Corona in Brasilien
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FAQ Corona / Covid-19 Brasilien-Reisen

Zuletzt aktualisiert: 24.01.2022

Hier finden Sie Antworten zu bereits gebuchten oder geplanten Brasilienreisen im Zusammenhang mit Corona / Covid. Springen Sie über das Inhaltsverzeichnis gleich zu den gesuchten Informationen zum Thema Corona / Covid-19 in Brasilien wie beispielsweise die Inzidenzen in den Städten und Regionen. Sie finden auch viele Hintergrundinformationen zu den Entwicklungen der 7-Tages Inzidenz in Brasilien und den wichtigsten touristischen Zielen.

In Brasilien sind durch die pandemiebedingten Verschiebungen der Reisen auf 2022 bereits viele Unterkünfte im Pantanal und Amazonas ausgebucht. Wir haben uns Kontingente im Nord-Pantanal für Mai, Juni und Oktober 2022 für verschiedene Reisedaten sichern können. Werfen Sie einen Blick auf die verfügbaren Termine der Nord-Pantanal Reisepakete. Sprechen Sie uns an und sichern Sie sich frühzeitig Ihren Termin. Schauen Sie auf unsere Seiten mit den Rundreisen oder Reisebausteinen, um sich schon inspirieren zu lassen.

Reisebedingungen Brasilien im Überblick:

  1. Für die Einreise nach Brasilien müssen Sie vollständig geimpft sein und zusätzlich einen negativen PCR-/Antigen-Test nachweisen.
  2. Brasilien gilt laut RKI wieder als Hochrisikogebiet. Bei der Rückreise nach Deutschland müssen Sie die vollständige Impfung (max. 9 Monate) oder Genesung (max. 3 Monate) nachweisen und nun auch wieder die Einreiseanmeldung ausfüllen.

Wichtige Kennzahlen:

7-Tage-Inzidenz Brasilien 497 +93% (Wochentrend)
7-Tage-Inzidenz Deutschland 807 +49% (Wochentrend)
Quote Booster & Erst-/Zweitimpfung Brasilien 19,3%  78,6% / 69,4%
Quote Booster & Erst-/Zweitimpfung Deutschland 49,6%  74,7% / 72,6%
Virusvarianten Brasilien (10.01) Delta 8% Omikron 90%
Virusvarianten Deutschland (10.01) Delta 46% Omikron 54%
Quellen:
Inzidenzen: RKI und SUS (7-Tage Inzidenz Brasilien berechnet durch GloboTur)
Impfdaten: ourworldindata.com / Basis Gesamtbevölkerung. Jeweils letzte Aktualisierung. Brasilien meldet nur unregelmäßig Impfdaten.
Varianten:  RKI und  covariant.org Diese zieht Daten des GISAID Forschungsnetzwerkes heran. Die Zahlen spiegeln nur die Anteile in den sequenzierten Proben wider, nicht die Gesamtzahl der Fälle. Die Prozentzahlen können sich auch durch rückwirkende Meldungen weiterer Sequenzierungen zum genannten Stichtag ändern. Den zuvor zitierten Boletim Epidimiológico der Regierung ziehen wir nicht mehr heran, da hier die Zahlen offensichtlich fehlerhaft und lückenhaft zusammengetragen wurden.
Wochentrend = 7-Tage Durchschnitt der 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zur Vorperiode

 

Inhalt:

1. Corona / Covid-19 in Brasilien und Deutschland
1.1   Aktuelle Situation
1.2   Berechnung der Inzidenz Brasilien
1.3   Grafik: 7-Tages-Inzidenz und Tote in Brasilien im Vergleich zu Deutschland
1.4   Aktuelle Inzidenzen in ausgewählten Städten und Bundesstaaten
1.5   Grafik: 7-Tages-Inzidenzen in Städten und Bundesstaaten Brasiliens im Verlauf 
1.6   Impfsituation im Vergleich

2. Corona / Covid-19 Reisebedingungen
2.1   Einreisebedingungen Brasilien
2.2   Rückreisebedingungen Deutschland
2.3   Links zu Vertretungen und Botschaften in Brasilien und Deutschland

3. Corona / Covid-19 FAQ zu Brasilienreisen

Brasilienreisen möglich

Brasilien kam hinsichtlich der Pandemie im Laufe des letzten Jahres verdientermaßen aus den Negativschlagzeilen heraus. Die Inzidenzen lagen landesweit wochenlang unter 50 und zogen erst zum Jahresende wieder kräftig an, da auch hier Omikron nun vorherrschend ist. Die Rate der neuen Todesfälle pro 100.000 Einwohner im 7-Tage-Schnitt liegt unter der von Deutschland. Brasilien überflügelte bei den Erstimpfungen die Vorreiter USA und Großbritannien. Rio und São Paulo haben fast 100% Erstimpfungen in der Bevölkerung ab 12 Jahren und über 80% vollständige Impfungen unter der erwachsenen Bevölkerung. Diese positiven Informationen wurden nun endlich auch in deutschen Medien vermehrt aufgegriffen, wie beispielsweise im Spiegel. Wir liefern in unserem nachfolgenden Artikel Zahlen und Hintergründe zum Thema Corona / Covid-19 Brasilien aus verschiedenen behördlichen, journalistischen und wissenschaftlichen Quellen, damit Sie sich ein eigenes Bild machen können. Sie können so für sich eine Entscheidung treffen, wann Sie (wieder) nach Brasilien reisen möchten.

Nach mehreren Wellen sank die Inzidenz in Brasilien Ende 2021 brasilienweit auf unter 30. Mittlerweile ist wie auch in Europa die Omikron-Variante in Brasilien vorherrschend und die Zahl der Neuinfektionen zog stark an. Sie stieg nun mit 497 in kurzer Zeit wieder auf über 200. Erwartungsgemäß wurde Brasilien wieder zum Hochrisikogebiet erklärt.

Brasilien war monatelang aufgrund der guten Zahlen kein Hochrisikogebiet, nachdem das Land bereits im September von der Liste der Virusvariantengebiete genommen wurde, weil auch hier die Delta-Variante schnell vorherrschend wurde. Ob Hochrisikogebiet oder nicht, macht aktuell bei den Einreiseregeln keinen großen Unterschied und die Einstufungen verlieren an Sinnhaftigkeit. Die Einreiseanmeldungen werden ohnehin nicht mehr nachverfolgt, will die Gesundheitsämter nur noch auf wenige Bereichen im Blick haben. Dennoch haben wohl einige Reisefreudige angesichts der noch unsicheren weltweiten epidemischen Gesamtlage weiterhin Bedenken hinsichtlich internationaler Reisen. Vor allem mit der neuen Omikron Variante steigt weltweit wieder die Verunsicherung, obwohl sich schon zeigt, dass die Variante eine Chance darstellt, die Pandemie zu beenden.

Das Reisen nach Brasilien ist unserer Ansicht nach aktuell mindestens so sicher wie innerhalb Europas. Interkontinentale und nationale Flugverbindungen haben über die ganze Pandemie hinweg bestanden und es wird in Brasilien unseres Erachtens sogar gewissenhafter auf die Einhaltung der AHA-Regeln geachtet. Es sind immer noch vereinzelt Einschränkungen möglich, indem bspw. Hotels gewisse Leistungen wie Buffets oder Wellness-Bereiche nicht anbieten dürfen, Öffnungszeiten eingeschränkt sind oder Tests für den Zugang zu touristischen Attraktionen verlangt werden. Aber wir rechnen mit einer Entspannung der Lage im Frühjahr, wenn Omikron auch Brasilien „durchseucht“ hat. Denn die Impfungen kommen gut voran und 10% der Bevölkerung sind zudem schon genesen. Kommen Sie frühzeitig mit Ihren Reisplanungen auf uns zu, denn wir rechnen nach vielen Monaten der Entbehrungen ohne Brasilienreisen mit einer großen Nachfrage für 2022.

Corona / Covid-19 in Brasilien und Deutschland

Die im März 2020 eingeführte weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für touristische Reisen ist seit Oktober 2020 entfallen. An ihre Stelle traten länderspezifische Einstufungen als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiete, die anhand von Faktoren wie beispielsweise vorherrschende Virusvarianten, Infektionsgeschehen, Anzahl der Tests, Eindämmungsmaßnahmen und Verlässlichkeit der staatlichen Angaben ermittelt werden. Es werden automatisch Reisewarnungen durch das Auswärtige Amt ausgesprochen, wenn das Robert-Koch-Institut (RKI) ein Land oder eine Region zum Virusvarianten- oder Hochrisikogebiet erklärt. Die Nachweispflicht für alle Flugreisende wird bis auf weiteres vorgeschrieben und wurde seit August auch auf alle anderen Transportmittel ausgedehnt. Dies ist insbesondere angesichts neuer Varianten dringend geboten, um eine schnelle Einschleppung zu vermeiden.

Nach einer ersten Einschätzung der ECDC deutet die hohe Zahl an Mutationen der Omikron Variante auf eine höhere Übertragbarkeit, geringere Wirksamkeit der Impfstoffe und die Möglichkeit zur Reinfektion bereits Genesender hin. Erkenntnisse aus Südafrika und Großbritannien zeigen aber bisher mildere Verläufe als bei der Delta-Variante und weniger Klinikeinweisungen. Omikron scheint eher Hals und Nase zu befallen und weniger die Lunge anzugreifen, was auch die hohe Ansteckungsrate erklären könnte. Der Virologe Drosten sieht bei der Variante die Chance, dass das Virus mit dieser für Geimpfte milderen Variante endemisch werden könnte, also SARS-CoV sich neben bereits bekannten Atemwegs- und Erkältungsviren einreihen wird.

