Corona in Brasilien
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FAQ Corona / Covid-19 Brasilien-Reisen

Zuletzt aktualisiert: 23.06.2021

Hier finden Sie Antworten zu bereits gebuchten oder geplanten Brasilienreisen im Zusammenhang mit Corona / Covid-19. Springen Sie gerne bei Bedarf gleich zu den gesuchten Informationen zu Corona in Brasilien. Sie finden auch viele Hintergrundinformationen zu den Entwicklungen der 7-Tages Inzidenz in Brasilien und den wichtigsten touristischen Zielen.

Brasilienreisen Anfang 2022 wieder möglich?

Trotz der nach wie vor beunruhigenden Zahlen und Meldungen zu Corona in Brasilien sind wir zuversichtlich, dass Sie Reisen nach Brasilien Anfang des nächsten Jahres antreten und entsprechend jetzt schon buchen können. Dann sollten die Impfungen mitsamt der Auffrischungen in Deutschland und Brasilien soweit fortgeschritten und Lösungen gefunden sein, dass ein entspanntes Reisen möglich ist. Kommen Sie frühzeitig auf uns zu, denn es ist nach vielen Monaten der Entbehrungen ohne Brasilienreisen mit einer großen Nachfrage zu rechnen. Schauen Sie auf unsere Seiten mit den Rundreisen oder Reisebausteinen, um sich schon inspirieren zu lassen.

Corona / Covid-19 in Brasilien

Die im März 2020 eingeführte weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für touristische Reisen ist seit Oktober entfallen. An ihre Stelle sind nun länderspezifische Reisewarnungen getreten, die anhand von Faktoren wie beispielsweise Infektionsgeschehen, Anzahl der Tests, Eindämmungsmaßnahmen und Verlässlichkeit der staatlichen Angaben ermittelt werden. Es werden automatisch Reisewarnungen durch das Auswärtige Amt ausgesprochen, wenn das Robert-Koch-Institut (RKI) ein Land oder eine Region zum Risikogebiet bzw. Hochrisikogebiet erklärt. Die für den 1. Juli angekündigten Lockerungen wurden nun vermutlich angesichts der weltweiten Ausbreitung der Delta-Variante weitgehend ausgesetzt und die Testpflicht für Flugreisen vernünftigerweise beibehalten.

Brasilien Virenmutationsgebiet

Brasilien wurde mit Wirkung zum 19.1. als ebensolches Gebiet mit Virusmutation eingestuft, sodass strengere Regeln bei der Einreise gelten. Seit dem 30.1. gilt zusätzlich ein Beförderungsverbot für Reisende aus Brasilien, welches auch in die seit Mai geltende Einreiseverordnung übernommen wurde. Ausnahmen gelten für Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland. Transitreisende können über Deutschland auch weiter in ihre Heimat außerhalb der Schengenzone direkt weiterfliegen, dürfen aber die Transitzone nicht verlassen.

Die Einreisebedingungen mit Tests und Quarantäne sind seit dem 13. Mai mit der Corona-Einreise-Verordnung auch bundeseinheitlich geregelt, wobei in diesem Zuge gleich die Regeln für Geimpfte und nachweislich Genesene berücksichtigt wurden. Hierauf gehen wir unten bei den Einreisebedingungen ein. Die EU hat inzwischen auch die Empfehlungen zu den Einreiseregeln dahingehend gelockert, dass Personen aus Ländern einreisen können, deren Inzidenz stabil unter 75 liegt und auch, wenn Personen mit in der EU zugelassen Impfstoffen (Biontech, AstraZeneca, Moderna, Johnson) vollständig geimpft wurden. Deutschland übernimmt diese Vorgaben zum 25. Juni. Einreisen aus Virusvariantengebieten sind aber auch weiterhin ausgeschlossen.

Es schien zunächst, dass die dritte Welle in Brasilien abklingen würde. Allerdings stagnieren die Zahlen seit Ende April und lagen um die Schwelle von 200. Aktuell stieg die 7-Tage Inzidenz in Brasilien bei 248 und der Trend zeigt leider wieder nach oben. Ob bei der wochenlangen Stagnation nachlassende Vorsicht („Wir sind ja bald alle geimpft“) gepaart mit neuen Mutationen der Grund ist, lässt sich nur mutmaßen. Auch gibt es aktuell Infektionsionsherde in Südbrasilien.

Eine zwischenzeitlich positive Aussicht war wohl mit ein Grund, dass Airlines zaghaft wieder die Flugverbindungen aufgenommen haben. Letztendlich sollte das Risiko einer Ansteckung bei PCR-Testungen und FFP2-Maskenpflicht gering sein, zumal die HEPA-Filter in Flugzeugen die Corona-Viren wirksam eindämmen dürften. Aber das „Einschleppen“ von Mutationen muss selbstverständlich verhindert werden.

Bei den Flügen von und nach Brasilien gibt es ein uneinheitliches Bild. Niederlande (KLM) hat die Beschränkungen zum 1.6. aufgehoben. Spanien (Iberia) hat indes noch bis 22.6. verlängert. Die TAP darf Seite Mitte Mai wieder „aus wichtigen Gründen“ fliegen, also eher Rückholungen und berufliche Anlässe. Auch Air France darf den Flugverkehr wieder aufnehmen, wenn auch bislang wie die Lufthansa nur über São Paulo. Flüge ab/nach Rio de Janeiro sind bislang noch ausgesetzt. Insgesamt ist also noch immer mit Flugausfällen zu rechnen.

Weitere Informationen finden Sie unten unter dem Punkt Rückreise nach Deutschland. Aktuelle Informationen zur Einstufung der Reisegebiete liefern das Auswärtige Amt und das RKI.

Situation in Deutschland

Der Lockdown dauerte November bis Ende Mai an – mit mehr oder weniger strengen Maßnahmen in den Bundesländern. Es wurde im März ein Stufenplan zur Lockerung der Maßnahmen entwickelt, der unterschiedliche Lockerungen bei Inzidenzwerten unter 50 und unter 100 vorsah. Die Entwicklung zeigte aber im Frühjahr durch die Mutationen klar in Richtung einer dritten Welle und so wurde das Infektionsschutzgesetz durch den Bundestag angepasst. Die „Bundesnotbremse“ sah härtere Maßnahmen in Regionen mit Inzidenz über 100 vor. Zum 30.6. wird die Bundesnotbremse auslaufen und nach aktuellem Stand auch nicht verlängert.

Die dritte Welle im Frühjahr konnte gestoppt werden, die RKI-Zahlen sinken seit Ende April von 169 auf aktuell 8. Die Alpha-Variante ist bei den Neuinfektionen nach Angaben des RKI in vielen Regionen vorherrschend. Es ist offensichtlich, dass die ergriffenen Maßnahmen zusammen mit dem Sonner-Effekt und mit den fortschreitenden Impfungen die Anzahl der Neuinfektionen mit den Mutanten im beherrschbaren Rahmen halten konnten. Das nächste Risiko ist eine Delta-Welle, da sich jetzt schon diese Variante bei niedrigen Inzidenzen mehr durchsetzt. Wenn sich im Zuge des Herbstes die Menschen wieder mehr drinnen aufhalten, könnte das Virus erneut „durchstarten“. RKI-Chef Wieler sagt  deshalb auch, dass es keine Frage des Ob, sondern wann die Delta-Welle Deutschland trifft. Nur vollständige Impfungen schützen vor Hospitalisierung. In England ist Delta-Variante mittlerweile vorherrschend und nach ersten Erkenntnissen nochmal 60% ansteckender und auch gefährlicher. Dennoch wird aktuell diskutiert, bei welchen Bedingung die Maskenpflicht schrittweise zurückgenommen werden kann. Der Sommer hat glücklicherweise eine erheblich dämpfende Wirkung auf die Ausbreitung.

