aber schon wieder auf nun bei beeindruckenden 9 bei  wieder steigendem Wochentrend.

Die Zahl der schwer Erkrankten stieg im Januar ’21 so stark, dass diese in anderen Bundesstaaten verlegt werden mussten. Manaus ist insofern ein wichtiges wissenschaftliches Untersuchungsfeld, weil die Stadt aufgrund von Blutuntersuchungen im Juni/Juli 2020 mit über 70% Infizierten laut einer Studie als „durchseucht“galt, da sich hier das Virus aufgrund der sozialen Gegebenheiten (bspw. kleine Boote als Transportmittel) nahezu ungebremst ausbreiten konnte. Die Inzidenz im Bundesstaat Amazonas liegt bei 6 und damit auf der Inzidenz der Hauptstadt und Brasiliens. Dass in Manaus und dem Bundesstaat Amazonas gesamt die Werte nicht so hoch schnellten und auch wieder rasch sanken, könnte auch neben der guten Impfquote auch auf eine gute Durchseuchung in den letzten zwei Jahren hinweisen, die schon eine gewisse Herdenimmunität gebracht haben könnte. Oder dass man in mehreren Wellen gelernt hat, sich besser zu isolieren.

In Salvador lag die Inzidenz nach einem erneuten Anstieg im März auf über 200 konstant unter 30, und stieg nun wieder auf 40. In Mato Grosso (Nord-Pantanal) stieg wie überall die Inzidenz ab Ende Dezember ’21 auf über 900 an und fiel bereit wieder auf unter 50. Auch hier steigt der Wert auf aktuell 141. Mato Grosso do Sul (Süd-Pantanal) verzeichnete nach mehreren Wellen eine Inzidenz von lediglich 13 im Dezember ’21. Hier ging die Spitze auf 800, sank aber auch weit unter 50. Auch hier ging es nach oben, aber liegt aktuell bei „nur“ 111.

Rate der aktuell Infizierten in Deutschland stagniert

Die Zahl der aktuell Infizierten bezogen auf 100.000 Einwohner liegt aktuell in Brasilien bei 312. In Deutschland liegt die Rate der aktuell Infizierten bei 1.052, also wieder bei 1% mit wieder leicht steigendem Wochentrend. Das RKI sieht die Spitze überschritten, trotz der ausgelaufenen Maßnahmen sanken die Werte. Mittlerweile haben sich noch ansteckendere Untervarianten B4/B5 durchgesetzt, die für eine Sommerwelle sorgen könnten. Zu beachten ist beim direkten Vergleich von Deutschland und Brasilien eine gewisse Unsicherheit aufgrund der in Brasilien weniger durchgeführten Corona-Tests (siehe oben).

GloboTur mit Erfahrungen aus erster Hand

Das Team von GloboTur war im Januar und August 2021 in den Bundesstaaten São Paulo und Bahia unterwegs, um auch neue Angebote für den Atlantischen Regenwald zu testen. Das Team war auch im April und Mai in São Paulo, Rio, Manaus und im Nordosten unterwegs. Im öffentlichen Raum galten und gelten nun auch dieselben Regeln wie in Deutschland, die unseres Erachtens auch weitestgehend befolgt werden. Alle Touren und Transfers fanden 2021 mit Masken statt – sogar im Regenwald, wenn nicht genügend Abstand eingehalten werden konnte. In São Paulo wurde und wird  auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln nach unserem Eindruck die Maskenpflicht weitestgehend eingehalten. Auf belebten Straßen tragen immer noch viele Maske. Im inländischen Flugverkehr ist sogar der Verzehr von Speisen untersagt und nur kurzes Trinken von Wasser erlaubt. Hier in Deutschland wird ja mitunter ausgiebiges Essen und Trinken für langes Absetzen der Maske im Zug und Flugzeug genutzt.

Mittlerweile wurde die Maskenpflicht wie auch in Deutschland auf beengte Räume wie Verkehrsmittel und auch sensible Einrichtungen wie Krankenhäuser beschränkt. Ähnlich we in Deutschland tragen aber gefühlt die Hälfte weiterhin eine Maske. Der Impfausweis wird in Restaurants, Museen oder Touren kaum mehr verlangt. Hier reicht es dann aber auch nach unserer Erfahrung aber, das EU-Zertifikat auf dem Handy zu zeigen („Dosis 3 von 3“ scheint wichtig).