Brasilien wieder Hochrisikogebiet

Brasilien ist wieder Hochrisikogebiet. Für die Rückreise nach Deutschland muss entsprechend eine Einreiseanmeldung ausgefüllt werden und es muss der Nachweis der vollständigen Impfung oder Genesung bereits beim Online-Ausfüllen hochgeladen werden, um eine Quarantäne zu vermeiden. Alternativ können Ungeimpfte auch einen negativen PCR oder Antigen-Test vorgelegen, wobei Ungeimpfte aktuell gar nicht nach Brasilien einreisen dürfen. Von den Einreiseregeln Deutschlands können aber Airlines abweichen, wenn beispielsweise im Transitland (Umstieg) noch ein Test auch für Geimpfte vorgeschrieben ist oder die Airline selbst einen PCR Test verlangt. Dies gilt aktuell beispielsweise für einen Umstieg in Portugal. Wir empfehlen unabhängig von ggf. geringeren gesetzlichen Anforderungen weiter mindestens einen Schnelltest oder besser einen PCR-Test zu machen, um eine unbemerkte Einschleppung von Infektionen zu verhindern. Denn auch Geimpfte können sich wie mittlerweile bekannt ist infizieren und andere Menschen in den ersten Tagen der Infektion anstecken. Weitere Informationen finden Sie unten unter dem Punkt Rückreise nach Deutschland. Aktuelle Informationen zur Einstufung der Reisegebiete liefern das Auswärtige Amt und das RKI.

Nach einer langen dritten Welle fiel die 7-Tage-Inzidenz in Brasilien in einem spektakulären Sinkflug und blieb seit Mitte Oktober unter 50. Seit Anfang 2022 ziehen die Werte nun wieder merklich an und liegen bei 497. Der geglättete Wochentrend (Vergleich der durchschnittlichen Inzidenzen der vergangene sieben Tage im Vergleich zur Vorperiode) zeigt wieder stark nach oben, wie auch alle Trends der erfassten Regionen und Städte, deren Zahlen wir im Blick haben.

Neben der bereits erwähnten beeindruckenden Impfquoten sind in São Paulo und Rio seit September auch Impfnachweise erforderlich (auch für Touristen), um gewisse touristische Attraktionen wie beispielsweise den Zuckerhut zu besuchen. In Rio wurde die 1G Vorgabe auf quasi alle öffentliche Bereiche wie Hotels, Restaurants ausgeweitet. Ausnahmen gelten für den ÖPNV, Taxis und Shoppingcentern. Es ist damit zu rechnen, dass die auch in anderen Städten übernommen wird. Aber wie auch in Europa ziehen die Infektionen an, denn Impfungen verringern nur wenig die Gefahr der Ansteckung, schützen aber vor schweren Verläufen. Weshalb sich vermutlich auch in Brasilien die Inzidenzen der Neuinfektionen von denen der Hospitalisierungen abkoppeln dürften.

Die recht positiven Aussichten der vergangenen Monate waren wohl mit ein Grund, dass Airlines wieder vermehrt Flugverbindungen aufgenommen haben. Letztendlich sollte das Risiko einer Ansteckung bei Testungen und FFP2-Maskenpflicht gering sein, zumal die HEPA-Filter in Flugzeugen die Corona-Viren wirksam eindämmen dürften. Aber das „Einschleppen“ von neuen Mutationen muss selbstverständlich verhindert werden, da trotz Testpflichten Infektionen unbemerkt bleiben können.

Bei den Flügen von und nach Brasilien hat sich die Situation wieder weitgehend normalisiert, São Paulo und Rio werden von fast allen Airlines wieder angeflogen. Flugausfälle sind aktuell eher wegen Personalausfällen bei den Airlines zu befürchten, wenn diese wegen Omikron reihenweise erkranken oder als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen.

 Deutschland in der fünften Welle

Im Zuge des Winters trat Deutschland in die vierte Welle ein, mit Delta als vorherrschender Variante. Nachdem die Inzidenz im Dezember zwischenzeitlich sank, stiegen die Werte wieder stark an, vor allem in den großen Städten, die eine Verbreitung begünstigen. Der aktuelle vom RKI gemeldete Wert liegt bei 807. Der zwischenzeitige Rückgang war wohl auf freiwillige Kontaktbeschränkungen der Bevölkerung aufgrund der vielen Warnungen in den Medien und den regionalen Einschränkungen zurückzuführen. Zusätzlich dämpfend wirkten wie schon im letzten Jahr die Feiertage, an denen gewöhnlich weniger getestet und gemeldet wird. Die Reproduktionsrate liegt nun wieder merklich über 1 und die Omikron Variante beschert Deutschland die fünfte Welle.

Es wurde schon im Herbst die 50er Inzidenz-Schwelle aus dem Infektionsschutzgesetz gestrichen und es werden vorrangig die Klinikeinweisungen („Hospitalisierungs-Inzidenz“) in den Blick genommen, die bestimmen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Es wurden nun flächendeckend 2G-Plus beispielsweise für Gastronomie eingeführt. Ein aktualisiertes Infektionsschutzgesetz, das zuvor voreilig von der Ampel „kassiert“ wurde, lässt nun auch wieder regionale Schließungen zu. Auch das geplante Maßnahmenpaket der Ampelregierung sieht nun auch ab Frühjahr eine mögliche Impfpflicht vor, die vom Ethikrat prinzipiell befürwortet wurde. Hierfür wurde auch ein Impfregister angeregt, um die Menschen gezielt einladen zu können. Diese Maßnahmen sind allerdings noch rechtlich umstritten.

Daten aus Großbritannien zeigen, dass bei der tendenziell milder verlaufenden Omikron-Variante die Zahl der Klinikeinweisungen von der Zahl der Infektionen weiter entkoppelt hat, was neben dem weniger aggressiven Virus auch der guten Impfquote bei der alten Bevölkerung zuzuschreiben ist. Aber nach Wochen der höheren Infektionszahlen kommt auch in Großbritannien das Gesundheitssystem auch an seine Grenzen, weil im Zuge der Omikron-Variante zwar die Hospitalisierungen nicht zunehmen, aber Pflegekräfte wegen Erkrankung und Absonderung ausfallen. Man will hier die Beschränkungen deshalb zurücknehmen und Corona wie einer Grippewelle begegnen.

Berechnung der Inzidenz von Corona / Covid-19 Infektionen in Brasilien

Die Corona-Informationsseite des brasilianischen Gesundheitsministeriums informiert tagesgenau über Infektionszahlen und Todesfälle aufgeschlüsselt nach Regionen, Bundesstaaten und Städten. Aktuell wird die Seite aber nicht aktualisiert. Die für eine erste Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts unter anderem herangezogene 7-Tage-Inzidenz wird auf der brasilianischen Website zwar nicht ausgewiesen, wird aber von GloboTur auf der Basis der Neuinfektionen letzten sieben Tage laufend berechnet. Wir nutzen im Gegensatz zum RKI den Zeitraum bis zum jeweiligen Tag, da die brasilianische Informationsseite SUS nach unserer Erfahrung keine Fälle nachmeldet. Der von der SUS genutzte, gleitende 14-Tage Durchschnitt ist geeignet Tendenzen zu erkennen, ermöglicht aber nicht die Vergleichbarkeit zwischen Ländern und Regionen wie bei der Inzidenz, die sich auf 100.000 Einwohner bezieht.

Brasilien hatte die Corona-Pandemie Ende 2020 nach der ersten Welle gut im Griff. Dank der Maßnahmen der Gouverneure besonders betroffener Bundesstaaten war nach der ersten Welle eine Trendumkehr gelungen. Die Zahl der durchschnittlichen, täglichen Neuinfektionen (14 Tages-Schnitt) halbierte sich nach der ersten Welle zunächst auf rund 21.000. Aber im November 2020 fingen neue Wellen an, die vorige Spitzenwerte immer wieder übertrafen: Januar, März und Juni ’21 mit in der Spitze durchschnittlich 75.000 täglichen Infektionen. Die März 21 -Welle bescherte dann im April eine Spitze bei den Opferzahlen mit durchschnittlich 3.000 Toten pro Tag. Der Inzidenzwert ging in der zweiten Hälfte 2021 nach mehreren Wellen in einem Sinkflug auf unter 30. Zum Jahreswechsel wurde die Omikron-Variante vorherrschend und die Inzidenz stieg schnell auf 497. Die Opferzahlen sind nach der letzten Welle merklich gesunken, da mittlerweile viele Menschen der gefährdeten Personengruppen geimpft wurden und nun auch die dritte Impfung („Resforço“) bekommen haben. Die Zahl der Opfer liegt mittlerweile bei 290 pro Tag im 7-Tage-Schnitt, also nur noch einem Bruchteil der traurigen Spitzenwerte. Damit liegt Deutschland beim 7-Tage-Durchschnitt der Toten mit 160 niedriger, aber Brasilien hat auch das 2,5-fache an Einwohnern. Es schlagen sich die hohen Inzidenzen nun in den Sterbezahlen nieder, da bei einer durchschnittlichen Sterberate von aktuell rund 0,6% in Deutschland und 2% in Brasilien die Zahlen entsprechend ansteigen.

Vergleichbarkeit Brasilien und Deutschland eingeschränkt

Die Vergleichbarkeit der Zahlen zwischen den Ländern ist eingeschränkt, unter anderem  aufgrund der viel geringeren Testquote in Brasilien. Das Land führte Stand Mitte September 2020 täglich nur 33 Test pro 100.000 Einwohner durch, Deutschland hingegen 196 Tests pro 100.000 Einwohner (Anmerkung: Neuere Daten liegen bei Our World in Data für Brasilien leider nicht vor). Im Mai 2021 spricht die Nachrichtenseite G1 von immerhin 149 Tests pro 100.000 Einwohner, besagt aber auch, dass diese Quote nicht ausreicht. In abgelegenen Orten sind die Tests einfach rar.