Berechnung der Inzidenz von Corona / Covid-19 Infektionen in Brasilien

Die Corona-Informationsseite des brasilianischen Gesundheitsministeriums informiert tagesgenau über Infektionszahlen und Todesfälle aufgeschlüsselt nach Regionen, Bundesstaaten und Städten. Die für eine erste Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts unter anderem herangezogene 7-Tage-Inzidenz wird auf der brasilianischen Website zwar nicht ausgewiesen, wird aber von GloboTur auf der Basis der Neuinfektionen letzten sieben Tage laufend berechnet. Wir nutzen im Gegensatz zum RKI den Zeitraum bis zum jeweiligen Tag, da die brasilianische Informationsseite SUS nach unserer Erfahrung keine Fälle nachmeldet. Der von der SUS genutzte, gleitende 14-Tage Durchschnitt ist geeignet Tendenzen zu erkennen, ermöglicht aber nicht die Vergleichbarkeit zwischen Ländern und Regionen wie bei der Inzidenz, die sich auf 100.000 Einwohner bezieht.

Brasilien hatte die Corona-Pandemie Ende 2020 zwischenzeitlich gut im Griff. Dank der Maßnahmen der Gouverneure besonders betroffener Bundesstaaten war seit Anfang August eine Trendumkehr gelungen. Die Zahl der durchschnittlichen, täglichen Neuinfektionen (14 Tages-Schnitt) halbierte sich nach der ersten Welle zunächst auf rund 21.000. Aber im November war ein Anstieg der Neuinfektionen und Opferzahlen zu verzeichnen, die die bisherigen Rekordwerte der Toten zwischenzeitlich dreifach überstiegen. Die dritte Welle im März mit der Gamma Variante überstieg die zweite zu Jahresbeginn erneut und führte auch wieder zu einem rasanten, landesweiten Anstieg der Opferzahlen. Der Gipfel der dritten Welle scheint Anfang Mai überwunden, aber seither liegt die Inzidenz über 200 steigt jüngst sogar wieder.

Vergleichbarkeit Brasilien und Deutschland eingeschränkt

Die Vergleichbarkeit der Zahlen zwischen den Ländern ist eingeschränkt, unter anderem  aufgrund der viel geringeren Testquote in Brasilien. Das Land führte Stand Mitte September täglich nur 33 Test pro 100.000 Einwohner durch, Deutschland hingegen 196 Tests pro 100.000 Einwohner (Anmerkung: Neuere Daten liegen bei Our World in Data für Brasilien leider nicht vor, Deutschland macht aktuell rund 209 Test täglich pro 100.000 Einwohner). Die Fallsterblichkeit scheint in Brasilien mit 2,8% und Deutschland mit 2,4% auf den ersten Blick vergleichbar. Nur liegt der Altersdurchschnitt in Brasilien rund 17 Jahre niedriger. Es ist also davon auszugehen, dass unterschiedliche Altersstrukturen,  Gesundheitsversorgung, soziale Einbindung der Alten und weitere Faktoren einen Vergleich erschweren. Unabhängig von dieser Unsicherheit war aber der eindeutige Abwärtstrend bis Anfang November bei den Neuinfektionen aus der Entwicklung ablesbar. Und leider auch die Tatsache, dass die Zahl der Neuinfektionen und Opfer der dritten Welle das Krisenniveau vom Juli und Januar weit übersteigt.

Der bereits dritte Gesundheitsminister in der Pandemie Pazuello  warnte vor einer neuen Etappe der Pandemie durch die Gamma-Mutation, die nach aktuellen Erkenntnissen dreimal ansteckender ist und auch erneute Infektionen ermöglicht. Die starke Verbreitung der Mutante spiegelte sich dann auch in den steigenden Zahlen. Portugal zeigte zu Beginn des Jahres für Europa, welche verheerenden Auswirkungen die Verbreitung der ansteckenderen Alpha-Variante haben kann. Aber auch, wie sehr strenge Maßnahmen schnelle Besserung bringen können. Die absoluten Infektions- und Opferzahlen in Brasilien sind mit Deutschland zwar nicht vergleichbar, da die Bevölkerung dort fast dreimal größer ist. Aber natürlich sind die Zahlen traurig, jedes Opfer reißt ein tiefes Loch bei Familien und Freunden. 

Der 14-Tage-Durchschnitt der täglichen Todeszahlen war zwischenzeitlich in der dritten Welle dreimal so hoch wie im bisherigen Höhepunkt im Juni/Juli 2020 und es werden immer noch sehr hohe Opferzahlen gemeldet. Aber die Spitze scheint nun überschritten zu sein, da die Zahlen der Toten der letzten 24h wieder sinken, vielleicht auch durch die Priorisierung der Impfungen in Brasilien. In der ersten Welle im Mai lag in Brasilien die Fallsterblichkeit bei 7% und sank zwischenzeitlich auf 2,4%. Im Zuge der dritten Welle in Brasilien ist dieser Wert nun wieder auf 2,8% gestiegen. In Deutschland lag die Fallsterblichkeit im Juni 2020 am höchsten bei 4,7% und bewegt sich aktuell bei 2,4%. Sie zog seit November von 1,5% auf 2,9% an, da in der zweiten Welle noch mehr alte Menschen infiziert wurden und starben. Mit den Impfungen der Risikogruppen hat die Fallsterblichkeit in Deutschland bereits 0,5% im Vergleich vom Höchststand Ende Februar abgenommen.

Betrachtet man die aktuelle Sterblichkeit auf die 7-Tage-Neuinfektionen vor drei Wochen bezogen (Median-Zeitraum bis zum Versterben der Infizierten), ergibt sich ein aktuelleres Bild als bei den kumulierten Zahlen. Hier liegt die Sterblichkeit in Deutschland bei 1,9%, in Brasilien 3,1%. Dies ist wohl mehreren Faktoren zuzuschreiben: Bei uns sind die gefährdeten Gruppen weitgehend geimpft und die reservierten Intensivbetten wenig ausgelastet. Die wenigen, die in Deutschland jetzt schwer an COVID-19 erkranken, können also gut von mittlerweile erfahrenem Personal behandelt werden.

Die Auslastung der Intensivbetten in Brasilien liegt in fast allen Regionen bei über 90%. Aber schlimmer wiegt oft der Mangel an Personal und grundlegenden Materialien wie Medikamente oder Sauerstoff zur Beatmung. Entsprechend melden seit Ende März viele Städte einen akuten oder bevorstehenden Kollaps der Gesundheitssysteme. Gemäß einer Studie der Stiftung Fiocruz im März starben in den letzten zwölf Monaten in Brasilien 80% der beatmeten Intensivpatienten. In Deutschland lag diese Quote bei rund 50%. Im Zuge der zweiten Welle stieg dieser Wert seit November sogar auf 83,5%, in manchen Region sterben bis zu 90% der beatmeten Menschen. Einige Bundesstaaten hatte sogar die WHO direkt um Hilfe gebeten, da sie von Bolsonaro keine Unterstützung erwarteten.