In der Vergangenheit traten vermutlich im beruflichen Umfeld vermehrt Infektionen auf, da dort nach unserer Kenntnis ebenfalls in den Unternehmen noch zu Beginn des Jahres nicht durchgängig Masken getragen werden und Klimaanlagen die Ansteckung begünstigen. Durch die oft beengten Verhältnisse kann sich das Virus dann auch im privaten Umfeld schnell verbreiten. Unseres Erachtens kann man die Gründe für die schwierige Situation in Brasilien deshalb nicht auf eine nachlässige Haltung der Bevölkerung verkürzen. Die Lebensumstände sind gänzlich anders als in Deutschland. Umso mehr beeindruckt nun das rasante Ende der vierten Welle, was auf starke Dispiziplin bei den Impfungen und Einhaltung der AHA-Regeln hinweist. Brasilien kommt offensichtlich gut durch die Omikron-Welle.

Risikobewertung durch das RKI

Die Einstufung als Risikogebiet durch das RKI berücksichtigt Aspekte wie Anzahl der Infektionen und Trends, Anteil schwerer Fälle und Ressourcenbelastung des Gesundheitssystems unter Berücksichtigung der getroffenen Maßnahmen der Prävention und Kontrolle. Neu dazugekommen ist die Virulenz der verbreiteten Virusvariente. Das RKI hat deshalb wegen der geringen Schwere der Verläufe bei der Omikron-Variante alle Reiseländer mit Wirkung zum 3.3. von der Liste der Hochrisikogebiete genommen.

Impfsituation im Vergleich

Vergleich Deutschland und Brasilien zu USA und Großbritannien

Die Impfungen liefen in Deutschland und Europa zu Begin 2021 sehr schleppend an, da Engpässe in der Impfstoffproduktion bis ins Frühjahr hinein bestanden. Zudem war die Beschaffungsstrategie der EU offensichtlich nicht ganz glücklich. Länder wie Großbritannien hatten besser verhandelt, so dass diese zu Beginn eine dreifache Anzahl von Impfdosen pro 100 Einwohner verabreicht haben. Aber Deutschland hat bei den Erstimpfungen aufgeholt, aber liegt nun mit 77% wieder etwas unter Großbritannien und USA mit 78%. Brasilien liegt hier bei 86%! Bei der Zahl der voll geimpften Personen hat Deutschland Großbritannien sogar überholt: 77% in Deutschland und 73% in Großbritannien sowie nur 67% in den USA. Brasilien liegt auch hier mit fast 79% vorne. In den USA hat aber die Zahl der Erstgeimpften im Zuge der heftigen Sterbewelle im Spätsommer ’21 wieder zugenommen, so dass sich das hart getroffene Land wieder vor Deutschland geschoben hat. Aber die ehemaligen Impf-Spitzenreiter sind nun durch andere Länder klar abgehängt worden. Es müssen Mentalität, Vertrauen in die Institutionen, Erfahrungen mit Impfungen und Pandemien aber auch der Art und Weise der Kommunikation zusammenpassen. Die Ausbreitung der ansteckenden Variante ging schnell, da hier die Einschränkungen schon früh wegen der hohem Impfquoten aufgehoben wurden. Die Inzidenzen stiegen und liegen in schwindelerregenden Höhen, haben aber kaum Auswirkungen auf Klinikeinweisungen oder Tote. Es zeigt sich: Hier waren die Wellen eher nur ein Strohfeuer.

Die Boosterimpfungen waren im Herbst ’21 in Großbritannien schon gut fortgeschritten (aktuell 58%), ein möglicher Grund für die relativ wenigen Krankenhauseinweisungen und geringer Sterbezahlen trotz monatelanger hoher Inzidenzen. Deutschland hat Großbritannien schon länger überholt und liegt bei 65%, USA 36% und Brasilien 47% Anteil Boosterimpfungen. Die geringe Erstimpfquote ist aber nach wie vor problematisch, da nach Ansicht der Experten vor allem die Ungeimpften die Pandemie treiben. Allerdings hat sich das Bild durch Omikron gewandelt, die Impfpflicht wurde in Österreich nun ausgesetzt, sie wird in Deutschland mangels politischer Mehrheiten nicht kommen. Wenn er Herbst kommt und ggf. neue, aggressivere Varianten auftreten, wird die Situation wieder neu bewertet werden müssen.