Die Fallsterblichkeit scheint in Brasilien mit 2,6% und Deutschland mit 1,3% angesichts der schlimmen Bilder des letzten Jahres auf den ersten Blick nicht so stark zu unterscheiden. Nur liegt der Altersmedian in Brasilien rund 13 Jahre niedriger as in Deutschland. Es ist also davon auszugehen, dass unterschiedliche Altersstrukturen,  Gesundheitsversorgung, soziale Einbindung der Alten und weitere Faktoren einen Vergleich erschweren. Unabhängig von dieser Unsicherheit sprechen aber die verheerenden Verläufe der vorigen Wellen eine klare Sprache, auch dass nun nach vielen schlimmen Monaten die Lage in Brasilien wieder unter Kontrolle ist und man nun sehen muss, wie sich die Krankenhaussituation in der aktuellen Omikron-Welle entwickelt.

Der 7-Tage-Durchschnitt der täglichen Todeszahlen war zwischenzeitlich in der dritten Welle dreimal so hoch wie im bisherigen Höhepunkt im Juni/Juli 2020. Aber die Spitze ist nun seit langem überschritten, da die Zahl der Toten auf durchschnittlich „nur“ noch 290 gesunken (7 Tage-Schnitt) ist. In Deutschland liegt diese Zahl mit 160 etwas geringer, aber Deutschland hat auch nur 40% der Einwohner Brasiliens.

Gesamt-Fallsterblichkeit in Brasilien doppelt so hoch als in Deutschland

In der ersten Welle im Mai 2020 lag in Brasilien die Fallsterblichkeit bei 7% und sank zwischenzeitlich auf 2,4%. Im Zuge zweier Wellen in Brasilien stieg dieser auf 2,8% und fiel leicht auf  nun wieder 2,6%. In Deutschland lag die Fallsterblichkeit im Juni 2020 am höchsten bei 4,7% und bewegt sich aktuell bei 1,3%. Sie zog seit November ’20 von 1,5% auf 2,9% an, da in der zweiten Welle noch mehr alte Menschen infiziert wurden und starben. Mit den Impfungen der Risikogruppen hat die Fallsterblichkeit in Deutschland bereits 1,5%-Punkte im Vergleich vom Höchststand Ende Februar ’21 abgenommen. Auf den vergangenen Vierwochen-Zeitraum bezogen liegen die Sterblichkeitsraten mittlerweile in Deutschland und Brasilien niedriger. In Brasilien schwankt dieser Wert unter 2% und in Deutschland unter 1%, was in beiden Ländern auf jüngere Infizierte und/oder bessere Behandlungsmöglichkeiten hinweist. Da Omikron weniger „tödlich“ sein soll, sind weiter sinkenden Sterblichkeitsraten zu erwarten. In Brasilien sinkt die Auslastung der Intensivbetten in fast allen Bundesstaaten wieder unter 60%. In Rio stieg der Wert mittlerweile auf rund 65% Auslastung, wobei nach dem Covid19-Panel Rio de Janeiro davon rund 16% der Betten von Covid-Erkrankten belegt werden. Die Zahlen ziehen also wieder an, sind aber angesichts der hohen Inzidenzen im „grünen“ Bereich.

Die Zahl der Toten ist ein eindeutiger Gradmesser für den Erfolg oder Misserfolg im Kampf gegen Corona. Stand Ende Januar hat Brasilien bislang 297 Tote pro 100.000 Einwohner zu verzeichnen, Deutschland noch rund 141 Tote pro 100.000 Einwohner. Dabei war die Entwicklung unterschiedlich. In Deutschland waren durch die zweite Welle Ende des Jahres im Januar viele Tote zu beklagen und eine lange Zeit war die Zunahme gering. Es ist nach den ansteigenden Inzidenzen der vierten Welle nun auch wieder eine ganz steigende Entwicklung in Deutschland bei den Sterberaten feststellbar. In Brasilien hingegen war seit Mitte März ein starker Anstieg der Opfer zu verzeichnen, deren Dynamik sich inzwischen aber ebenfalls durch die bereits erwähnte bevorzugte Impfungen alter Menschen und mehr Disziplin abgeschwächt hat, so dass sich der Wert „nur“ noch alle 10-14 Tage um einen Punkt erhöht und sich damit der Steigerungsrate von Deutschland weit überholt hat. Hier geht nämlich der Trend wieder hin zu einer steigenden Dynamik, da die Zähler wieder sehr viel schneller nach oben gehen (2-4 Tage).

Die Quote der Todesopfer zog in Deutschland seit November ’20 kontinuierlich an mit vielen Opfern zu Jahresbeginn 2021. Hier machte sich bemerkbar, dass die Bevölkerung in Deutschland älter ist und das Virus um den Jahreswechsel stark in Alten- und Pflegeheimen grassierte. Was die Alten in Deutschland in der ersten Welle durch die soziale Isolation in Heimen „schützte“, wurde hier zum Bumerang. Denn das Virus konnte sich schnell in den Heimen verbreiten, sobald es einmal durch Angehörige oder Pflegepersonal eingeschleppt wurde. In Italien hingegen starben in der ersten Welle viele alte Menschen, weil diese hier traditionell noch mehr in den Familien integriert sind und sich schnell bei den jungen Menschen in der ersten Welle angesteckt haben.

Priorisierung bei Impfung in Deutschland und Brasilien

Die Immunisierung der Menschen über 80 Jahren insbesondere in Alten- und Pflegeheimen hatte deshalb in Deutschland oberste Priorität, um die Todesfälle schnell zu senken. Die volle Immunität entwickelt sich aber erst zwei Wochen nach der zweiten Impfung, die wiederum 3-4 Wochen nach der erste Impfung erfolgt. So kam und kommt es immer noch zu Infektionen in Pflege- und Altenheimen, da alte Menschen weniger Antikörper entwickeln. Der Schutz durch beispielsweise Masken wird deshalb auch weiter neben den Impfungen eine Rolle spielen. In Brasilien wurde ebenfalls priorisiert geimpft („faixa etária“), so dass die Zahl der coronabedingten Sterbefälle ebenfalls stark sank. In beiden Ländern erhalten mittlerweile die alten Menschen eine dritte Impfung. Deutschland hat die Boosterimpfungen für alle freigegeben.

Die Zahl der neuen, täglichen Toten hatte sich zwischenzeitlich auf 30 merklich abgeschwächt stieg aber nun wieder auf durchschnittlich 160 pro Tag. Auch die Auslastungen der Intensivbetten mit Covid-Patienten erreichten in den Hotspots im Dezember 21 kritische Werte, so dass schon Verlegungen in andere Bundesländer nötig wurden.

7-Tages Inzidenzen in ausgewählten Städten und Bundesstaaten Brasiliens

Wegen eines Hackerangriffs auf die Website des Gesundheitsministerium in Brasilien am 10.12. waren die Werte für die Regionen und Städte in Brasilien zwischenzeitig lückenhaft. Mittlerweile werden die Zahlen wieder gemeldet, wobei noch starke Abweichungen in São Paulo (*) zu deren Covid-Infopanel zu (ca. 200) sehen sind. 

Stadt/Staat 7-Tage Inzidenz Wochentrend
Brasilien 497
D: 807
+93%
+49%
São Paulo 64* +101%
Rio de Janeiro 1.420 +64%
Manaus 876 +263%
Salvador 255 +96%
Amazonas 1019 +327%
Mato Grosso do Sul 382 +14%
Mato Grosso 520 +61%
Aktuell Infizierte
pro 100.000 EW
748
D: 1.606
+126%
+42%
Laden Sie bei Interesse die Tabelle als pdf mit den Inzidenzen seit Oktober herunter. Unter den Schaubildern finden Sie auch jeweils den Link zu den CSV-Dateien. Wochentrend = Durchschnitt der Inzidenz der letzten 7 Tage im Vergleich zur der Vorperiode.

Deutschland trat trotz monatelangen Lockdowns im März ’21 in eine dritte Welle ein. Die Werte erreichten aber glücklicherweise nicht wieder die Rekord-Inzidenz der Neuinfektionen vom Dezember 20, obwohl sich die Alpha-Mutation mit höherer Ansteckungsrate durchgesetzt hatte. Der Spitzenwert der Inzidenz lag in dieser Welle „nur“ bei 169 und sank bis Anfang Juli ’21 auf den geringsten Wert in 2021 von 5. Die vierte Welle startete im Herbst/Winter ’21 und wurde von der Deltavariante dominiert. Die Zahlen schwächten sich zwischenzeitlich ab und die fünfte Welle startet seit Anfang des Jahres von einem hohen Niveau aus dank der Omikron-Variante. Die Zahl der Toten nahm dank der Impfungen der vulnerablen Gruppen nicht im gleichen Maße wie seinerzeit die Infektionen in der dritten Welle zu und sank auch zusehends mit entsprechender Verzögerung auf durchschnittlich 30 pro Tag. Es ist mittlerweile ein Anstieg auf durchschnittlich 160 zu verzeichnen, die Hospitalisierungen nahmen auch zu. Aber im Zuge der Omikron-Welle sind trotz steigender Infektionen eher sinkende Todesraten und Zahlen zu erwarten.

