Corona / Covid-19 Informationen
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FAQ Corona / Covid-19 Brasilien Reisen

Zuletzt aktualisiert: 21.01.2021

Hier finden Sie Antworten zu bereits gebuchten oder geplanten Brasilienreisen im Zusammenhang mit Corona / Covid-19.  Springen Sie gerne bei Bedarf gleich zu den Zahlen der 7-Tages Inzidenz Brasilien in ausgewählten Bundesstaaten und Städten oder zu den aktuellen Einreisebedingungen nach Brasilien mitsamt der Rückreisebedingungen nach Deutschland. Zusätzlich finden Sie hier viele ergänzende Detailinformationen zum Thema Corona bzw. Covid-19 in Brasilien.

Wir haben als Brasilien-Spezialist selbstverständlich die aktuelle Corona-Situation im Blick und stehen im Austausch mit den Airlines und unseren Partnern vor Ort in Brasilien. Gleich vorneweg: Wir sind überzeugt, dass Sie guten Gewissens im Frühjahr 2021 Reisen nach Brasilien für die zweite Jahreshälfte buchen können. Kommen Sie rechtzeitig auf uns zu, denn es ist nach vielen Monaten ohne Reisen mit einer großen Nachfrage zu rechnen. Schauen Sie auf unsere Seiten mit den Rundreisen oder Reisebausteinen, um sich schon inspirieren zu lassen.

Corona / Covid-19 – Dynamische Situation

Die Lage bei den Brasilienreisen ist sehr unübersichtlich und fast täglich ändern sich nicht nur Einreisebeschränkungen und Quarantänevorgaben, sondern auch Storno- und Umbuchungsbedingungen der Fluggesellschaften für Brasilienreisen. Wir beobachten aufmerksam die Entwicklungen und geben Ihnen rechtzeitig Bescheid, ob und welche Einschränkungen es für Ihre bei uns gebuchte Brasilienreise geben wird.

Die im März eingeführte weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für touristische Reisen ist seit 1. Oktober 2020 entfallen. An ihre Stelle sind nun länderspezifische Reisewarnungen getreten, die anhand von Faktoren wie beispielsweise 7-Tage Inzidenz, Anzahl der Tests und Verlässlichkeit der staatlichen Angaben ermittelt werden. Es werden automatisch Reisewarnungen durch das Auswärtige Amt ausgesprochen, wenn das Robert-Koch-Institut (RKI) ein Land oder eine Region als Risikogebiet bzw. Hochrisikogebiet einstuft. Dies kann sich sehr schnell ändern, so dass die Einstufung als Risikogebiet kurz vor oder während der Reise eintreten kann und entsprechende strengere Testpflichten und Quarantäneregeln gelten. Wir raten hier dazu, sich vor und während Ihrer Brasilienreise laufend zu informieren.

So wurde Brasilien mit Wirkung zum 19.1. als Gebiet mit Virusmutation eingestuft, so dass ab sofort beim Check-in für den Flug nach Deutschland schon ein negativer Test vorgelegt werden muss, der bei Einreise nach Deutschland nicht älter als 48 Stunden sein darf.  Weitere Informationen finden Sie unten unter Rückreise nach Deutschland. Aktuelle Informationen liefern das Auswärtige Amt und das RKI.

Aufgrund des starken Anstiegs der Infektionszahlen in Deutschland Ende des letzten Jahres wurde ein Lockdown bis vorerst zum 14. Februar beschlossen und dabei weiterhin von privaten Reisen dringend abgeraten. Zudem wird nach der Corona-Verordnung in Regionen mit Inzidenzen über 200 die Bewegungsfreiheit auf 15 km beschränkt, was de facto ein Reiseverbot darstellt. Es ist deshalb mit weiteren Einschränkungen für Reisen (bspw. Flüge, Einreisebedingungen) zu rechnen, wenn diese Einschränkungen beispielsweise in Städten wie Berlin oder Hamburg greifen. Glücklicherweise sinken die Zahlen aktuell durch die strengen Auflagen weiter.