Der Verlauf der Zahl der Erstimpfungen in den USA zeigt, dass man hier früh an die Grenzen der Impfbereitschaft stieß. Die Zahl der verimpften Dosen lag in den USA Ende Juli bei nur noch bei rund 15% des Spitzenwerts von Mitte April. Impf-Skeptiker scheinen besonders bei jungen Menschen („Betrifft mich ja nicht“) und gering gebildeten und Minderheiten ausgeprägt zu sein, so dass man Lotterien und andere Anreize geschaffen hat. Im Zuge der vermehrten Infektionen mit der Delta-Variante lag die Anzahl der verimpften Dosen dann Anfang Dezember wieder bei 50% des ursprünglichen Spitzenwertes, um nun wieder auf den niedrigsten Stand (12%) abzusinken. Auch in Deutschland lag die Zahl der verimpften Dosen Anfang Oktober nur bei 15% des Spitzenwertes von Mitte Juni, um dann bis vor die Weihnachtsfeiertage ’21 auf einen Rekordwert von 1,3 Mio. täglichen Dosen anzusteigen. Seither fallen auch hier die Zahlen wieder auf unter 100.000 pro Woche. Die Zahl der Impfskeptiker ist offensichtlich doch größer als zu Beginn gedacht. Brasilien impfte bis Ende August bis zum bisherigen Spitzenwert von täglich 2 Mio. Dosen. Das Land impfte lange rund drei bis viermal schneller als Deutschland – auf pro Kopf bezogen! In allen Ländern gab es wegen der Boosterimpfungen Ende Dezember nochmal einen Schub, der allerorten aber wieder nachlässt.

Erst-Impfkampagne in Deutschland fast zum Erliegen gekommen

Die Impfkampagne in Deutschland gewann im Mai und Juni ’21 an Dynamik, weil Betriebs- Fach- und Hausärzte neben den Impfzentren ebenfalls impften. Mittlerweile ist die Impfkampagne hinsichtlich neuer Erstimpfungen nahezu eingeschlafen. Es waren auch lange keine großen Anstrengungen der Bundesregierung erkennbar, vermutlich wegen Wahlkampf und Regierungsbildung. Das erklärte Ziel 80% bis Ende Januar wurde verfehlt. In der vergangenen Woche wurden unter 200.000 Dosen verimpft. Deutschland erlebte nicht die schockierenden Situationen wie in Portugal, Spanien und Italien. Deren Impfquoten sind entsprechend wesentlich höher. Die Zahl der Erstgeimpften liegt nach Angaben von ourworldindata.org in Deutschland mittlerweile auf dem selben Niveau wie die Zweitgeimpften bei 76,9%. Die Impfstrategie des Frühjahrs zu vorrangigen Erstimpfungen basierte auf der Erkenntnis, dass eine erste Impfung bei der Alpha-Variante schon einen guten Schutz gegen schwere Erkrankungen bieten konnte. Allerdings zeigte sich bei der Delta-Variante, dass nur voll geimpfte Personen einen wirksamen Schutz haben. Man sieht, wie schnell sich die Rahmenbedingungen für Impfkampagnen ändern. Omikron braucht einen Booster oder sogar einen angepassten Impfoff. Das Virus ist wenig überraschend sehr wandlungsfähig.

Impfquoten in Deutschland höher als bislang angenommen? 

Die Impfquoten des Impfdashboards basieren auf den Daten des Digitalen Impfmonitoring (DIM). Diese liegen wesentlich niedriger als die Ergebnisse der einer Covimo-Studie, die repräsentativ Bürger:innen unter anderem nach dem Impfstatus gefragt hat. Hier gaben 87,5% an, erstgeimpft zu sein und 80,9% zweitgeimpft zu sein. Das RKI erklärt die Differenz damit, dass Impfungen durch Betriebs- und Hausärzte nicht gemeldet wurden und die Daten des DIM als Untergrenze zu verstehen seien. Das RKI geht von bis zu 84% Erstgeimpften und bis zu 80% Zweitgeimpften in der erwachsenen Bevölkerung aus. Dies löste im Herbst eine erneute Diskussion zum Freedom Day aus, an dem die Corona-Maßnahmen komplett zurückgenommen werden sollten.