Die Inzidenz in Deutschland startet nach der vierten Delta-Welle nun bei bereits hohem Niveau in die fünfte Welle und liegt bei aktuell 807, mit einem R-Wert über 1. Die Berichterstattung in den Medien hat vermutlich zu zwischenzeitigen freiwilligen Kontaktbeschränkungen geführt oder die Eindämmungsmaßnahmen könnten regional gewirkt haben. Die Lage der Kliniken ist aber durch die aggressivere Delta-Variante in Kombination mit einer relativ niedrigen Impfquote weiter angespannt und die sinkenden Sterbezahlen spiegeln die fallende Zahl der Infektionen vor zum Jahreswechsel wider. Wir hoffen, dass sich die Sterberate mit Omikron weiter positiv entwickelt.

Die aktuelle Welle übersteigt schon die Spitzenwerte der Infektionen wie in Großbritannien im Herbst und Winter, wobei hier wie in anderen europäischen Ländern nun die Omikron-Welle für neue schwindelerregende Rekorde sorgte. Erkenntnisse aus Großbritannien legen aber erfreulicherweise nahe, dass eine dritte Impfung der Bevölkerung Hospitalisierungen und Todesopfer bi Delta verhindern konnte. Auch bei Omikron sind keine dem Anstieg der Infektion entsprechend steigende Zahl an Klinikeinweisungen zu verzeichnen. Aber auch in Großbritannien stehen mittlerweile die Zeichen regional auf Überlastung des Gesundheitssystems, aber anders als in den Wellen zuvor durch vermehrte Krankmeldungen / Quarantäne des Klinik-Personals wegen der in Europa nun vorherrschenden Omikron-Variante.

Die zweite Welle bescherte Brasilien Werte von 167,  die dritte Welle mit der Gamma Variante brachte mit 257 den zweiten Spitzenwert des Jahres. Der Wert sank darauf zum Jahresende stetig auf unter 30. Aber seit Anfang des Jahres steigen die Zahlen vor allem in den Metropolen São Paulo und Rio, da eine dichte Besiedlung die Verbreitung begünstigen. Die Inzidenz liegt bei 497. Der bundesweite Trend zeigt entsprechend nach steil oben, ebenso wie die Regionen und Städte. Es bleibt abzuwarten, welche Spitzenwerte in Brasilien erreicht werden Wir sehen es aber als Teil des Impfwunders von Brasilien, dass die Werte trotz Ausbreitung der Delta-Variante im Vergleich zu Ländern wie Großbritannien so gering waren. Es könnte auch wie in Schweden auf eine recht durchseuchte Bevölkerung hinweisen, die besser geschützt ist. Wobei Neuinfektionen durch mehr impfbedingt asymptomatische Infektionen durchaus auch unentdeckt bleiben könnten, gleiches gilt auch vor allem für Deutschland. Wir hoffen, dass die Impfungen zusammen mit weiterer Disziplin einen erneuten starken Anstieg wie in Europa verhindern können und auch die Bevölkerung nicht denselben Fehler der Nachlässigkeit wie in Europa macht. Man schaut dort mit Verwunderung auf die schwierige Situation in Deutschland, das in Brasilien eigentlich immer als Musterschüler wahrgenommen wird.

Die Website covariants.org meldet für Brasilien zum Stichtag 10.01. 24% Anteil der Delta-Variante und 76% Omikron bei 1.000 Sequenzierungen. In Deutschland liegt der Anteil von Omikron im Meldezeitraum bis 10.01. bei 54%, wobei Omikron in großen Städten und einigen Bundesländern schon länger vorherrschend ist.

Wir haben in der Kurzübersicht im Eingang des Artikel die Gamma durch die neue Omikron-Variante ersetzt, um die Gefahr einer Einstufung als Virusvariantengebiet in Zahlen auszudrücken. Aber im Augenblick sieht es danach aus, dass die Wellen und Varianten synchron verlaufen, so dass Brasilien nicht in die Liste der Virusvariantengebiete aufgenommen werden wird. Aber Brasilien wurden nun viele andere Länder wieder als Hochrisikogebiet eingestuft. Da aber schon die Einreise nach Brasilien schon jetzt nur voll geimpften Reisenden möglich ist, ändert sich nicht viel für Rückkehrer aus Brasilien. Es muss dann lediglich wieder die Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. Ein PCR- oder wenigstens Antigen-Schnelltest wird von uns aber immer empfohlen.

Es wird sich zeigen, wie sich die Zahlen in Brasilien mit Blick auf neue Mutationen und Maßnahmen entwickeln. Hier werden die Maßnahmen auf kommunaler und bundesstaatlicher Ebene entschieden. So hatte São Paulo beispielsweise tageweise die „rote Ampelphase“ ausgerufen, in der Restaurants und Geschäfte geschlossen werden müssen. In Rio und São Paulo werden zunehmend Impfausweise Pflicht beim Betreten von belebten Orten.

Der Präsident Bolsonaro drohte seinerzeit Bundesstaaten, die Lockdowns einführen wollten mit Kürzungen von Geldern. Er verunglimpfte Impfungen, verharmloste die Pandemie („Hört auf zu heulen“) und wollte das Land schnell wieder öffnen, um die Wirtschaft nicht weiter zu belasten. So kann man denken, wenn man privilegiert ist und eine gute Krankenversorgung hat. Für die Mehrheit der Menschen in Brasilien trifft das leider nicht zu. Die Ärmsten und Schwächsten leiden besonders unter der Pandemie, wenn man die Wahl hat, Angehörige zu verlieren oder nichts zu essen zu haben. An diesen Menschen hat Bolsonaro bekanntermaßen nicht wirklich großes Interesse.

Bolsonaro tauschte dreimal den Gesundheitsminister in der Pandemie aus. Der Präsident schlug zwischenzeitlich wohl vor allem angesichts der Rückkehr des beliebten früheren Präsidenten Lula auf die politische Bühne mildere Töne an. Aber ingesamt scheint die brasilianische Bevölkerung zunehmend unzufrieden mit der Pandemiebekämpfung des Präsidenten. Der Austausch von sechs Kabinettsmitgliedern im Frühjahr bestätigt diese Unruhe bei Bolsonaro, die wohl auch darauf basiert, dass wichtige Wirtschaftsvertreter in einem offenen Brief eine Änderung der Politik forderten. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Brasilianerinnen und Brasilianer bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr erinnern, wer ihnen diese Katastrophe vorsätzlich eingebrockt hat. Und vieles anderes mehr. Er versuchte sogar die Löschungen seiner Fake-News in den sozialen Medien per Dekret zu untersagen; im Abwärtssog seiner Umfragewerte nehmen seine Maßnahmen bizarre Formen an.

Corona in Brasilien: Großes Land – große Unterschiede

Das Infektionsgeschehen in Brasilien ist regional recht unterschiedlich, bei einem Land dieser Größe auch nicht verwunderlich. Es schlugen seinerzeit auch die Gamma-Mutation stark durch in Form einer bei einer beschleunigten Ansteckung vor allem im privaten und beruflichen Umfeld. Welche Entwicklung das Land im Zuge der Ausbreitung der Delta- und Omikronvariante nimmt, wird sich zeigen. Aktuell steigen die Zahlen erwartbar. Da aber Brasilien bezüglich Demographie und Durchsuchung eher Südafrika entspricht aber dagegen eine exzellente Impfsituation hat, sind wir für Brasilien sehr zuversichtlich hinsichtlich der Omikronvariante.

Rio hatte 2020 die Silvesterfeier an der berühmten Copacabana und den Karneval 2021 abgesagt, da hier enorme Ansteckungsrisiken gesehen wurden. Der zunächst auf Juli 21 verschobene Karneval wurde dann endgültig für das Jahr gestrichen. Aber für 2022 hat bereits der Ticketverkauf begonnen, die hohen Impfquoten und niedrigen Inzidenzen stimmten die feierfreudigen „Cariocas“ zunächst hoffnungsfroh. Abr nachdem erst nur der Straßenkarneval 2022 für Ende Februar untersagt wurde, wurde nun doch die Karnevalsumzüge im Sambódromo auf 22./23. April verschoben.

Rio verzeichnet seit Ende Dezember aufgrund der vorherrschenden Omikron-Variante einen extremen Anstieg der Neuansteckungen, aktuell auf eine Inzidenz von 1.420. Dieser Anstieg war erwartbar, wenn man in andere Länder und ihre dramatischen Anstiege trotz höherer Impfquoten schaut. Aber Rio hat mit der Absage der offiziellen Silvesterfeier und Verschiebung des Karnevals schon früh mögliche Superspreaderevents vermieden.

In São Paulo lag die Inzidenz in der Spitze auf 269, liegt bei 64 und bewegt sich damit unter dem Durchschnitt Brasiliens. Allerdings vermuten wir einen Meldefehler, denn die Corona-Informationsseite von São Paulo zeigt enorme Neuinfektionen zu Jahresbeginn, die eher eine Inzidenz über 200 errechnen lassen. Ab September 21 bis zum Jahresende lag hier die Inzidenz konstant unter 20. São Paulo hat wie Rio eine Quote von nahezu 93% Erstgeimpften über 12 Jahren und 79% vollständig Geimpften in der Gesamtbevölkerung. Rechnerisch liegt diese Quote in São Paulo sogar über 100%, da es einen Impftourismus hierher gibt. Deshalb nennt sich São Paulo auch als die „Hauptstadt der Impfungen“. Viele alte Menschen haben bereits eine dritte Dosis bekommen, vor allem die zuerst mit Sinovac geimpft wurden. Offenbar ist hier seit Wochen neben dem Impfwunder auch eine Einsicht bei der Bevölkerung in der Metropole erfolgt, dass Kontaktbeschränkungen notwendig sind. Eine Einsicht ist natürlich nur bei der Mittel- und Oberschicht möglich. Viele prekär beschäftige Menschen in Brasilien haben einfach keine Wahl. Sie müssen arbeiten gehen und wohnen in sehr beengten Verhältnissen.