Die Zahl der Toten ist ein eindeutiger Gradmesser für den Erfolg oder Misserfolg im Kampf gegen Corona. Stand Ende Januar hat Brasilien bislang 240 Tote pro 100.000 Einwohner zu verzeichnen, Deutschland noch rund 109 Tote pro 100.000 Einwohner. Dabei ist die Entwicklung unterschiedlich. In Deutschland waren durch die zweite Welle Ende des Jahres im Januar viele Tote zu beklagen. Der Anstieg konnte aber mittlerweile durch gesunkene Infektionen und bevorzugten Impfungen der Risikogruppen stark gebremst werden. In Brasilien hingegen war seit Mitte März ein starker Anstieg der Opfer zu verzeichnen, deren Dynamik sich inzwischen aber abgeschwächt hat. Vermutlich wurde der Anstieg auch hier durch die bevorzugte Impfungen alter Menschen gebremst.

Fallsterblichkeit in Brasilien etwas höher

Ein interessanter Vergleichswert die kumulierte Fallzahl der Todesopfer pro 100.000 Einwohner: Sie liegt in Brasilien bei 8.600 und in Deutschland bei 4.500. Es lässt sich hieraus die Fallsterblichkeit errechnen, die in Brasilien aktuell bei 2,8% und Deutschland bei 2,4% liegt. Oben haben wir bereits dargelegt, dass die Quote zwar auf den ersten Blick ähnlich hoch, aber unter anderem wegen der wesentlich jüngeren Bevölkerung nicht vergleichbar ist.

Die Quote zog in Deutschland seit November kontinuierlich an mit vielen Opfern zu Jahresbeginn 2021. Hier machte sich bemerkbar, dass die Bevölkerung in Deutschland älter ist und das Virus um den Jahreswechsel stark in Alten- und Pflegeheimen grassierte. Was die Alten in Deutschland in der ersten Welle durch die soziale Isolation in Heimen „schützte“, wurde hier zum Bumerang. Denn das Virus konnte sich schnell in den Heimen verbreiten, sobald es einmal durch Angehörige oder Pflegepersonal eingeschleppt wurde. In Italien hingegen starben in der ersten Welle viele alte Menschen, weil diese hier traditionell noch mehr in den Familien integriert sind und sich schnell bei den jungen Menschen in der ersten Welle angesteckt haben.

Priorisierung bei Impfung in Deutschland

Die Immunisierung der Menschen über 80 Jahren insbesondere in Alten- und Pflegeheimen hatte deshalb in Deutschland oberste Priorität, um die Todesfälle schnell zu senken. Die volle Immunität entwickelt sich aber erst zwei Wochen nach der zweiten Impfung, die wiederum 3-4 Wochen nach der erste Impfung erfolgt. So konnten tatsächlich erst Mitte Februar die Ende Dezember geimpften Personen als immunisiert gelten. Das erklärt die sehr hohen Todeszahlen in Deutschland in den ersten Wochen von 2021, die eben auf Infektionen beruhten, die 3-6 Wochen zuvor erfolgten. Vereinzelte, traurige Todesfälle ereigneten sich leider noch in Pflegeheimen, in denen zwar bereits alle Bewohner:innen geimpft wurden, aber die Immunisierung noch nicht aufgebaut werden konnte. Nach wie vor kommt es zu Infektionen in Pflege- und Altenheimen, da alte Menschen weniger Antikörper entwickeln. Der Schutz durch beispielsweise Masken wird deshalb auch weiter eine Rolle spielen neben den Impfungen.

Die Zahl der neuen Toten hat sich seither merklich abgeschwächt, so dass die sinkenden Neuinfektionen und vor allem auch die Impfungen ihre Wirkung entfalten. Experten sehen aufgrund der Mutationen die Gefahr, dass nun auch schon jüngere Menschen ab 40 kritisch erkranken und sterben könnten – und die Intensivstationen leider auch aufgrund der robusteren Gesundheit länger belegen. Aber mittlerweile sank die Zahl der Intensivpatienten in einem Maße, dass beispielsweise in Berlin die Pflicht zur Reservierung von Intensivbetten für Covid-Patienten entfallen ist.

Aktuelle 7-Tages Inzidenzen in ausgewählten Städten und Bundesstaaten Brasiliens

Stadt/Staat 7-Tage Inzidenz Wochentrend
Brasilien 248
D: 8
+29,1%
-33,3%
São Paulo 161 +54,0%
Rio de Janeiro 167 +20,7%
Manaus 106 +26,8%
Salvador 148 +11,7%
Amazonas 83 +7,7%
Mato Grosso do Sul 348 +1,8%
Mato Grosso 275 +8,4%
Aktuell Infizierte
pro 100.000 EW
553
D: 29
+23,0%
-27,5%
Laden Sie bei Interesse die Tabelle als pdf mit den Inzidenzen seit Oktober herunter. Unter den Schaubildern finden Sie auch jeweils den Link zu den CSV-Dateien. Wochentrend = Durchschnitt der Inzidenz der letzten 7 Tage im Vergleich mit dem Durchschnitt der Vorperiode

Deutschland trat trotz langen monatelangen Lockdowns im März in eine dritte Welle ein. Die Werte erreichten aber glücklicherweise nicht wieder die Rekord-Inzidenz der Neuinfektionen vom Dezember, obwohl sich Mutationen mit höherer Ansteckungsrate durchgesetzt hatten. Der Spitzenwert der Inzidenz lag in dieser Welle „nur“ bei 169 und sank seither auf den aktuellen Wert von 8 und liegt damit sehr weit unter der im März definierten Zielgeraden von 35, die weitgehende Lockerungen vorsah. Die Zahl der Toten stieg dank der Impfungen der vulnerablen Gruppen nicht im gleichen Maße an wie seinerzeit die Infektionen und sinkt nun auch wieder zusehends mit entsprechender Verzögerung auf durchschnittlich unter 100. In den Bundesländern sind nun weitreichende Lockerungen umgesetzt worden und eine Abschaffung der Maskenpflicht für Außenbereichein der Umsetzung. Zukünftige Risiken liegen in der ansteckenderen Delta-Variante in Kombination mit einer zunehmenden Sorglosigkeit der Bevölkerung, die nach Ansicht von Epidemiologen im Herbst eine vierte Welle begünstigen. Es wird sich zeigen, ob die Impfkampagne bis dahin eine gewisse Herdenimmunität geschaffen haben wird.