Großbritannien zeigt bislang, dass eine Inzidenz von über 2.000 verkraftbar sein kann, wenn die gefährdeten Personengruppen durchgeimpft sind. Denn die Klinikeinweisungen liegen dort trotz dreifacher Inzidenz nur bei der Hälfte des Spitzenwertes vom Jahresbeginn (also Faktor 6 weniger) und die Zahl der Toten beträgt aktuell „nur“ 1/5 des Spitzenwertes von Ende Januar (Faktor 15). Klar ist damit, dass sich die Zahl der Neuinfektionen und die Zahl der Hospitalisierten erfreulicherweise erheblich entkoppelt haben. Diese Zahlen lassen einige Länder im Lichte von Omikron weitergehend wieder lockern.

USA im Sog der Wellen

Eine schlechtere Entwicklung hingegen zeigte sich in den USA. Hier stieg die Inzidenz der Neuinfektionen exakt wie in Großbritannien, die Inzidenz der Klinikeinweisungen und Toten erreichte aber das Doppelte von Großbritannien. Die Impfquoten sind bei den Zweit- und Boosterimpfungen in den USA wesentlich geringer. Zudem ist ein struktureller Unterschied bei den Geimpften dahingehend zu vermuten, dass in den USA vor allem bei den gefährdeten Gruppen die Impfquote geringer ist, so dass diese häufiger schwerer erkranken. In Großbritannien hingegen werden offenbar vor allem jüngere oder geimpfte Menschen infiziert. Immerhin waren die vielen Todesfälle im Spätsommer ein Weckruf zu mehr Erstimpfungen. Inzwischen hat sich aber die Lage wieder auf das Niveau anderer Staaten eingependelt.

Brasiliens Impfwunder – nun auch eingeschlafen

In Brasilien wurden bislang hauptsächlich Sinovac (Coronavac, abgefüllt durch Butantan) und AstraZeneca (abgefüllt durch Fiocruz) verabreicht. Die Lieferungen von Biontech nehmen inzwischen merklich zu, so dass offensichtlich kaum mehr Sinovac verimpft wird und damit der Anteil der auch in der EU zugelassenen Impfstoffe steigt. Im nächsten Jahr soll das brasilianische Unternehmen Eurofarma auch mit der Abfüllung von jährlich 100 Millionen Biontech-Dosen beginnen, die nach Lateinamerika geliefert werden sollen. in Das Vacinômetro des Gesundheitsministeriums zeigt eine von uns errechnete Quote der Erstimpfungen von landesweit 86,1% und 78,5% bei den Zweitimpfungen. Damit hat Brasilien schon das Erstgeimpftenniveau von USA, Deutschland, Großbritannien überholt, wenn auch aktuell eine deutliche Abschwächung der Dynamik zu sehen ist. Auch hat Brasilien nun eine besser Quote bei den Zweitgeimpften. Wir hatten zuvor das Impfdashboard und das Vacinometro der SUS als Datenquelle herangezogen. Um eine bessere Vergleichbarkeit zu haben, werden nun alle Werte einer Quelle entnommen, um ungenaue Ergebnisse durch unterschiedliche Erfassungsmethoden zu vermeiden.

Rio und São Paulo fast 100% Erstimpfquote 

Die Zahlen in São Paulo und Rio sind sehr beeindruckend: In beiden Megametropolen sind nahezu 100% der über 12-jährigen erstgeimpft und fast 80% der Erwachsenen vollständig geimpft. Brasilien hat nur wenige Impfskeptiker, selbst die Homöopathie-Anhänger dort lassen sich impfen. Der Grund ist, dass Brasilien noch in den 70er Jahren viele Tote durch Seuchen zu beklagen hatte. Impfungen werden deshalb als Segen betrachtet. Eine Erfahrung, die in Deutschland fehlt und eine Impfung bei leider vielen Menschen als optional erscheinen lässt. Ein Artikel des Spiegel zum Brasiliens-Impfwunder gibt mehr Hintergründe zur sehr positiven Impf-Entwicklung in Brasilien. Brasilien hat übrigens bei der Impfkampagne 2010 gegen die Schweinegrippe 45% der Bevölkerung innerhalb von drei Monaten geimpft und gezeigt, wozu die Gesundheitsverwaltung fähig ist, wenn der Präsident nicht sabotiert.