Zu Beginn der Impfkampagne war auch ein Streit zwischen dem Präsidenten und manchen Gouverneuren hinsichtlich Pandemie- und Impfstrategie entbrannt, der in der Situation natürlich nicht hilfreich war. So versuchte São Paulo beispielsweise zu Jahresbeginn im Alleingang chinesische Impfstoffe für seine Bürgerinnen und Bürger zu besorgen. Der Präsident hat widerwillig eingelenkt, wohl um seinem Widersacher Doria, dem Gouverneur von São Paulo keinen Triumph zu gönnen. Die Impfungen mit dem Impfstoff Sinovac starteten Mitte Januar. Allerdings waren die Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit sehr umstritten. Das zuständige Institut Butantan musste einräumen, dass die zuvor verkündete Effektivität von 78% falsch kalkuliert war. Sie liegt wohl tatsächlich nur bei 50,4% und damit nur 0,4% über der Mindestanforderung der WHO für eine Zulassung.

Das bekannt gewordene, nach Auskunft der Regierungen Südamerikas erpresserische Geschäftsgebaren von Pfizer in Lateinamerika führte verständlicherweise zur breiten Ablehnung des Impfstoffes durch die Regierungen. Angeblich wollte der US-Konzern, der vom Know-How der deutschen Tochter Biontech profitiert, zu Produktionspreisen verkaufen. Pfizer forderte wohl aber absurde Sicherheitsleistungen und umfassende Haftungsfreistellungen (die aber bei Impfempfehlungen durch den Staat auch in Deutschland üblich sind). Inzwischen wird auch AstraZeneca (abgefüllt durch Fiocruz) eingesetzt, das zu Produktionspreisen verkauft. Johnson & Johnson sind in geringen Mengen Einsatz, Biontech/Pfizer wird mittlerweile vorrangig verimpft. Sputnik hingegen erhielt Ende April keine Zulassung durch die brasilianische Gesundheitsbehörde ANVISA. Weitere Details siehe unten beim Abschnitt Impfungen.

Auch in Manaus wieder stark steigende Inzidenz

Manaus konnte die Inzidenz der Neuinfektionen nach dramatischen Monaten im Mai/Juni mit vielen Opfern auf 77 im November senken. Anfang des Jahres 2021 war Manaus aber wieder im Katastrophenmodus. Die Inzidenz lag damals bei knapp 600 und konnte dann im Laufe der zweiten Jahreshälfte lange niedrige Werte unter 20 vorweisen. Aber auch hier gehen seit Jahresende die Zahlen nach oben und der Wert liegt nun bei 876.

Die Zahl der schwer Erkrankten stieg im Januar ’21 so stark, dass diese in anderen Bundesstaaten verlegt werden mussten. Manaus ist insofern ein wichtiges wissenschaftliches Untersuchungsfeld, weil die Stadt aufgrund von Blutuntersuchungen im Juni/Juli 2020 mit über 70% Infizierten laut einer Studie als „durchseucht“galt, da sich hier das Virus aufgrund der sozialen Gegebenheiten (bspw. kleine Boote als Transportmittel) nahezu ungebremst ausbreiten konnte. Die Inzidenz im Bundesstaat Amazonas liegt bei 1.019 und damit höher als in der Hauptstadt. Die Omikronvariante hat sich also auch in die Fläche ausgebreitet.

In Salvador lag die Inzidenz nach einem erneuten Anstieg im März auf über 200 konstant unter 30, aber stieg nun wieder an auf 255. Mato Grosso (Nord-Pantanal) verzeichnete seit November ’20 einen starken Anstieg auf fast 460 und sank wie anderorts auch. Und stieg nun wie überall stark an auf aktuell 520. Das beliebte Pantanal Gebiet ist damit wieder ebenfalls weit über der Schwelle zum Hochrisikogebiet. Mato Grosso do Sul (Süd-Pantanal) verzeichnete im Frühjahr eine vierte Welle, die wie jedes Mal das Niveau der vorigen Welle übertraf. Die Inzidenz fiel mittlerweile nach dem Spitzenwert von 460 Mitte des Jahres auf sehr erfreuliche 13 bis Dezember. Auch hier stieg mittlerweile die Inzidenz auf 382.

Rate der aktuell Infizierten in Deutschland sehr hoch

Die Zahl der aktuell Infizierten bezogen auf 100.000 Einwohner liegt aktuell in Brasilien bei 748 bei stark steigender Tendenz. In Deutschland liegt die Inzidenz der aktuell Infizierten bei 1.606. Der Wochentrend zeigt auch wieder nach oben. Zu beachten ist beim direkten Vergleich von Deutschland und Brasilien allerdings eine gewisse Unsicherheit aufgrund der in Brasilien weniger durchgeführten Corona-Tests (siehe oben).

GloboTur mit Erfahrungen aus erster Hand

Das Team von GloboTur war im Januar und August 2021 in den Bundesstaaten São Paulo und Bahia unterwegs, um auch neue Angebote für den Atlantischen Regenwald zu testen. Im öffentlichen Raum gelten hier dieselben Regeln wie in Deutschland, die unseres Erachtens auch weitestgehend befolgt werden. Alle Touren und Transfers finden mit Masken statt – sogar im Regenwald, wenn nicht genügend Abstand eingehalten werden kann. In São Paulo wird auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln nach unserem Eindruck die Maskenpflicht durchgängig eingehalten. Auf belebten Straßen und Taxis tragen viele Maske. Im inländischen Flugverkehr ist sogar der Verzehr von Speisen untersagt und nur kurzes Trinken von Wasser erlaubt. Hier in Deutschland wird ja mitunter ausgiebiges Essen und Trinken für langes Absetzen der Maske im Zug und Flugzeug genutzt.

In der Vergangenheit traten vermutlich im beruflichen Umfeld vermehrt Infektionen auf, da dort nach unserer Kenntnis ebenfalls in den Unternehmen noch zu Beginn des Jahres nicht durchgängig Masken getragen werden und Klimaanlagen die Ansteckung begünstigen. Durch die oft beengten Verhältnisse kann sich das Virus dann auch im privaten Umfeld schnell verbreiten. Unseres Erachtens kann man die Gründe für die schwierige Situation der letzten Monate in Brasilien deshalb nicht auf eine nachlässige Haltung der Bevölkerung verkürzen. Die Lebensumstände sind gänzlich anders als in Deutschland. Umso mehr beeindruckt nun das rasante Ende der vierten Welle, was auf starke Dispiziplin bei den Impfungen und Einhaltung der AHA-Regeln hinweist. Wie Brasilien durch die Omikron-Welle kommen wird, zeigt sich in den nächsten Wochen.

In São Paulo und Rio de Janeiro sind ein Großteil der Firmen mit Büroarbeitsplätzen ansässig. Entsprechend ist hier wegen des höheren Wohlstands auch mehr Homeoffice und Homeschooling möglich. Das war vielleicht der Grund für die zunächst unterdurchschnittliche Neuinfektionsrate der Millionenmetropolen im Februar ’21. Es entwickelten sich São Paulo und Rio de Janeiro sehr unterschiedlich. Während in der Megametropole die Inzidenzen gering waren, stiegen sie in Rio de Janeiro stark an. Vermutlich aufgrund der Delta-Variante in Verbindung mit geöffneten Bars und Restaurants. Zwischenzeitlich lagen die Zahlen in Rio und São Paulo auf sehr niedrigem Niveau, trotz der vorherrschenden Delta-Variante. Erwartungsgemäß schießen die Inzidenzen nun aber auch hier in die Höhe, da Omikron auch hier vorherrschend ist. Aber dank der Impfquoten sind keine starken Hospitalisierungen zu erwarten.

Risikobewertung durch das RKI

Die Einstufung als Risikogebiet durch das RKI berücksichtigt Aspekte wie Anzahl der Infektionen und Trends, Anteil schwerer Fälle und Ressourcenbelastung des Gesundheitssystems unter Berücksichtigung der getroffenen Maßnahmen der Prävention und Kontrolle. Das RKI hat Brasilien nun wieder zu einem Hochrisikogebiet heraufgestuft. Aber es ändert sich nicht viel, es muss nun nur zusätzlich die Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. Die Einschätzungen des RKI machen unseres Erachtens in dieser Phase der Pandemie nur noch wenig Sinn, da überall die Neuinfektionen hoch sind und eine Einschleppung nicht mehr wirklich ins Gewicht fällt. Zumal die Einreiseanmeldungen auch Kapazitätsgründen ohnehin nicht mehr ausgewertet werden dürften.

Impfsituation im Vergleich

Vergleich Deutschland und Brasilien zu USA und Großbritannien

Die Impfungen liefen in Deutschland und Europa sehr schleppend an, da Engpässe in der Impfstoffproduktion bis ins Frühjahr hinein bestanden. Zudem war die Beschaffungsstrategie der EU offensichtlich nicht ganz glücklich. Länder wie Großbritannien hatten besser verhandelt, so dass diese zu Beginn eine dreifache Anzahl von Impfdosen pro 100 Einwohner verabreicht haben. Aber Deutschland hat bei den Erstimpfungen aufgeholt und verringerte den Abstand mittlerweile auf 75% zu 77%. Deutschland hat damit das Niveau von den USA bei den Erstgeimpften überholt. Bei der Zahl der voll geimpften Personen hat Deutschland Großbritannien sogar überholt: 73% in Deutschland und 71% in Großbritannien sowie 63% in den USA. Aber die ehemaligen Spitzenreiter sind nun durch Länder wie Portugal klar abgehängt worden. Es müssen Mentalität, Erfahrungen mit Impfungen und Pandemien aber auch der Art und Weise der Kommunikation zusammenpassen. In Portugal sind nahezu alle Erwachsenen mittlerweile erstgeimpft und bald auch voll geimpft.