In Brasilien hingegen ging im Zuge der zweiten Welle der erste Spitzenwert 183 Mitte Januar bis Mitte Februar etwas zurück und stieg im März befeuert durch die Gamma Variante mit 257 auf den zweiten Spitzenwert des Jahres in einer dritten Welle. Die Zahlen sanken bis Ende April, um wochenlang auf dem Niveau zwischen 200 und 220 zu pendeln. Es ist nun eine leicht steigende Tendenz mit aktuell 248 zu verzeichnen. Zumindest „etwas beruhigend“ ist, dass die Werte brasilienweit nicht rasant steigen wie seinerzeit in Manaus angesichts der ansteckenderen, vorherrschenden Gamma Variante. Aber die nach wie vor hohen Infektionszahlen bergen die Gefahr der Entstehung weiterer „besorgniserregender Varianten (VOC)“. Und es zeigt sich, dass sich in einigen Regionen die kritische Situation festgesetzt hat. Die 7-Tage-Sterblichkeit bezogen auf die Infektionen von vor drei Wochen liegt hier immer noch bei hohen 3,1%, also über dem Durchschnitt seit Beginn der Pandemie. Dieser Wert ist in Deutschland auf 1,9% gefallen, ein Zeichen, dass sich weniger alte Leute infizieren und wohl auch die Behandlung besser geworden ist.

Es wird sich zeigen, wie sich die Zahlen in Brasilien mit Blick auf die Mutationen und Maßnahmen entwickeln. Hier werden die Maßnahmen auf kommunaler und bundesstaatlicher Ebene entschieden. So hatte São Paulo beispielsweise zu Jahresbeginn und aktuell immerhin tageweise die „rote Ampelphase“ ausgerufen, in der Restaurants und Geschäfte geschlossen werden müssen. Bolsonaro drohte den Bundesstaaten, die Lockdowns einführen wollten mit Kürzungen von Geldern. Er verunglimpfte Impfungen, verharmloste die Pandemie („Hört auf zu heulen“) und wollte (und will) das Land wieder öffnen, um die Wirtschaft nicht weiter zu belasten. So kann man denken, wenn man privilegiert ist und eine gute Krankenversorgung hat. Für die Mehrheit der Menschen in Brasilien trifft das leider nicht zu. Die Ärmsten und Schwächsten leiden besonders unter der Pandemie. An diesen Menschen hat Bolsonaro bekanntermaßen nicht wirklich großes Interesse.

Bolsonaro tauschte bereits dreimal den Gesundheitsminister in der Pandemie aus. der Präsident schlägt wohl vor allem angesichts der Rückkehr des beliebten früheren Präsidenten Lula auf die politische Bühne mildere Töne an. Aber ingesamt scheint die brasilianische Bevölkerung zunehmend unzufrieden mit der Pandemiebekämpfung des Präsidenten. Der Austausch von sechs Kabinettsmitgliedern bestätigt diese Unruhe bei Bolsonaro, die wohl auch darauf basiert, dass wichtige Wirtschaftsvertreter in einem offenen Brief eine Änderung der Politik forderten. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Brasilianerinnen und Brasilianer bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr erinnern, wer ihnen diese Katastrophe vorsätzlich eingebrockt hat.

Corona in Brasilien: Großes Land – große Unterschiede

Das Infektionsgeschehen in Brasilien ist regional recht unterschiedlich, bei einem Land dieser Größe auch nicht verwunderlich. Der zurückliegende Anstieg in ganz Brasilien kann vermutlich einerseits wohl auf eine nachlassende Vorsicht (bzw. Müdigkeit) im privaten Bereich (vor allem bei manchen Bevölkerungsgruppen wie wohlhabende und/oder junge Menschen) hindeuten, die in Deutschland und Europa wohl auch die zweite Welle beschert hat. Zudem schlagen nun auch die Gamma  Mutation stark durch in Form einer bei einer beschleunigten Ansteckung vor allem im privaten und beruflichen Umfeld.

Rio hatte die Silvesterfeier an der berühmten Copacabana und den Karneval abgesagt, da hier enorme Ansteckungsrisiken gesehen wurden. Der zunächst auf Juli verschobene Karneval wurde vernünftigerweise endgültig für das Jahr abgesagt. Die Inzidenz in Rio steigt seit Monaten stetig (ein statistischer Ausschlag im Mai) und liegt nun bei 167. Die Entwicklung einer neuen P1.2 Variante sowie Öffnungen von Ständen und Bars sind hier einer Absenkungen der Inzidenzen sicher nicht förderlich, der Wert steigt langsam immer weiter.

In São Paulo stieg die Inzidenz in der Spitze auf 269. Zur Eindämmung der Infektionen wurden vier Feiertage in die Woche vor Ostern vorgezogen und die Strände des Bundessstaates gesperrt, um eine Reisewelle zu vermeiden. Die Inzidenz in São Paulo stieg heute auf 161, liegt damit aber immer noch merklich unter dem Durchschnitt Brasiliens. Ob hier eine Einsicht bei der Bevölkerung in der Metropole erfolgt ist, dass Kontaktbeschränkungen notwendig sind? Eine Einsicht ist natürlich nur bei der Mittel und Oberschicht möglich. Viele prekär beschäftige Menschen in Brasilien haben einfach keine Wahl. Sie müssen arbeiten gehen und wohnen in sehr beengten Verhältnissen.

Zwischenzeitlich war auch ein Streit zwischen dem Präsidenten und manchen Gouverneuren hinsichtlich Pandemie- und Impfstrategie entbrannt, der in der Situation natürlich nicht hilfreich war. So versuchte São Paulo beispielsweise zu Jahresbeginn im Alleingang chinesische Impfstoffe für seine Bürgerinnen und Bürger zu besorgen. Der Präsident hat widerwillig eingelenkt, wohl um seinem Widersacher Doria, dem Gouverneur von São Paulo keinen Triumph zu gönnen. Die Impfungen mit dem Impfstoff Sinovac sind Mitte Januar gestartet. Allerdings sind die Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit sehr umstritten. Das zuständige Institut Butantan musste einräumen, dass die zuvor verkündete Effektivität von 78% falsch kalkuliert war. Sie liegt wohl tatsächlich nur bei 50,4% und damit nur 0,4% über der Mindestanforderung der WHO für eine Zulassung.

Das bekannt gewordene, nach Auskunft der Regierungen Südamerikas erpresserische Geschäftsgebaren von Pfizer in Lateinamerika führte verständlicherweise zur breiten Ablehnung des Impfstoffes durch die Regierungen. Angeblich wollte der US-Konzern, der vom Know-How der deutschen Tochter Biontech profitiert, zu Produktionspreisen verkaufen. Pfizer forderte wohl aber absurde Sicherheitsleistungen und umfassende Haftungsfreistellungen. Inzwischen wird auch AstraZeneca (abgefüllt durch Fiocruz) eingesetzt, das zu Produktionspreisen verkauft. Biontech/Pfizer und Johnson & Johnson sind erst seit Mai in geringen Mengen Einsatz. Sputnik hingegen erhielt Ende April keine Zulassung durch die brasilianische Gesundheitsbehörde ANVISA. Wichtig ist unseres Erachtens, dass den Geimpften klar kommuniziert wird, dass ein ausreichender Impfschutz durch Sinavac erst nach der zweiten Dosis vorhanden ist und sie sich weiter schützen müssen. Sonst droht ein gleicher Anstieg trotz hoher Impfquote wie vor ein paar Monaten in Chile.