Laut des Panels Vacinômetro liegt der Anteil von Sinovac bei den bisherigen Impfungen bei 23,4%, AstraZeneca bei 30,3%, Biontech/Pfizer bei 41,2% und Johnson bei 4,9%. Also mittlerweile sind drei Viertel der Impfungen mit in der EU zugelassenen Impfstoffen erfolgt. Aber Deutschland hat nun auch alle von der WHO anerkannten Impfstoffe für die Einreise anerkannt.

Regionale Unterschiede in Brasilien

Ein Blick in die Zahlen der Regionen offenbart Unterschiede hinsichtlich der Mengen und Herstellern der verimpften Dosen. Während im Süden und Südosten (u.a. Rio und São Paulo) schon rechnerisch 1,75 Dosen pro Kopf verimpft wurden, liegt die Quote im Nordosten (z.B. Salvador und Recife) bei 1,49 und im Norden (vor allem Amazonas) bei sogar nur 1,26. Dies hat neben wirtschaftlichen wohl auch logistische Gründe, weil in Millionenmetropolen die Impfungen einfach effizienter verabreicht werden können aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte. Aber dafür ist aktuell die Quote vom schlechteren Sinovac im Südosten noch sehr hoch, weil der Gouverneur vom Bundesstaat São Paulo früh mit dem Einkauf von Impfstoffen begonnen hat und damals nur Sinovac erhältlich war (siehe oben). Es ist zu vermuten, dass aber das Biotech-Präparat nun verstärkt in den Regionen Süden und Südosten zum Einsatz kommt, als als dritte Boosterimpfung bei denen, die vorher Sinovac erhalten haben.

Reisebedingungen bei Brasilienreisen

Wir haben nachfolgend nach bestem Wissen die Einreisebedingungen nach Brasilien und die Rückreisebedingungen nach Deutschland erläutert. Nach unserer Kenntnis haben aber leider nicht alle Airline-Mitarbeitenden beim Check-In aktuelle Änderungen im Blick. Um jeglichen Stress zu vermeiden, kann man in beiden Reiserichtungen trotzdem einen PCR-Test machen, um diesen bei Nachfrage vorlegen zu können. Dies ist ohnehin sinnvoll, um unfreiwillige Ansteckungen bei symptomfreien Verläufen vermeiden. Alternativ können vielleicht auch Ausdrucke der aktuellen Einreisebedingungen auf Englisch helfen, Unklarheiten beim Check-In zu beseitigen.

Brasiliens Corona / Covid-19 Einreisebedingungen

Brasilien hat seine Einreiseverordnung 670  am 01.04.2022 dahingehend gelockert, dass nun vollständig Geimpfte vor der Einreise weder ein negativer Test noch eine Gesundheitserklärung vorlegen müssen, wenn die letzte Dosis mindestens 14 Tage vor Einreise verabreicht wurde. Für ungeimpfte Touristen ist die Einreise nach wie vor nicht möglich. Ungeimpfte Brasilianer:innen und Personen mit permanentem Aufenthaltsrecht dürfen auch einreisen, wenn Sie Antigentest (max. 24h vor Abflug) oder PCR-Test (max 72h vor Abflug) vorweisen. . Die PCR- und Antigen-Tests müssen in englischer Sprache vorliegen, bedenken Sie dies bei der Auswahl Ihrer Teststation. Der Genesennachweis ersetzt NICHT den Impfnachweis, wie dies bei uns der Fall ist. Der Impfnachweis muss nach einer Anordnung auch von Kindern ab dem zwölften Lebensjahr vorgelegt werden. Die zunächst publizierte Verordnung, nach der auch Kinder ab 5 einen Nachweis vorlegen müssten, wurde kassiert, da man noch nicht ein ausreichendes Impfangebot für unter 12 Jährige sah.