Die Boosterimpfungen sind in Großbritannien mit 54% schon gut fortgeschritten, ein möglicher Grund für die relativ wenigen Krankenhauseinweisungen und geringer Sterbezahlen trotz monatelanger hoher Inzidenzen. Deutschland hat 50%, USA 25% und Brasilien 19% Anteil Boosterimpfungen. Die geringe Erstimpfquote ist aber nach wie vor problematisch, da nach Ansicht der Experten vor allem die Ungeimpften die Pandemie treiben. Aus diesem Grund will Deutschland dem Beispiel Österreichs folgen und im Frühjahr eine Impfpflicht einführen. Wie dies letztendlich umgesetzt wird, bleibt fraglich. Es wird nicht so sein dass die „Unwilligen“ durch Polizist:innen zum Arzt gezerrt werden. Eher wird es wohl über Bußgelder und auf eine 1G Regel für alle öffentliche Bereiche hinauslaufen, so dass Ungeimpfte vom öffentlichen Leben praktisch ausgeschlossen werden.

Der Verlauf der Zahl der Erstimpfungen in den USA zeigt, dass man hier früh an die Grenzen der Impfbereitschaft stieß. Die Zahl der verimpften Dosen lag in den USA Ende Juli bei nur noch bei rund 15% des Spitzenwerts von Mitte April. Impf-Skeptiker scheinen besonders bei jungen Menschen („Betrifft mich ja nicht“) und gering gebildeten und Minderheiten ausgeprägt zu sein, so dass man Lotterien und andere Anreize geschaffen hat. Im Zuge der vermehrten Infektionen mit der Delta-Variante liegt die Anzahl der verimpften Dosen seit Wochen stabil bei 25% des ursprünglichen Spitzenwertes. Auch in Deutschland liegt die Zahl der verimpften Dosen Anfang Oktober nur bei einem Achtel des Spitzenwertes von Mitte Juni. Die Zahl der Impfskeptiker ist offensichtlich doch größer als zu Beginn gedacht. Brasilien impft seit Ende Juli mit hoher Geschwindigkeit, da hier vor allem die Quote der vollständig Geimpften noch gering ist und mittlerweile die Impfstoffe kein so stark limitierender Faktor mehr sind. Das Land impfte seit lange rund drei bis viermal schneller als Deutschland – auf pro Kopf bezogen! Mittlerweile haben die verimpften Dosen aber wieder auf das Niveau von Juli angezogen, was vor allem den Boosterimpfungen zuzuschreiben ist und leider weniger den ebenfalls wichtigen Erstimpfungen.

Erst-Impfkampagne in Deutschland fast zum Erliegen gekommen

Die Impfkampagne in Deutschland gewann im Mai und Juni ’21 an Dynamik, weil Betriebs- Fach- und Hausärzte neben den Impfzentren ebenfalls impften. Mittlerweile ist die Impfkampagne hinsichtlich neuer Erstimpfungen nahezu eingeschlafen. Es waren auch lange keine großen Anstrengungen der Bundesregierung erkennbar, vermutlich wegen Wahlkampf und Regierungsbildung. Die Zahl der verimpften Dosen steigt seit November aber vor allem wegen der Booster-Impfungen wieder an. In der vergangenen Woche wurden nur 3,5 Mio. Dosen verimpft. Es zeigt sich, dass auch die Zahl der Erstimpfungen wohl im Lichte der befürchteten Omikron-Welle leicht anzieht. Deutschland erlebte nicht die schockierenden Situationen wie in Portugal, Spanien und Italien. Deren Impfquoten sind entsprechend wesentlich höher. Die Zahl der Erstgeimpften steigt nach Angaben von ourworldindata.org in Deutschland mittlerweile wieder leicht auf 74,7%, wohingegen 72,6% der Bevölkerung bislang die zweite Impfung erhalten haben. Die Impfstrategie des Frühjahrs zu vorrangigen Erstimpfungen basierte auf der Erkenntnis, dass eine erste Impfung bei der Alpha-Variante schon einen guten Schutz gegen schwere Erkrankungen bieten konnte. Allerdings zeigte sich bei der Delta-Variante, dass nur voll geimpfte Personen einen wirksamen Schutz haben. Man sieht, wie schnell sich die Rahmenbedingungen für Impfkampagnen ändern.

Höhere Impfquoten als bislang angenommen in Deutschland? 

Die Impfquoten des Impfdashboards basieren auf den Daten des Digitalen Impfmonitoring (DIM). Diese liegen wesentlich niedriger als die Ergebnisse der aktuellen Covimo-Studie, die repräsentativ Bürger:innen unter anderem nach dem Impfstatus gefragt hat. Hier gaben 87,5% an, erstgeimpft zu sein und 80,9% zweitgeimpft zu sein. Das RKI erklärt die Differenz damit, dass Impfungen durch Betriebs- und Hausärzte nicht gemeldet wurden und die Daten des DIM als Untergrenze zu verstehen seien. Das RKI geht von bis zu 84% Erstgeimpften und bis zu 80% Zweitgeimpften in der erwachsenen Bevölkerung aus. Dies löste eine erneute Diskussion zum Freedom Day aus, an dem die Corona-Maßnahmen komplett zurückgenommen werden sollten. Aber mittlerweile ist klar, dass die Maßnahmen wieder verschärft werden.

Großbritannien zeigt bislang, dass eine Inzidenz von über 400 verkraftbar sein kann, wenn die gefährdeten Personengruppen durchgeimpft sind. Denn die Klinikeinweisungen liegen dort bei nur 30% des Spitzenwertes vom Jahresbeginn und die Zahl der Toten beträgt aktuell „nur“ 10% des Spitzenwertes von Ende Januar, ob die Zahl der Neuinfektionen im Juli 80% des Rekordwertes vom Jahresbeginn erreichte. Klar ist damit, dass sich die Zahl der Neuinfektionen und die Zahl der Hospitalisierten erfreulicherweise entkoppelt haben.

USA im Sog der Omikron-Welle

Eine traurige Entwicklung hingegen zeigte sich in den USA. Hier stieg die Inzidenz der Neuinfektionen auf das Niveau von Großbritannien, die Inzidenz der Klinikeinweisungen hat aber schon das Dreifache und die Inzidenz der Toten sogar das Vierfache von Großbritannien erreicht. Es ist ein struktureller Unterschied bei den Geimpften dahingehend zu vermuten, dass in den USA bei den gefährdeten Gruppen die Impfquote geringer ist, so dass diese häufiger schwerer erkranken. In Großbritannien hingegen werden offenbar vor allem jüngere Menschen infiziert. In Deutschland liegt die Impfquote bei über 60-jährigen laut RKI bei rund 90%, entsprechend haben die Sterberaten in Deutschland nun auch merklich zugenommen, da die Infektionen vulnerable Gruppen erreicht haben.

Brasiliens Impfwunder

In Brasilien wurden bislang hauptsächlich Sinovac (Coronavac, abgefüllt durch Butantan) und AstraZeneca (abgefüllt durch Fiocruz) verabreicht. Die Lieferungen von Biontech nehmen inzwischen merklich zu, so dass offensichtlich kaum mehr Sinovac verimpft wird und damit der Anteil der auch in der EU zugelassenen Impfstoffe steigt. Im nächsten Jahr soll das brasilianische Unternehmen Eurofarma auch mit der Abfüllung von jährlich 100 Millionen Biontech-Dosen beginnen, die nach Lateinamerika geliefert werden sollen. in Das Vacinômetro des Gesundheitsministeriums zeigt eine von uns errechnete Quote der Erstimpfungen von landesweit 78,6% und 69,4% bei den Zweitimpfungen. Damit hat Brasilien schon das Erstgeimpftenniveau von USA, Deutschland, Großbritannien überholt. Wir hatten zuvor das Impfdashboard und das Vacinometro der SUS als Datenquelle herangezogen. Um eine bessere Vergleichbarkeit zu haben, werden nun alle Werte einer Quelle entnommen, um ungenaue Ergebnisse durch unterschiedliche Erfassungsmethoden zu vermeiden.

Rio und São Paulo fast 100% Erstimpfquote 

Die Zahlen in São Paulo und Rio sind sehr beeindruckend: In beiden Megametropolen sind nahezu 100% der über 12-jährigen erstgeimpft und fast 80% der Erwachsenen vollständig geimpft. Brasilien hat nur wenige Impfskeptiker, selbst die Homöopathie-Anhänger dort lassen sich impfen. Der Grund ist, dass Brasilien noch in den 70er Jahren viele Tote durch Seuchen zu beklagen hatte. Impfungen werden deshalb als Segen betrachtet. Eine Erfahrung, die in Deutschland fehlt und eine Impfung bei leider vielen Menschen als optional erscheinen lässt. Ein Artikel des Spiegel zum Brasiliens-Impfwunder gibt mehr Hintergründe zur sehr positiven Impf-Entwicklung in Brasilien.

Laut des Panels Vacinômetro liegt der Anteil von Sinovac bei den bisherigen Impfungen bei 26,2%, AstraZeneca bei 35,9%, Biontech/Pfizer bei 36,1% und Johnson bei 1,8%. Also mittlerweile sind fast drei Viertel der Bevölkerung mit in der EU zugelassenen Impfstoffen geimpft. Es machte sich hier seit einiger Zeit auch der Effekt der „Sommelier das Vacinas“ (Impfstoff-Feinschmecker) breit, die bei der Anmeldung fragten, welcher Impfstoff verabreicht würde und diese dann ablehnen, wenn es nicht Biontech ist. Ähnliches kennen wir aus Deutschland und das bremst insgesamt die Erfolge aus. Nur Sinovac ist aus unserer Sicht wirklich eine merklich schlechtere Wahl, weshalb hier auch in Brasilien auch eine dritte Booster-Impfung mit mRNA Impfstoffen erfolgen soll. Zudem die ersten Sinovac Impfungen bereits über sechs Monate her sind. Biontech/Pfizer und AstraZeneca/Fiocruz sind auch die beiden einzigen Impfstoffe, die regulär zugelassen sind. Johnson&Johnson und Coronavac haben nur eine Notfallzulassung, weshalb diese auch den Zahlen nach zu urteilen kaum mehr verimpft werden.