Doppelte Katastrophe in Manaus

Manaus konnte die Inzidenz der Neuinfektionen nach dramatischen Monaten im Mai/Juni mit vielen Opfern auf 77 im November senken. Anfang des Jahres war Manaus aber wieder im Katastrophenmodus. Die Inzidenz lag zwischenzeitig bei knapp 600 und lag seit Wochen unter 100 und stieg nun wieder auf 106, liegt damit aber noch weit unter den Landesdurchschnitt. . Die Zahl der schwer Erkrankten stieg im Januar so stark, dass diese in anderen Bundesstaaten verlegt werden mussten. Manaus ist insofern ein wichtiges wissenschaftliches Untersuchungsfeld, weil die Stadt aufgrund von Blutuntersuchungen im Juni/Juli 2020 mit über 70% Infizierten („Herdenimmunität“) laut einer Studie als „durchseucht“galt, da sich hier das Virus aufgrund der sozialen Gegebenheiten (bspw. kleine Boote als Transportmittel) nahezu ungebremst ausbreiten konnte.

Die Gründe für die erneuten Infektionen wurden untersucht, die Gamma-Virusmutation (P.1) ist mittlerweile in Brasilien vorherrschend. Die Flüge von Manaus wurden seinerzeit leider nicht eingeschränkt, das Virus konnte sich entsprechend in Brasilien ausbreiten und sorgt nun für gleiche Bilder im ganzen Land wie im Januar in der „Hölle von Manaus“. Die Gamma Variante ist nach Einschätzungen von Experten Faktor 1,4 bis 2,2 ansteckender als der Wildtyp, entzieht sich leichter dem Immunsystem und ist insgesamt tödlicher, vor allem auch bei jüngeren Menschen. Solche Immun-Escape-Mutationen sind normal, aber mit steigenden Infektionenszahlen steigt auch das Risiko weiterer gefährlicherer Mutationen. Der Bundesstaat Amazonas liegt aktuell bei einer Inzidenz „nur“ 83.

Salvador konnte seine 7.-Tage-Inzidenz zwischenzeitlich auf unter 30 absenken. Nach einem Anstieg auf über 200 im März liegt die Inzidenz mittlerweile wieder konstant unter der Schwelle von 200, aber immer noch relativ hoch mit aktuell 148. Mato Grosso (Nord-Pantanal) verzeichnete seit November einen starken Anstieg auf fast 460. Der Wert sank zwischenzeitlich und liegt nun bei 275. Mato Grosso  ist damit leider weiter klar auf dem Niveau eines Hochrisikogebietes. Mato Grosso do Sul (Süd-Pantanal) war Ende letzten Jahres ein Sorgenkind mit sehr hoher Inzidenz. Diese sank seit dem Jahreswechsel und lag zwischenzeitlich mit rund 170 „nur“ auf dem Landesdurchschnitt. Aber auch hier zog die Inzidenz wieder so stark an, dass hier eine vierte Welle vorliegt, die wie jedes Mal das Niveau der vorigen Welle übertrifft. Die Inzidenz liegt nun bei besorgniserregenden 348. Treiber der Neuinfektionen ist wenig verwunderlich die Hauptstadt des Landes Campo Grande.

Rate der aktuell Infizierten in Brasilien fast zwanzigfach höher

Die Zahl der aktuell Infizierten bezogen auf 100.000 Einwohner liegt in Brasilien mit 553 fast zwanzigfach höher als in Deutschland mit 29, da hier die Zahl der Neuinfektionen seit Wochen stark gefallen ist. Der Wert in Brasilien liegt damit seit längerem rund ein Viertel höher als die Zahl aktiven Infektionen zum Höhepunkt der zweiten Welle in Deutschland.

GloboTur mit Erfahrungen aus erster Hand

Das Team von GloboTur war im Dezember und Januar im Bundesstaat São Paulo unterwegs, um neue Angebote für den Atlantischen Regenwald zu testen. Im öffentlichen Raum galten hier dieselben Regeln wie in Deutschland, die unseres Erachtens auch weitestgehend befolgt wurden. Alle Touren und Transfers fanden mit Masken statt – sogar im Regenwald, wenn nicht genügend Abstand eingehalten werden konnte. In der Stadt São Paulo wurde auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln nach unserem Eindruck die Maskenpflicht durchgängig und besser als beispielsweise in Berlin eingehalten. Auf belebten Straßen und Taxis trugen fast alle Maske. Allerdings traten hier vermutlich auch im beruflichen Umfeld vermehrt Infektionen auf, da dort nach unserer Kenntnis ebenfalls in den Unternehmen nicht durchgängig Masken getragen werden und Klimaanlagen die Ansteckung begünstigen. Durch die oft beengten Verhältnisse kann sich das Virus dann auch im privaten Umfeld schnell verbreiten. Man kann also Gründe für die traurige Situation in Brasilien nicht allein auf eine nachlässige Haltung der Bevölkerung verkürzen.

In São Paulo und Rio de Janeiro sind ein Großteil der Firmen mit Büroarbeitsplätzen ansässig. Entsprechend ist hier wegen des höheren Wohlstands auch mehr Homeoffice und Homeschooling möglich. Das war vielleicht der Grund für die zunächst unterdurchschnittliche Neuinfektionsrate der Millionenmetropolen im Februar. Es ist zu hoffen, dass Maßnahmen stärker angezogen werden, da sonst landesweit ein Drama wie in Manaus droht, bundesweit arbeiten die Krankenhäuser bereits am Limit. Ein bundesweiter Lockdown wird von Bolsonaro nach wie vor abgelehnt.

Risikobewertung durch das RKI

Die Einstufung als Risikogebiet durch das RKI berücksichtigt bei nomineller Unterschreitung des Schwellenwertes von 50 im zweiten Schritt weitere qualitative Aspekte wie Anzahl der Infektionen, Art des Ausbruchs (lokal/flächendeckend), Testkapazitäten und durchgeführte Tests sowie ergriffene Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie (Stringency Index). Von der Einschätzung dieser Aspekte wird abhängen, wann und in welcher Form (bspw. regionale Risikogebiete) die Einstufung von Brasilien aktualisiert wird. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass die Einstufung als Risikogebiet bis zum Herbst 2021 zurückgenommen wird, da die Gamma Variante vorherrschend ist und die Einstufung als Virusmutationsgebiet bislang weiter besteht. Inwiefern sich das in den nächsten Monaten auf die Möglichkeit zu Reisen nach Brasilien auswirkt, wird sich noch zeigen. Aber die aktuellen Impfungen und vor allem die ab Herbst anstehenden Auffrischungen schützen weitgehend vor diese Mutationen.

Impfsituation im Vergleich

Die Impfungen liefen in Deutschland und Europa sehr schleppend an, da Engpässe in der Produktion bis ins Frühjahr hinein bestanden. Zudem war die Beschaffungsstrategie der EU offensichtlich nicht ganz glücklich. Länder wie Großbritannien hatten besser verhandelt, so dass diese zu Beginn eine dreifache Anzahl von Impfdosen pro 100 Einwohner verabreicht haben. Klickt man im Schaubild des genannten Links auf den Tab „vaccinated“ = (Erstgeimpfte), hat Deutschland aufgeholt und verringerte den Abstand mittlerweile auf 52% zu 64%. Deutschland erreicht damit vermutlich Mitte Juli das Niveau der USA (aktuell 53%) bei den Erstgeimpften. Auch bei der Zahl der voll geimpften Personen schmilzt der Vorsprung zusehends: 32% in Deutschland versus 46% im Vereinigten Königreich. In den USA liegt die Zahl der Zweitgeimpften bei 45%. Die stagnierende Zahl der Erstimpfungen zeigt hier klar, dass man bereits an die Grenzen der Impfbereitschaft stößt. Die Zahl der verimpften Dosen liegt in den USA bei nur noch einem Drittel im Vergleich zu Mitte April. Impf-Skeptiker scheinen besonders bei gering gebildeten und Minderheiten ausgeprägt zu sein, so dass man Lotterien und andere Anreize geschaffen hat. Lauterbach sieht in der unheilvollen Kombination von steigendem Anteil der Delta Variante sowie stagnierenden Inzidenzen und Impfzahlen einen „Sturm“ auf die USA zukommen.