Die vormals auszufüllende Gesundheitserklärung der Gesundheitsbehörde ANVISA ist nicht mehr verpflichtend. Es ist übrigens auch kein generelles Einreiseformular mehr notwendig.

Reisekrankenversicherung dringend empfohlen

Eine Reisekrankenversicherung muss nicht nachgewiesen werden, ist aber dennoch selbstverständlich dringend empfohlen. Wir beraten unsere Kunden natürlich gerne hinsichtlich einer passenden Auslandsreisekrankenversicherung, die auch bei einer Pandemie gültig sein muss. Gute Erfahrungen haben wir mit der preiswerten Auslandsreisekrankenversicherung der HanseMerkur gemacht, die mehrere Reisen pro Jahr mit einer maximalen Dauer bis 56 Tage abdeckt und sich bequem jährlich erneuert. Hanse Merkur bietet nun auch eine Corona-Zusatzschutz an, der auch die Kosten einer notwendigen Quarantäne und Transportverweigerung im Ausland absichert.

Reisen bei aktueller Lage?

Das Reisen ist wieder mit nur wenigen Einschränkungen möglich, allerdings können nach wie vor vereinzelt coronabedingte Leistungseinschränkungen (bspw. unvorhersehbare Ereignisse wie Flugstornierungen/entfallene Programmpunkte/eingeschränkte Services in Hotels etc.) auftreten, die aktuell nicht als Reisemangel reklamiert werden, da diese immer noch vorkommen können und nicht unserem Einflussbereich unterliegen. Selbstverständlich werden wir über bereits bekannte Einschränkungen vor Abreise informieren, notwendige Umbuchungen vornehmen und alles in unserer Macht stehende tun, damit die Brasilienreise trotz möglicher Einschränkungen eine Traumreise wird.

Die Reisewarnungen wurden nun weltweit aufgehoben, da überall die Omikron-Variante vorherrschend ist und hier nur milde Verläufe beobachtet wurden. Damit ist nun bis auf die immer noch verbreitete Maskenpflicht und gelegentliche Einschränkungen beispielsweise in Hotels ein Reisen relativ problemlos möglich. Vor allem für die nächsten Monate ist mit einer merklich entspannten Situation zu rechnen, wenn die Infektionszahlen weiter zurückgehen.

Corona / Covid-19 Rückreisebedingungen nach Deutschland

Seit dem 28. September gilt die aktualisierte Einreiseverordnung, die nur noch zwischen Hochrisikogebiet und Virusvariantengebiet unterscheidet. Von der Einstufung hängen auch die vorgeschriebenen Maßnahmen bei Einreise nach Deutschland ab. Das RKI hat die Länderliste entsprechend aktualisiert und nun seit dem 3.3. alle Reiseländer von der Liste der Hochrisikogebiete genommen. Es gilt aber immer noch die allgemeine Nachweispflicht (Geimpft, Genesen, Getestet) für die Einreise.

Die am 30.1.21 in Kraft getretene Einreisesperre aus Brasilien wird entsprechend für vollständig Geimpfte aufgehoben, wenn sie mit in der EU anerkannten Impfstoffen geimpft wurden – das sind alle außer Coronavac/Sinovac. Wer mit letzterem geimpft wurde, muss nach wie vor einen dringenden Reisegrund angeben und einen negativen Test nachweisen. Mittlerweile hat sich auch die Situation der internationalen Flugverbindungen weiter normalisiert. Fast alle Airlines fliegen wieder São Paulo an und auch Rio steht bei Air France und TAP wieder auf der Liste der angeflogenen Ziele. Die Lufthansa fliegt ab März wieder von München nach Rio.

Pflicht zum Ausfüllen der Einreiseanmeldung entfällt

Die digitale Einreiseanmeldung unter www.einreiseanmeldung.de muss nicht mehr ausgefüllt werden.

Nachweispflicht vor der Rückreise

Gemäß der aktuellen Einreiseverordnung müssen alle Einreisenden egal mit welchem Verkehrsmittel einen Nachweis über Impfung, Genesung oder Testung erbringen. Wer keinen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung vorlegen kann, muss einen negativen Test schon vor Abflug vorlegen. Hierbei darf der Abstrich bei einem PCR-Test nicht früher als 48 Stunden vor Abflug nach Deutschland vorgenommen worden sein. Bei einem Antigentest darf der Abstrich höchstens 48 Stunden vor Einreise nach Deutschland erfolgt sein. Bei einem Umstieg in einem Land des Schengenraums gilt zu diesem Zeitpunkt die Einreise im Sinne der Corona-Einreiseverordnung.