Regionale Unterschiede in Brasilien

Ein Blick in die Zahlen der Regionen offenbart Unterschiede hinsichtlich der Mengen und Herstellern der verimpften Dosen. Während im Süden und Südosten (u.a. Rio und São Paulo) schon rechnerisch eine Dosis pro Kopf verimpft wurde, liegt die Quote im Nordosten (z.B. Salvador und Recife) bei 0,74 und im Norden (vor allem Amazonas) bei sogar nur 0,68. Dies hat neben wirtschaftlichen wohl auch logistische Gründe, weil in Millionenmetropolen die Impfungen einfach effizienter verabreicht werden können aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte. Aber dafür ist aktuell die Quote vom schlechteren Sinovac im Südosten noch sehr hoch, weil der Gouverneur vom Bundesstaat São Paulo früh mit dem Einkauf von Impfstoffen begonnen hat und damals nur Sinovac erhältlich war (siehe oben). Es ist zu vermuten, dass aber das Biotech-Präparat nun verstärkt in den Regionen Süden und Südosten zum Einsatz kommt, als als dritte Boosterimpfung bei denen, die vorher Sinovac erhalten haben.

Gute Aussichten für mehr Impfstoffe in Brasilien

Im vierten Quartal sollten noch 100 Mio. Dosen hinzugekommen sein. Die US-Regierung hat zudem angekündigt, 19 Millionen Dosen Biontech/Pfizer im Rahmen des COVAX-Programms nach Brasilien geben zu wollen. Über die politischen oder wirtschaftlichen Hintergründe kann man nur spekulieren, denn Brasilien sollte als größte Volkswirtschaft Südamerikas die Dosen weniger aus finanziellen Gründen benötigen als wirklich arme Länder der Welt. Aber schon beim aktuellen Impftempo sieht es danach aus, dass Brasilien bis Ende des Jahres alle Impfwilligen geimpft haben könnte. Es werden parallel auch schon die Auffrischungen („Dose Reforço“) durchgeführt. Brasilien hat übrigens bei der Impfkampagne 2010 gegen die Schweinegrippe 45% der Bevölkerung innerhalb von drei Monaten geimpft und gezeigt, wozu die Verwaltung fähig ist, wenn der Präsident nicht sabotiert.

Reisebedingungen bei Brasilienreisen

Wir haben nachfolgend nach bestem Wissen die Einreisebedingungen nach Brasilien und die Rückreisebedingungen nach Deutschland erläutert. Nach unserer Kenntnis haben aber leider nicht alle Airline-Mitarbeitenden beim Check-In aktuelle Änderungen im Blick. Um jeglichen Stress zu vermeiden, kann man in beiden Reiserichtungen trotzdem einen PCR-Test machen, um diesen bei Nachfrage vorlegen zu können. Dies ist ohnehin sinnvoll, um unfreiwillige Ansteckungen bei symptomfreien Verläufen vermeiden. Alternativ können vielleicht auch Ausdrucke der aktuellen Einreisebedingungen auf Englisch helfen, Unklarheiten beim Check-In zu beseitigen. Problematisch können auch Umstiegsverbindungen beim Rückweg nach Deutschland sein, wenn in dem Land noch strengere Bedingungen bei Umsteigen gelten.

Brasiliens Corona / Covid-19 Einreisebedingungen

Brasilien hat seit dem 30.12.2020 eine Einreiseverordnung, so dass nun vor der Einreise ein negativer Test sowie eine Gesundheitserklärung vorgelegt werden muss. Seit Oktober sind auch Antigen-Schnelltests zugelassen, wenn sie innerhalb von 24 Stunden vor dem Abflug erfolgt sind. Die neueste Einreiseverordnung 663 vom 20.12. wurde nach einem Gerichtsurteil überarbeitet. Es dürfen nur vollständig Geimpfte mit zusätzlichem Antigentest (max. 24h vor Abflug) oder PCR-Test (max 72h vor Abflug) einreisen. Die PCR- und Antigen-Tests müssen in englischer Sprache vorliegen, bedenken Sie dies bei der Auswahl Ihrer Teststation. Wir empfehlen immer den verlässlicheren PCR-Test zum Schutz Ihrer Mitmenschen. Der Genesennachweis ersetzt NICHT den Impfnachweis, wie dies bei uns der Fall ist.

Füllen Sie die Gesundheitserklärung der Gesundheitsbehörde ANVISA online aus und führen Sie diese ausgedruckt mit. Wundern Sie sich bitte nicht: Die Website spricht von einer Teilnahme an einer Umfrage „Survey“. Im ersten Schritt müssen Sie Name und E-Mailadresse angeben, an die ein Link zum Ausfüllen der Erklärung gesendet wird. Schauen Sie auch in den Spam-Ordner. Der PCR-Test ist ab 12 Jahren verpflichtend, 3-11 Jährige benötigen diesen nur, wenn sie unbegleitet reisen. Für Kinder bis 2 Jahren wird kein Test benötigt.

Reisekrankenversicherung dringend empfohlen

Eine Reisekrankenversicherung muss nicht nachgewiesen werden, ist aber dennoch selbstverständlich dringend empfohlen. Sollten Sie zudem einer Risikogruppe angehören, raten wir zudem von einer Reise ab. Denn die privatversicherte Gesundheitsversorgung für Touristen ist zwar auf deutschem Niveau, steht aber nur in größeren Städten zur Verfügung und Intensivbetten sind durch die Pandemie weniger verfügbar. Das heißt, auch bei anderen Erkrankungen besteht die Gefahr, nicht optimal behandelt zu werden. In staatlichen Krankenhäusern und Gesundheitszentren ist die Ausstattung nicht auf deutschem Niveau und Englisch wird zudem selten gesprochen. Bei einer Covid-19-Erkrankung mit Komplikationen ist in Deutschland eine wesentlich bessere Behandlung zu erwarten.

Wir beraten unsere Kunden natürlich gerne hinsichtlich einer passenden Auslandsreisekrankenversicherung, die auch bei einer Pandemie gültig sein muss. Gute Erfahrungen haben wir mit der preiswerten Auslandsreisekrankenversicherung der HanseMerkur gemacht, die mehrere Reisen pro Jahr mit einer maximalen Dauer bis 56 Tage abdeckt und sich bequem jährlich erneuert. Hanse Merkur bietet nun auch eine Corona-Zusatzschutz an, der auch die Kosten einer notwendigen Quarantäne und Transportverweigerung im Ausland absichert.

Reisen bei immer noch schwieriger Lage?

Sie können trotz der epidemischen Lage ohne Reisewarnung eine Brasilienreise antreten, allerdings können nach wie vor vereinzelt coronabedingte Leistungseinschränkungen (bspw. unvorhersehbare Ereignisse wie Flugstornierungen/entfallene Programmpunkte/eingeschränkte Services in Hotels etc.) auftreten, die aktuell nicht als Reisemangel reklamiert werden, da diese immer noch vorkommen können und nicht unserem Einflussbereich unterliegen. Selbstverständlich werden wir über bereits bekannte Einschränkungen vor Abreise informieren, notwendige Umbuchungen vornehmen und alles in unserer Macht stehende tun, damit die Brasilienreise trotz möglicher Einschränkungen eine Traumreise wird.

Die Entwicklung in Brasilien ist so vielversprechend bei Impfungen und Infektionen, dass die Reisewarnung aufgehoben wurde. Zurecht, wie wir finden. Natürlich werden nach wie vor Unsicherheiten hinsichtlich der Pandemie, möglicher Varianten etc. bestehen. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass sich ab Frühjahr 2022 nach den Omikron-Wellen die internationale Situation soweit entspannt haben wird, dass wieder nahezu unbeschwertes Reisen möglich sein wird.

Corona / Covid-19 Rückreisebedingungen nach Deutschland

Seit dem 28. September gilt die aktualisierte Einreiseverordnung, die nur noch zwischen Hochrisikogebiet und Virusvariantengebiet unterscheidet. Von der Einstufung hängen auch die vorgeschriebenen Maßnahmen bei Einreise nach Deutschland ab. Das RKI hat die Länderliste entsprechend aktualisiert. Brasilien wird mit Wirkung zum 23.1. wieder als Hochrisikogebiete geführt. Neben der allgemeinen Nachweispflicht (Geimpft, Genesen, Getestet) muss nun bei der Rückreise nach Deutschland auch die Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. Nachweise zur vollständigen Impfung (max. 9 Monate Gültigkeit) und Genesung (max. 3 Monate Gültigkeit) müssen beim Online-Ausfüllen vor der Einreise bereits ausgefüllt werden, um eine Quarantäne zu vermeiden.

Die am 30.1.21 in Kraft getretene Einreisesperre aus Brasilien wird entsprechend für vollständig Geimpfte aufgehoben, wenn sie mit in der EU anerkannten Impfstoffen geimpft wurden – das sind alle außer Coronavac/Butantã. Wer damit geimpft wurde, muss nach wie vor einen dringenden Reisegrund angeben und einen negativen Test  nachweisen. Mittlerweile hat sich auch die Situation der internationalen Flugverbindungen weiter normalisiert. Fast alle Airlines fliegen wieder São Paulo an und auch Rio steht bei Air France und TAP wieder auf der Liste der angeflogenen Ziele. Die Lufthansa fliegt ab März wieder von München nach Rio. Dennoch ist aktuell noch mit Flugausfällen zu rechnen, da in ganz Europa die Infektionszahlen wieder angezogen haben und Personalmangel Flugstreichungen nötig machen können.