Die Impfkampagne in Deutschland hat endlich sichtlich an Dynamik gewonnen, weil Betriebs- Fach- und Hausärzte nun neben den Impfzentren ebenfalls impfen. In der vergangenen Woche wurden 5,7 Mio. Dosen verimpft. So stieg die Zahl der Erstgeimpften nun auf 51,6%, wohingegen nur 32,4% der Bevölkerung bislang die zweite Impfung erhalten haben. Es ist klar die geänderte Impfstrategie zu vorrangig Erstimpfungen erkennbar. Diese Strategie basiert auf der Erkenntnis, dass eine erste Impfung schon einen guten Schutz gegen schwere Erkrankungen bietet. Im Laufe des Sommers ist wieder eine stärkere Angleichung der Erst- und Zweitimpfungs-Kurven zu rechnen. Bis dahin wird aber die Zunahme der Erstimpfungen etwas gebremst, da nun die leider immer noch knappen Impfdosen für die anstehenden Zweitimpfungen benötigt werden. Curvac fällt leider aus und Johnson & Johnson hat wegen Verunreinigungen Lieferprobleme. Trotzdem sieht es so aus, dass noch im September die Herdenimmunität erreicht werden kann. Dies geschieht hoffentlich bevor der Sommereffekt nachlässt und die ansteckendere Delta Variante eine neue Welle beschert.

In Brasilien werden hauptsächlich Sinovac (Coronavac, abgefüllt durch Butantan) und AstraZeneca (abgefüllt durch Fiocruz) verabreicht. Das heißt, der pharmazeutisch wirksame Arzneistoff wird geliefert und dann in Brasilien abgefüllt. Bei Sinovac ist man immer noch von den Lieferungen aus China abhängig, die immer wieder mal gekürzt wurden. Das Vacinômetro des Gesundheitsministeriums zeigt, dass Anteil von Sinovac bei den bisherigen Impfungen bei 48,4%, AstraZeneca bei 46,3% und Biontech/Pfizer bei 5,3% liegt, wobei aktuell vermehrt AstraZeneca und Biontech verimpft werden und der Anteil von Sinovac entsprechend sinkt. Die Quote der Erstimpfungen liegt landesweit bei 30,7%, die Zweitimpfungen bei 11,6% .

Die ersten positiven Effekte trotz niedriger Impfquoten sind in Brasilien dank der Periodisierung schon sichtbar: Die Todesfälle unter den über 80-Jährigen hat sich halbiert, die Sterberate unter Medizinern ist gesunken und auch die Todesfälle unter der indigenen Bevölkerung nehmen ab. Die US-Regierung hat angekündigt, dass 19 Millionen Dosen Biontech/Pfizer im Rahmen des COVAX-Programms nach Brasilien gespendet werden sollen. Über die politischen oder wirtschaftlichen Hintergründe kann man nur spekulieren, denn Brasilien sollte als größte Volkswirtschaft Südamerikas die Dosen weniger aus finanzielle Gründen benötigen als wirklich arme Länder.

Da Brasilien auf der Liste der Virusvariantengebiete des RKI steht, ist eine Einreise von brasilianischen Staatsbürgern nach Deutschland trotz Impfung mit einem in Europa zugelassenen Impfstoff aktuell nicht möglich. Da die Impfstoffe auch bei den Varianten gut wirken, hoffen wir auf eine Änderungen dieser Vorgaben in den nächsten Monaten.

Es wurden in Deutschland am 9.5. Lockerungen für nachweislich Genesene und Geimpfte umgesetzt und entsprechend bei der bundesweit einheitlichen Einreiseverordnung berücksichtigt. So müssen diese Personengruppen („3G“) keinen Test beim Betreten von Geschäften vorweisen oder sich nach der Rückreise aus „normalen“ Risikogebieten nicht in Quarantäne begeben. Wenn jemand einen Impfpass mit Impfnachweis (letzte, vollständige Impfung liegt mindestens zwei Wochen zurück) oder positiven PCR-Test vorlegen kann, der zwischen 28 Tage und 6 Monate alt  ist, werden diese aktuell negativ Getesteten gleichgestellt. Auch werden Geimpfte und Genesene nicht bei Zusammenkünften als zusätzliche Personen gezählt. Seit dem 9. Juni ist auch der digitale Impfpass als App verfügbar. Der QR-Code für den Impfnachweis wird durch die Impfstellen generiert und kann anschließend über die CovPass-App oder die Corona-Warn-App importiert werden, welche die Daten ausschließlich lokal speichern. Seit dem 14. Juni können Apotheken ebenfalls diesen Impfnachweis generieren, wenn der Impfpass vorgelegt wird. Eine Apothekensuche ist auf der Webseite mein-apothekenmanager.de möglich.

Eine Ungewissheit besteht dann hier in Deutschland wie in Brasilien noch, wie sich die Situation bei stärkerer Immunisierung angesichts weiterer Mutationen entwickelt, entsprechend ist eine notwendige Auffrischung innerhalb von sechs Monaten im Gespräch. Aber wir teilen die Zuversicht von Prof. Wieler vom RKI und hoffen, dass im Herbst eine breite Immunisierung vorherrschen wird. Dennoch sind internationale Massenveranstaltungen noch zu früh. Das sah man auch beim Oktoberfest so und hat es trotz der bisherigen positiven Entwicklungen abgesagt. Der Berliner Marathon hat ein Konzept für max. 30.000 Teilnehmende eingereicht und hofft aktuell auf Genehmigung Modell-Veranstaltung durch den Senat. Die Befürchtungen scheinen nicht unbegründet, denn England zeigt aktuell, dass trotz 46% vollständig Geimpften die Inzidenz seit Ende April von 17 auf aktuell 105 erhöht hat, so dass die für 21. Juni geplanten Lockerungen um vier Wochen verschoben wurden.

Reiseeinschränkungen bei Brasilienreisen

Brasiliens Corona / Covid-19 Einreisebedingungen

Reisen nach Brasilien sind aktuell grundsätzlich möglich, auch wenn eine Reisewarnung besteht. Es ist aber weiterhin mit Flugausfällen vor allem angesichts der kritischen Situation in ganz Europa zu rechnen, so dass eine gewisse zeitliche Flexibilität seitens der Reisenden notwendig werden kann. Auch Brasilien hat seit dem 30.12. wieder eine Einreisebeschränkung, so dass nun vor der Einreise ein negativer PCR-Test sowie eine Gesundheitserklärung vorgelegt werden muss. Füllen Sie die Gesundheitserklärung der Gesundheitsbehörde ANVISA online aus und führen Sie diese ausgedruckt mit. Wundern Sie sich bitte nicht: Die Website spricht von einer Teilnahme an einer Umfrage „Survey“. Im ersten Schritt müssen Sie Name und E-Mailadresse angeben, an die ein Link zum Ausfüllen der Erklärung gesendet wird. Schauen Sie auch in den Spam-Ordner. Der PCR-Test ist ab 12 Jahren verpflichtend, 3-11 Jährige benötigen diesen nur, wenn sie unbegleitet reisen. Für Kinder bis 2 Jahren wird kein Test benötigt.