Corona / Covid-19 – aktuell in Brasilien

Die Corona-Informationsseite des brasilianischen Gesundheitsministeriums informiert tagesgenau über Infektionszahlen und Todesfälle aufgeschlüsselt nach Regionen, Bundesstaaten und Städten. Die für eine erste Risikobewertung des Robert-Koch-Instituten unter anderem herangezogene 7-Tage-Inzidenz wird auf der brasilianischen Website zwar nicht ausgewiesen, wird aber von GloboTur auf der Basis der Neuinfektionen letzten 7 Tage laufend berechnet. Wir nutzen im Gegensatz zum RKI den Zeitraum bis zum entsprechenden Tag, da die brasilianische Informationsseite SUS nach unserer Kenntnis keine Fälle nachmeldet.

Brasilien hatte die Corona-Pandemie zwischenzeitlich gut im Griff. Dank der Maßnahmen der Gouverneure besonders betroffener Bundesstaaten war seit Anfang August eine Trendumkehr gelungen. Die Zahl der durchschnittlichen Neuinfektionen (14 Tages-Schnitt) halbierte sich zunächst auf rund 21.000 pro Tag. Aber seit November ist eine zweite Welle zu verzeichnen, die den Durchschnitts-Spitzenwert vom Juli bei den Neuinfektionen übersteigt und damit dem Muster der zweiten Welle Deutschlands folgt. Die Zahl der aktiven Infektionen auf 100.000 Einwohner bezogen übersteigt in Brasilien nun wieder Deutschland, nachdem Brasilien im letzten Quartal 2020 bessere Zahlen aufweisen konnte.

Die Vergleichbarkeit der Zahlen zwischen den Ländern ist allerdings eingeschränkt, unter anderem  aufgrund der viel geringeren Testquote in Brasilien (10%), die damit bei nur rund ein Drittel der deutschen Testquote liegt (Quelle: Worldometer). Ist deshalb zu vermuten, dass die Zahl der Infektionen weit höher liegen würde bei mehr durchgeführten Tests? Gestützt wird diese Annahme durch einen Blick auf die Daten von Spanien. Werte wie kumulierte Infektionsraten (2500/100.000 Einwohner) , Mortalität  (75/100.000 Einwohner) und Letalität (3%) sind zunächst mit Brasilien vergleichbar. Aber das Durchschnittsalter liegt in Brasilien mit rund 10 Jahren wesentlich niedriger, die Mortalität sollte also entsprechend geringer sein. Vor allem, weil die Bundesstaaten Brasiliens laut Stringenz-Index zu Beginn der Pandemie strengere Maßnahmen als Spanien und Deutschland bis zum erneuten Lockdown Ende Oktober umgesetzt haben. Aber die schlechte Gesundheitsversorgung gerade der armen Bevölkerung macht diesen Vorteil vermutlich zunichte. Die Letalität (DE: 2,0% BR: 2,9% ESP: 3,0%) kann also einer hohen Zahl von unentdeckten Fällen oder auch einer schlechteren Gesundheitsversorgung zugeschrieben werden. So könnte vielleicht eine Erhöhung der Testrate auf das deutsche Niveau noch mehr Fälle zum Vorschein bringen.

Unabhängig von dieser gewissen Unsicherheit war aber der eindeutige Abwärtstrend bis Anfang November bei den Neuinfektionen aus der Entwicklung ablesbar. Und leider auch die Tatsache, dass die Zahl der Neuinfektionen aktuell das Krisenniveau vom Juli übersteigt. Wie weit die zweite Welle über die erste wie in Europa hinausschießt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Seit dem 10. Januar verharren die Werte Brasilien um die 180.

Die Zahl der Toten hat nun entsprechend mit kurzer zeitlicher Verzögerung auf das Niveau der ersten Welle angezogen und es ist die gleiche Letalität wie in der ersten Welle festzustellen. In Deutschland liegt die Zahl der Infektionen hingegen über der ersten Welle, die Anzahl der Toten hat aber nicht im gleichen Maße zugenommen. Es wird gemeinhin Lerneffekten in der Medizin und höheren Kapazitäten in der Intensivmedizin zugeschrieben. Entsprechend kann die hohe Zahl der Toten in Brasilien wohl vor allem dem Gesundheitssystem zugeschrieben werden, das weniger Reserven hat und diese wenigen teilweise in der abnehmenden Welle auch noch abgebaut hat. Aktuell fehlt es beispielsweise in Manaus an einfachsten Dingen wie Sauerstoff für die Beatmung der Covid-Patienten, so dass dieser eingeflogen werden muss.