Pflicht zum Ausfüllen der Einreiseanmeldung

Die digitale Einreiseanmeldung unter www.einreiseanmeldung.de ,muss nun wieder ausgefüllt werden. Laden Sie Nachweise der Impfung /Genesung gleich hoch, um eine Quarantäne zu vermeiden.

Nachweispflicht vor der Rückreise

Gemäß der aktuellen Einreiseverordnung müssen alle Einreisenden egal mit welchem Verkehrsmittel einen Nachweis über Impfung, Genesung oder Testung erbringen. Wer keinen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung vorlegen kann, muss einen negativen Test schon vor Abflug vorlegen. Hierbei darf der Abstrich bei einem PCR-Test nicht früher als 48 Stunden vor Abflug nach Deutschland vorgenommen worden sein. Bei einem Antigentest darf der Abstrich höchstens 48 Stunden vor Einreise nach Deutschland erfolgt sein. Bei einem Umstieg in einem Land des Schengenraums gilt zu diesem Zeitpunkt die Einreise im Sinne der Corona-Einreiseverordnung.

Die Einreiseverordnung hat nun auch die Regularien hinsichtlich Geimpft und Genesen gemäß RKI angepasst. Als Genesen gilt man nur zwischen 28 und 90 Tagen nach der positiven PCR-Testung. Mit zwei Impfungen gilt man nur noch 9 Monate als vollständig geimpft, hiernach muss spätestens geboostert werden. Bei Erstimpfung mit Johnson & Johnson braucht nun auch eine zweite Impfung, um als vollständig geimpft zu gelten und eine dritte Dosis, um als geboostert zu gelten.

Beachten Sie, dass Transitländer und Airlines dennoch einen Test von Geimpften oder Genesenen verlangen können, auch wenn dies bei der Einreise nach Deutschland nicht mehr vorgeschrieben ist. Bei Direktflügen mit der Lufthansa und Latam benötigen Sie entsprechend keinen PCR-Test, wenn Sie das europäische Genesenen- oder Impfzertifikat vorlegen können.

Der PCR-Test gilt als „Goldstandard“ und ist zuverlässiger als ein Antigen-Schnelltest, vor allem angesichts von Virusvarianten. Eine sichere und schnelle Lösung ist das Testzentrum von CR Diagnósticos am Flughafen São Paulo Guarulhos am Terminal 3, das für 350 BRL innerhalb von ca. 4h ein PCR-Testergebnis liefert. Kunden der Lufthansa, Swiss, TAP, KLM, Air France erhalten 10% Rabatt. Allerdings sollten Sie hier mit bis zu drei Stunden Wartezeit bis zur Probenentnahme rechnen. Beachten Sie, dass Sie das negative Testergebnis bereits beim Check-in vorlegen müssen, wobei es auch als PDF am Mobiltelefon gezeigt werden kann. Aus diesem Grund sollten Sie sicherheitshalber mindestens 9 Stunden vor Abflug am Flughafen eintreffen.

Am Flughafen Belo Horizonte gibt es eine vergleichbare Testmöglichkeit vom Labor Hermes Pardini, die nach eigenen Angaben ein Testergebnis in fünf Stunden liefern. Das sollte bei einer guten Flugverbindung ebenfalls ausreichen. Da der Abstrich nicht früher als 72 Stunden vor Einreise in Deutschland genommen werden darf, müssen Sie bei anderen Testmöglichkeiten (z.B. Testergebnis erst nach 24h) prüfen, ob zwischen Abstrich (Probenentnahme) und Eintreffen in Deutschland weniger als 72 Stunden liegen (Achtung Zeitverschiebung!). Sonst riskieren Sie ein Bußgeld und müssen sich erneut testen lassen und ggf. ein Hotel auf eigene Kosten bis zum Erhalt des Testergebnisses bezahlen. Die Bundespolizei prüft mittlerweile alle Reisenden aus Risikogebieten direkt beim Ausstieg aus dem Flugzeug. Sie können auch einen negativen Antigentest vorlegen, der in der Regel etwas preiswerter ist als ein PCR-Test. Es gilt aber zu beachten, dass der Abstrich höchstens 24h vor Einreise erfolgt sein darf. Auch muss das Testergebnis auf englischer Sprache sein und genaue Angaben zu Spezifität und Sensitivität sowie Testname enthalten muss. Damit scheiden in der Regel einfache Tests in Apotheken in Brasilien aus.

Keine Quarantänepflicht nach der Rückkehr

Es besteht keine Quarantänepflicht mehr bei der Rückkehr. Aber Ungeimpfte müssen beim Check-In einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen, der auch in englischer Sprache vorliegen muss.

Links zu Botschaften und Vertretungen in Deutschland und Brasilien

Notieren Sie sich möglichst die Kontaktdaten der Auslandsvertretungen für Deutschland, Schweiz oder Deutschland in Brasilien. Für weitere Fragen zur Einreise wenden Sie sich an die Brasilianische Botschaften in Berlin, Bern oder Wien.

Die Reisebeschränkungen für Österreich finden Sie auf der Informationsseite der österreichischen Bundesregierung. Das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz hat auch eine Informationsseite Corona für Reisende erstellt.

Corona / Covid-19 FAQ Brasilienreisen

Ich möchte nicht warten. Welche Kosten entstehen bei der Stornierung meine Brasilienreise?

Selbstverständlich können Sie Ihre Reise jederzeit stornieren. Wir nennen Ihnen gerne die anfallenden Stornogebühren, die von Ihren individuell gebuchten Leistungen abhängen. Aber wir möchten Ihnen gerne eine Verschiebung der Reise ans Herz legen. Dies können wir in Absprache mit unseren Partnern in Brasilien oft sogar ohne Umbuchungskosten vornehmen. Das gibt Ihnen, uns und auch unseren Partnern in Brasilien eine Planungssicherheit. Hinsichtlich individuell gebuchter Flüge müssen wir mögliche Kosten einer Verschiebung bzw. Stornierung prüfen. Sprechen Sie uns gerne an, damit wir die besten Optionen ausloten können.

Übernimmt meine Reiserücktrittsversicherung Stornierungskosten meiner Brasilienreise wegen Corona / Covid-19?

Reiserücktrittsversicherungen übernehmen nur in solchen Vorfällen die Kosten einer notwendigen Stornierung, wenn diese in den Versicherungsbedingungen genannt sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Buchende selbst oder einer der Mitreisenden unerwartet und schwer erkrankt (das gilt natürlich auch für COVID-19). In guten Versicherungsangeboten ist zudem ein Rücktritt wegen Einkommensverlusten bei Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit abgedeckt. Gute Erfahrungen haben wir mit der preiswerten Auslandsreisekrankenversicherung der HanseMerkur gemacht, die mehrere Reisen pro Jahr mit einer maximalen Dauer bis 56 Tage abdeckt und sich bequem jährlich erneuert. Sehen Sie hier die entsprechenden Corona-FAQ der Hanse-Merkur.

Mein Flug nach Brasilien wurde wegen Corona / Covid-19 storniert. Was muss ich tun?

Wir überwachen ständig den Status der von uns gebuchten Flüge. Sobald wir Kenntnis von der Streichung Ihres Fluges erlangen, setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung. Zuvor sprechen wir mit den Fluggesellschaften, da diese prinzipiell Ersatzflüge anbieten oder den Flugpreis erstatten müssen. Aktuell erfolgen die Erstattungen teilweise widerrechtlich zeitlich stark verzögert oder durch Gutscheine. Hier ist die Situation sehr dynamisch und wir suchen nach der besten Lösung für Sie.

Sollten Sie Ihren Flug selbst gebucht haben, müssen Sie bitte die Fluggesellschaft selbst kontaktieren. Denn wir haben keinen Zugriff auf Ihre Buchung und können deshalb auch keine Änderungen veranlassen. Aber auch hier ist die Airline im Prinzip verpflichtet, Ihnen einen Ersatzflug anzubieten oder die Erstattung vorzunehmen.

Wann kann ich wieder eine Reise nach Brasilien buchen?

Brasilien ist ab 19.9. kein Risikogebiet mehr. Damit sind Brasilienreisen uneingeschränkt wieder möglich. Wir sehen  eine weitere Entspannung der Pandemie-Situation Ende 2021, wenn Impfungen weiter fortgeschritten sind. Buchungen für Reisen ab dem ersten Quartal 2022 nehmen wir gerne entgegen und sehen auch eine große Chance, dass diese Brasilienreisen ohne größere Komplikationen möglich sind. Werfen Sie schon jetzt einen Blick auf unsere Brasilien-Rundreisen oder stellen Sie sich Ihre individuelle Brasilienreise aus unseren Brasilien-Reisebausteinen zusammen. Senden Sie uns gerne eine unverbindliche Reiseanfrage, wir kommen dann mit einem möglichen Reiseprogramm auf Sie zurück.

Rechtlicher Hinweis

Die obigen Informationen sind nach bestem Wissen zusammengestellt. Sie ersetzen aber keine Rechtsberatung oder verbindliche Auskünfte zuständiger europäischer oder brasilianischer Behörden hinsichtlich der jeweiligen Einreisebedingungen. Insofern übernehmen wir keinerlei Haftung für die oben aufgeführten Informationen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir individuelle Fragen über die obigen Angaben hinaus nur unseren Kundinnen und Kunden beantworten, die bei uns gebucht haben.