Reisekrankenversicherung dringend empfohlen

Eine Reisekrankenversicherung muss nicht nachgewiesen werden, ist aber dennoch selbstverständlich dringend empfohlen. Sollten Sie zudem einer Risikogruppe angehören, raten wir zudem von einer Reise ab. Denn die privatversicherte Gesundheitsversorgung für Touristen ist zwar auf deutschem Niveau, steht aber nur in größeren Städten zur Verfügung und Intensivbetten sind durch die Pandemie kaum verfügbar. Das heißt, auch bei anderen Erkrankungen besteht die Gefahr, nicht optimal behandelt zu werden. In staatlichen Krankenhäusern und Gesundheitszentren ist die Ausstattung nicht auf deutschem Niveau und Englisch wird zudem selten gesprochen. Bei einer Covid-19-Erkrankung mit Komplikationen ist in Deutschland eine wesentlich bessere Behandlung zu erwarten.

Wir beraten unsere Kunden natürlich gerne hinsichtlich einer passenden Auslandsreisekrankenversicherung, die auch bei einer Pandemie gültig sein muss. Gute Erfahrungen haben wir mit der preiswerten Auslandsreisekrankenversicherung der HanseMerkur gemacht, die mehrere Reisen pro Jahr mit einer maximalen Dauer bis 56 Tage abdeckt und sich bequem jährlich erneuert. Hanse Merkur bietet nun auch eine Corona-Zusatzschutz an, der auch die Kosten einer notwendigen Quarantäne und Transportverweigerung im Ausland absichert.

Reisen trotz Reisewarnung?

Unsere Kunden können trotz der bestehenden Reisewarnung eine Brasilienreise natürlich auf eigenen Wunsch antreten, allerdings können in diesem Falle coronabedingte Leistungseinschränkungen (bspw. unvorhersehbare Ereignisse wie Flugstornierungen/entfallene Programmpunkte/eingeschränkte Services in Hotels etc.) nicht als Reisemangel reklamiert werden. Selbstverständlich werden wir über bereits bekannte Einschränkungen vor Abreise informieren, notwendige Umbuchungen vornehmen und alles in unserer Macht stehende tun, damit die Brasilienreise trotz der möglichen Einschränkungen eine Traumreise wird.

Wie auch die Bundesregierung raten wir aber aktuell von touristischen Reisen ab, weil Sie die Reise nicht so wie sonst genießen können. Wir empfehlen Ihnen einen Reisezeitraum in der späten zweiten Jahreshälfte oder gar 2022, wenn die Impfungen weiter vorangeschritten sind und sich die Lage vermutlich wieder normalisiert haben wird.

Corona / Covid-19 Rückreisebedingungen nach Deutschland

Seit dem 13.5.2021 gilt eine bundeseinheitliche Einreiseregelung für Einreisen auch Risikogebieten. Voll geimpfte Personen (seit letzter Impfung mindestens zwei Wochen vergangen) und nachweisliche Genesene (Vorlage eines positiven PCR-Tests zwischen 28 Tagen und 6 Monate alt) müssen keinen PCR-Test vorlegen oder in Quarantäne gehen, wenn sie aus einem normalen Risikogebiet einreisen. Brasilien gilt jedoch nach wie vor als Virusvariantengebiet. Aus diesem Grund ist auf jeden Fall ein negativer PCR-Test und eine Quarantäne von 14 Tagen für alle Einreisenden vorgeschrieben.

Die am 30.1. in Kraft getretene Einreisesperre bedeutet explizit kein Flugverbot wie in anderen Ländern. Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis und Wohnsitz in Deutschland sowie Transitreisenden dürfen weiterhin nach Deutschland einreisen. Allerdings steigt durch das Beförderungsverbot wieder die Gefahr von Flugausfällen.

Sonderfall TAP

Die TAP fliegt nun wieder von Brasilien nach Portugal und weiter nach Europa. Die Lufthansa befördert Gäste nur außerhalb des Schengenraums weiter. Aber die Regeln bei der Rückreise mit der TAP sind etwas bürokratischer. Es muss zusätzlich zur Einreiseanmeldung auch eine Passenger Locator Card nach dem Checkin ausgefüllt werden, die den Sitzplatz zu Zwecken der Nachverfolgung dokumentiert.

Test vor der Rückreise

Da Brasilien aktuell als Gebiet mit Virenmutation gilt, müssen alle für den Check-in am Flughafen einen negativen Corona-Test vorlegen.  Hierbei darf der Abstrich nicht früher als 72 Stunden vor Einreise am deutschen Flughafen vorgenommen worden sein. Bei einem positiven Test muss man sich selbstverständlich in Quarantäne in Brasilien begeben und darf diese für 14 Tage nicht verlassen. Ein Rückflug ist in dem Fall natürlich nicht möglich.

Der Negativ-Test muss auch den Einreisebehörden vorgelegt und bei Bedarf dem örtlichen Gesundheitsamt übermittelt werden. Der PCR-Test gilt als „Goldstandard“ und ist zuverlässiger als ein Antigen-Schnelltest. Letzterer reicht aber nach Auskunft der Corona-Informationsseite des Bundesgesundheitsministeriums und des RKI ebenfalls für den Nachweis einer nicht vorliegenden Infektion aus, solange die WHO-Kriterien (≥80% Sensitivität und ≥97% Spezifität) erfüllt werden, allerdings darf hier der Abstrich nicht älter als 24 Stunden bei Einreise sein. Wichtig ist zudem, dass das Testzertifikat auch auf Englisch, Französisch oder Deutsch ausgestellt ist und die genaue Bezeichnung des Tests mit Hersteller und Spezifikationen aufgeführt wird. Aus diesem Grunde scheiden sicher viele (preiswerte) Testmöglichkeiten beispielsweise in einer Apotheke aus, da hier in der Regel kein Zertifikat in einer der geforderten Übersetzungen und den gewünschten Angaben erhältlich ist. Die Airline, Einreisebehörden und das Gesundheitsamt werden den Test ablehnen, wenn dieser nicht die Bedingungen erfüllt.

Eine sichere und schnelle Lösung ist das Testzentrum von CR Diagnósticos am Flughafen São Paulo Guarulhos am Terminal 3, das für 350 BRL innerhalb von ca. 4h ein PCR-Testergebnis liefert. Kunden der Lufthansa, Swiss, TAP, KLM, Air France erhalten 10% Rabatt. Allerdings sollten Sie hier mit bis zu drei Stunden Wartezeit bis zur Probenentnahme rechnen. Beachten Sie, dass Sie das negative Testergebnis bereits beim Check-in vorlegen müssen, wobei es auch als PDF am Mobiltelefon gezeigt werden kann. Aus diesem Grund sollten Sie sicherheitshalber mindestens 9 Stunden vor Abflug am Flughafen eintreffen.