Stadt/Staat 7-Tage Inzidenz zum Vortag
(Werte vom 21.01.2021)
Brasilien 178 (-2,3%)
DE: 119 (-4,0%)
São Paulo 147 (0,0%)
Rio de Janeiro 77 (-8,3%)
Salvador 148 (-26,5%)
Manaus 449 (-15,9%)
Amazonas 430 (-8,3%)
Mato Grosso (Nord-Pantanal) 262 (-4,1%)
Mato Grosso do Sul (Süd-Pantanal) 247 (-0,6%)
Aktuell Infizierte
pro 100.000 EW
430 (+4,8%)
DE: 333 (-0,6%)

Werte als Tabelle seit 28. Oktober als pdf.

Der Jahreswechsel hat wegen geringerer Test und Meldungen an die Ämter in Brasilien und Deutschland zu vorübergehend geringeren Inzidenzen geführt. Es ist aber nun ein Trend dahingehend erkennbar, dass in Deutschland die Zahlen weiter leicht sinken und in Brasilien aktuell auf dem Niveau um 180 stabil liegen. Es wird sich zeigen, wie sich die Zahlen angesichts strengerer Verordnungen in Deutschland weiter entwickeln. In Brasilien werden die Maßnahmen auf kommunaler und bundesstaatlicher Ebene entschieden. So hatte São Paulo beispielsweise immerhin tageweise die “rote Ampelphase” ausgerufen, in der Restaurants geschlossen werden müssen. Bei den Infektionen zeigt Rio mit einer Inzidenz 77 aber aktuell eine bessere Entwicklung als die Millionenmetropole São Paulo mit 147. Die Bilder der vollen Strände in den deutschen Medien spiegeln sich also offenbar nicht in den Statistiken wider.

Damit ist das Infektionsgeschehen in Brasilien regional recht unterschiedlich, bei einem Land dieser Größe auch nicht verwunderlich. Dieser Anstieg in ganz Brasilien kann einerseits wohl auf eine nachlassende Vorsicht im privaten Bereich (vor allem bei manchen Bevölkerungsgruppen wie wohlhabende und/oder junge Menschen) hindeuten, die in Deutschland und Europa vermutlich auch die zweite Welle beschert hat. In Brasilien ist nun auch Sommer, der in Rio mit vollen Stränden und Bars einhergeht. Auch hält man sich bei heißen Temperaturen bevorzugt in klimatisierten Räumen auf, die bei fehlenden Filtern Infektionen begünstigen. Rio hat aber bereits die Silvesterfeier an der berühmten Copacabana und den Karneval abgesagt, da hier enorme Ansteckungsrisiken gesehen wurden. Man hat in Brasilien mit den Impfungen zweier Anbieter begonnen und hofft, den Karneval in Rio am 8.-11. Juli nachholen zu können. Die aktuell geringe Zahl der Neuinfektionen geben dem rigiden Kurs in Rio recht. Allerdings ist ein Streit zwischen dem Präsidenten und manchen Gouverneuren hinsichtlich Pandemie und der Impfstrategie entbrannt, der die Situation weiter verschärft. So hat São Paulo beispielsweise im Alleingang Impfstoffe für seine Bürgerinnen und Bürger besorgt. Der Präsident hat nun eingelenkt und fordert die Produktion von Impfstoffen durch das brasilianische Institut Butantan.

Manaus konnte die Inzidenz der Neuinfektionen nach dramatischen Monaten im Mai/Juni mit vielen Opfern auf 77 im November senken. Mittlerweile ist Manaus aber wieder im Katastrophenmodus, die Inzidenz liegt bei 450 und die Zahl der schwer Erkrankten steigt so stark, dass diese in anderen Bundesstaaten verlegt werden müssen. Manaus ist insofern ein wichtiges wissenschaftliches Untersuchungsfeld, weil die Stadt aufgrund von Blutuntersuchungen im Juni/Juli als “durchseucht” (“Herdenimmunität) galt, da sich hier das Virus aufgrund der sozialen Gegebenheiten (bspw. kleine Boote als Transportmittel) nahezu ungebremst ausbreiten konnte. Dennoch liegen die Neuinfektionen wieder extrem hoch. Die Gründe hierfür werden aktuell untersucht, es wurden Neuinfektionen mit der Virusmutation E484K nachgewiesen. Diese Variante bereitet Experten große Sorgen, da diese wie die britische Variante ansteckender ist als das ursprüngliche Virus und offenbar auch erneute Ansteckungen möglich sind. Leider spiegelt sich dies nicht in nationalen Eindämmungsmaßnahmen durch Flugverbote wider. Aus diesem Grund wurde auch gesamte Brasilien zum Risikogebiet mit Virusmutation (Stufe 3) erklärt.