Die Einreiseverordnung hat nun auch die Regularien hinsichtlich Geimpft und Genesen gemäß RKI angepasst. Als Genesen gilt man nur zwischen 28 und 90 Tagen nach der positiven PCR-Testung. Mit zwei Impfungen gilt man nur noch 9 Monate als vollständig geimpft, hiernach muss spätestens geboostert werden. Bei Erstimpfung mit Johnson & Johnson braucht nun auch eine zweite Impfung, um als vollständig geimpft zu gelten und eine dritte Dosis, um als geboostert zu gelten.

Beachten Sie, dass Transitländer und Airlines dennoch einen Test von Geimpften oder Genesenen verlangen können, auch wenn dies bei der Einreise nach Deutschland nicht mehr vorgeschrieben ist. Bei Direktflügen mit der Lufthansa und Latam benötigen Sie entsprechend keinen PCR-Test, wenn Sie das europäische Genesenen- oder Impfzertifikat vorlegen können. Portugal hat jüngst die Testpflicht für vollständig Geimpfte aufgehoben. Aber wichtig ist, dass der europäische Impfnachweis mit derm QR-Code vorgelegt wird.

Der PCR-Test gilt als „Goldstandard“ und ist zuverlässiger als ein Antigen-Schnelltest, vor allem angesichts von Virusvarianten. Eine sichere und schnelle Lösung ist das Testzentrum von CR Diagnósticos am Flughafen São Paulo Guarulhos am Terminal 3, das für 350 BRL innerhalb von ca. 4h ein PCR-Testergebnis liefert. Kunden der Lufthansa, Swiss, TAP, KLM, Air France erhalten 10% Rabatt. Allerdings sollten Sie hier mit bis zu drei Stunden Wartezeit bis zur Probenentnahme rechnen. Beachten Sie, dass Sie das negative Testergebnis bereits beim Check-in vorlegen müssen, wobei es auch als PDF am Mobiltelefon gezeigt werden kann. Aus diesem Grund sollten Sie sicherheitshalber mindestens 9 Stunden vor Abflug am Flughafen eintreffen.

Am Flughafen Belo Horizonte gibt es eine vergleichbare Testmöglichkeit vom Labor Hermes Pardini, die nach eigenen Angaben ein Testergebnis in fünf Stunden liefern. Das sollte bei einer guten Flugverbindung ebenfalls ausreichen. Da der Abstrich nicht früher als 72 Stunden vor Einreise in Deutschland genommen werden darf, müssen Sie bei anderen Testmöglichkeiten (z.B. Testergebnis erst nach 24h) prüfen, ob zwischen Abstrich (Probenentnahme) und Eintreffen in Deutschland weniger als 72 Stunden liegen (Achtung Zeitverschiebung!). Sonst riskieren Sie ein Bußgeld und müssen sich erneut testen lassen und ggf. ein Hotel auf eigene Kosten bis zum Erhalt des Testergebnisses bezahlen. Die Bundespolizei prüft mittlerweile alle Reisenden aus Risikogebieten direkt beim Ausstieg aus dem Flugzeug. Sie können auch einen negativen Antigentest vorlegen, der in der Regel etwas preiswerter ist als ein PCR-Test. Es gilt aber zu beachten, dass der Abstrich höchstens 24h vor Einreise erfolgt sein darf. Auch muss das Testergebnis auf englischer Sprache sein und genaue Angaben zu Spezifität und Sensitivität sowie Testname enthalten muss. Damit scheiden in der Regel einfache Tests in Apotheken in Brasilien aus.

Links zu Botschaften und Vertretungen in Deutschland und Brasilien

Notieren Sie sich möglichst die Kontaktdaten der Auslandsvertretungen für Deutschland, Schweiz oder Deutschland in Brasilien. Für weitere Fragen zur Einreise wenden Sie sich an die Brasilianische Botschaften in Berlin, Bern oder Wien.