Am Flughafen Belo Horizonte gibt es eine vergleichbare Testmöglichkeit vom Labor Hermes Pardini, die nach eigenen Angaben ein Testergebnis in fünf Stunden liefern. Das sollte bei einer guten Flugverbindung ebenfalls ausreichen. Da der Abstrich nicht früher als 72 Stunden vor Einreise in Deutschland genommen werden darf, müssen Sie bei anderen Testmöglichkeiten (z.B. Testergebnis erst nach 24h) prüfen, ob zwischen Abstrich (Probenentnahme) und Eintreffen in Deutschland weniger als 72 Stunden liegen (Achtung Zeitverschiebung!). Sonst riskieren Sie ein Bußgeld und müssen sich erneut testen lassen und ggf. ein Hotel auf eigene Kosten bis zum Erhalt des Testergebnisses bezahlen. Die Bundespolizei prüft mittlerweile alle Reisenden aus Risikogebieten direkt beim Ausstieg aus dem Flugzeug.

Quarantänepflicht nach der Rückkehr

Neben der Testpflicht besteht aktuell bei der Rückkehr aus dem Virusvariantengebiet Brasilien grundsätzlich eine einheitlich Quarantänepflicht von 14 Tagen. Zusätzlich müssen sich alle Einreisenden online unter www.einreiseanmeldung.de frühestens drei Tage vor der Einreise registrieren. Die Daten werden dem lokalen Gesundheitsamt übermittelt, damit man sich bei den Einreisenden ggf. melden kann. Es wird ein PDF-Dokument generiert, das man ausdrucken und der Airline zum Antritt des Fluges sowie den Einreisebehörden vorzeigen muss. Das Dokument kann der Reisenden ebenso wie den Test auch elektronisch vorzeigen.

Berücksichtigen Sie bei Ihrer Reiseplanung auf jeden Fall bis zu 14 Tage für die häusliche Isolierung nach der Rückkehr. Diese Quarantäne kann nicht durch einen negativen Test beendet werden.

Regionale Tageszeitungen liefern oft praktische Übersichten über mögliche Corona-Testzentren und Kosten (Bürgertest gratis, PCR-Test schon ab 40 Euro). Sie finden diese Übersichten in der Regel über den Suchbegriff „Covid Test“ + Ihre Region bei Internet-Suchmaschinen.  Beachten Sie, dass es zukünftig keine Entschädigung mehr bei Verdienstausfall geben wird, wenn Sie aus einem Risikogebiet einreisen und in Quarantäne müssen. Mehr Informationen finden Sie auf der Corona-Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Links zu Botschaften und Vertretungen in Deutschland und Brasilien

Notieren Sie sich möglichst die Kontaktdaten der Auslandsvertretungen für Deutschland, Schweiz oder Deutschland in Brasilien. Für weitere Fragen zur Einreise wenden Sie sich an die Brasilianische Botschaften in Berlin, Bern oder Wien.

Die Reisebeschränkungen für Österreich finden Sie auf der Informationsseite der österreichischen Bundesregierung. Das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz hat auch eine Informationsseite Corona für Reisende erstellt.

Corona / Covid-19 FAQ Brasilienreisen

Ich möchte nicht warten. Welche Kosten entstehen bei der Stornierung meine Brasilienreise?

Selbstverständlich können Sie Ihre Reise jederzeit stornieren. Wir nennen Ihnen gerne die anfallenden Stornogebühren, die von Ihren individuell gebuchten Leistungen abhängen. Aber wir möchten Ihnen gerne eine Verschiebung der Reise ans Herz legen. Dies können wir in Absprache mit unseren Partnern in Brasilien oft sogar ohne Umbuchungskosten vornehmen. Das gibt Ihnen, uns und auch unseren Partnern in Brasilien eine Planungssicherheit. Hinsichtlich individuell gebuchter Flüge müssen wir mögliche Kosten einer Verschiebung bzw. Stornierung prüfen. Sprechen Sie uns gerne an, damit wir die besten Optionen ausloten können.

Übernimmt meine Reiserücktrittsversicherung Stornierungskosten meiner Brasilienreise wegen Corona / Covid-19?

Reiserücktrittsversicherungen übernehmen nur in solchen Vorfällen die Kosten einer notwendigen Stornierung, wenn diese in den Versicherungsbedingungen genannt sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Buchende selbst oder einer der Mitreisenden unerwartet und schwer erkrankt (das gilt natürlich auch für COVID-19). In guten Versicherungsangeboten ist zudem ein Rücktritt wegen Einkommensverlusten bei Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit abgedeckt. Gute Erfahrungen haben wir mit der preiswerten Auslandsreisekrankenversicherung der HanseMerkur gemacht, die mehrere Reisen pro Jahr mit einer maximalen Dauer bis 56 Tage abdeckt und sich bequem jährlich erneuert. Sehen Sie hier die entsprechenden Corona-FAQ der Hanse-Merkur.

Mein Flug nach Brasilien wurde wegen Corona / Covid-19 storniert. Was muss ich tun?

Wir überwachen ständig den Status der von uns gebuchten Flüge. Sobald wir Kenntnis von der Streichung Ihres Fluges erlangen, setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung. Zuvor sprechen wir mit den Fluggesellschaften, da diese prinzipiell Ersatzflüge anbieten oder den Flugpreis erstatten müssen. Aktuell erfolgen die Erstattungen teilweise widerrechtlich zeitlich stark verzögert oder durch Gutscheine. Hier ist die Situation sehr dynamisch und wir suchen nach der besten Lösung für Sie.

Sollten Sie Ihren Flug selbst gebucht haben, müssen Sie bitte die Fluggesellschaft selbst kontaktieren. Denn wir haben keinen Zugriff auf Ihre Buchung und können deshalb auch keine Änderungen veranlassen. Aber auch hier ist die Airline im Prinzip verpflichtet, Ihnen einen Ersatzflug anzubieten oder die Erstattung vorzunehmen.

Wann kann ich wieder eine Reise nach Brasilien buchen?

Aussagen zur zukünftigen Situation hinsichtlich von Brasilienreisen sind aktuell schwierig. Aber wir erhoffen uns eine Verbesserung der Pandemie-Situation im Ende 2021, wenn die Impfkampagnen zumindest bei der ersten beiden Risikogruppen erfolgreich gewesen sind. Buchungen für das letzte Quartal nehmen wir deshalb gerne entgegen und sehen auch eine große Chance, dass diese Brasilienreisen ohne größere Komplikationen möglich sind. Werfen Sie schon jetzt einen Blick auf unsere Brasilien-Rundreisen oder stellen Sie sich Ihre individuelle Brasilienreise aus unseren Brasilien-Reisebausteinen zusammen. Senden Sie uns gerne eine unverbindliche Reiseanfrage, wir kommen dann mit einem möglichen Reiseprogramm auf Sie zurück.

Rechtlicher Hinweis

Die obigen Informationen sind nach bestem Wissen zusammengestellt. Sie ersetzen aber keine Rechtsberatung oder verbindliche Auskünfte zuständiger europäischer oder brasilianischer Behörden hinsichtlich der jeweiligen Einreisebedingungen. Insofern übernehmen wir keinerlei Haftung für die oben aufgeführten Informationen.

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Thema "Brasilienreise und Corona / Covid 19"

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