Die Reisebeschränkungen für Österreich finden Sie auf der Informationsseite der österreichischen Bundesregierung. Das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz hat auch eine Informationsseite Corona für Reisende erstellt.

Corona / Covid-19 FAQ Brasilienreisen

Ich möchte nicht warten. Welche Kosten entstehen bei der Stornierung meine Brasilienreise?

Selbstverständlich können Sie Ihre Reise jederzeit stornieren. Wir nennen Ihnen gerne die anfallenden Stornogebühren, die von Ihren individuell gebuchten Leistungen abhängen. Aber wir möchten Ihnen gerne eine Verschiebung der Reise ans Herz legen. Dies können wir in Absprache mit unseren Partnern in Brasilien oft sogar ohne Umbuchungskosten vornehmen. Das gibt Ihnen, uns und auch unseren Partnern in Brasilien eine Planungssicherheit. Hinsichtlich individuell gebuchter Flüge müssen wir mögliche Kosten einer Verschiebung bzw. Stornierung prüfen. Sprechen Sie uns gerne an, damit wir die besten Optionen ausloten können.

Übernimmt meine Reiserücktrittsversicherung Stornierungskosten meiner Brasilienreise wegen Corona / Covid-19?

Reiserücktrittsversicherungen übernehmen nur in solchen Vorfällen die Kosten einer notwendigen Stornierung, wenn diese in den Versicherungsbedingungen genannt sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Buchende selbst oder einer der Mitreisenden unerwartet und schwer erkrankt (das gilt natürlich auch für COVID-19). In guten Versicherungsangeboten ist zudem ein Rücktritt wegen Einkommensverlusten bei Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit abgedeckt. Gute Erfahrungen haben wir mit der preiswerten Auslandsreisekrankenversicherung der HanseMerkur gemacht, die mehrere Reisen pro Jahr mit einer maximalen Dauer bis 56 Tage abdeckt und sich bequem jährlich erneuert. Sehen Sie hier die entsprechenden Corona-FAQ der Hanse-Merkur.

Mein Flug nach Brasilien wurde wegen Corona / Covid-19 storniert. Was muss ich tun?

Wir überwachen ständig den Status der von uns gebuchten Flüge. Sobald wir Kenntnis von der Streichung Ihres Fluges erlangen, setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung. Zuvor sprechen wir mit den Fluggesellschaften, da diese prinzipiell Ersatzflüge anbieten oder den Flugpreis erstatten müssen. Aktuell erfolgen die Erstattungen teilweise widerrechtlich zeitlich stark verzögert oder durch Gutscheine. Hier ist die Situation sehr dynamisch und wir suchen nach der besten Lösung für Sie.

Sollten Sie Ihren Flug selbst gebucht haben, müssen Sie bitte die Fluggesellschaft selbst kontaktieren. Denn wir haben keinen Zugriff auf Ihre Buchung und können deshalb auch keine Änderungen veranlassen. Aber auch hier ist die Airline im Prinzip verpflichtet, Ihnen einen Ersatzflug anzubieten oder die Erstattung vorzunehmen.

Wann kann ich wieder eine Reise nach Brasilien buchen?

Brasilienreisen sind wieder uneingeschränkt möglich. Buchungen nehmen wir gerne entgegen und sehen auch eine große Chance, dass diese Brasilienreisen ohne Komplikationen im Laufe des Jahres möglich sind. Werfen Sie schon jetzt einen Blick auf unsere Brasilien-Rundreisen oder stellen Sie sich Ihre individuelle Brasilienreise aus unseren Brasilien-Reisebausteinen zusammen. Senden Sie uns gerne eine unverbindliche Reiseanfrage, wir kommen dann mit einem möglichen Reiseprogramm auf Sie zurück.

Rechtlicher Hinweis

Die obigen Informationen sind nach bestem Wissen zusammengestellt. Sie ersetzen aber keine Rechtsberatung oder verbindliche Auskünfte zuständiger europäischer oder brasilianischer Behörden hinsichtlich der jeweiligen Einreisebedingungen. Insofern übernehmen wir keinerlei Haftung für die oben aufgeführten Informationen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir individuelle Fragen über die obigen Angaben hinaus nur unseren Kundinnen und Kunden beantworten, die bei uns gebucht haben.