Salvador konnte seine Inzidenz zwischenzeitlich auf unter 30 absenken, gilt aber nach einem sprunghaften Anstieg im neuen Jahr mit rund 148 ebenfalls wieder als Risikogebiet. Mato Grosso (Nord-Pantanal) und und Mato Grosso do Sul (Süd-Pantanal) verzeichnen seit November einen starken Anstieg auf über 250, nach dem es sich lange gebessert hatte. Die Zahl der aktuell Infizierten liegt in Brasilien mit 430 nun wieder vor Deutschland mit 333.

Verlauf 7 Tage Inzidenz Corona Covid-19 Brasilien
Quellen: rki.de und susanaltico.saude.gov.br  // Berechnung Inzidenz Brasilien aufgrund der gemeldeten Fälle. Wenn tägliche Werte wegen Serverstörung nicht verfügbar waren, wurde der Durchschnittswert herangezogen.

Das Team von GloboTur war im Bundesstaat São Paulo unterwegs, um neue Angebote für den Atlantischen Regenwald zu testen. Im öffentlichen Raum gelten hier dieselben strengen Regeln wie in Deutschland, die auch weitestgehend befolgt werden. Alle Touren und Transfers finden mit Masken statt, sogar im Regenwald, wenn nicht genügend Abstand eingehalten werden kann. In der Stadt São Paulo wird auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln nach unserem Eindruck die Maskenpflicht durchgängig und besser als beispielsweise in Berlin eingehalten. Auf belebten Straßen und Taxis tragen fast alle Maske. In São Paulo und Rio de Janeiro ist auch mehr Homeworking und Homeschooling möglich, wegen des höheren Wohlstands und mehr Bürojobs. Das ist vielleicht der Grund für die unterdurchschnittliche Neuinfektionsrate der Millionenmetropolen. Aber da sich die Infektionsraten dennoch erhöhen, ist hier eine hohe Nachlässigkeit im privaten bzw. familiären Bereich zu vermuten. Es ist zu hoffen, dass Maßnahmen wieder angezogen werden, da sonst landesweit ein Drama wie in Manaus droht.

Die Einstufung als Risikogebiet durch das RKI berücksichtigt bei nomineller Unterschreitung des Schwellenwertes von 50 im zweiten Schritt weitere qualitative Aspekte wie Anzahl der Infektionen, Art des Ausbruchs (lokal/flächendeckend), Testkapazitäten und durchgeführte Tests sowie ergriffene Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie (Stringency Index). Von der Einschätzung dieser Aspekte wird abhängen, wann und in welcher Form (bspw. regionale Risikogebiete) die Einstufung von Brasilien aktualisiert wird. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass die Einstufung als Risikogebiet bis zum Frühjahr 2021 zurückgenommen wird, da die Lage hier in Europa wie dort doch zu unübersichtlich ist und ein Lockdown in Deutschland bis mindestens in den Februar hinein zu erwarten ist. Manche Experten erwarten sogar einen Lockdown bis Ostern. Diese Einschätzung teilen wir vor allem aus Gründen der Hoffnung nicht.

Ab wann ist eine Brasilienreise wieder möglich?

Aussagen zur zukünftigen Situation hinsichtlich von Brasilienreisen sind aktuell schwierig. Aber wir erwarten eine Verbesserung der Pandemie-Situation im Sommer 2021, wenn im Frühjahr Impfkampagnen zumindest bei Risikogruppen erfolgreich sind. Buchungen im Frühjahr 2021 für die zweite Jahreshälfte nehmen wir deshalb gerne entgegen und sehen auch eine große Chance, dass diese Brasilienreisen ohne größere Komplikationen möglich sind. Werfen Sie schon jetzt einen Blick auf unsere Brasilien-Rundreisen oder stellen Sie sich Ihre individuelle Brasilienreise aus unseren Brasilien-Reisebausteinen zusammen. Senden Sie uns gerne eine unverbindliche Reiseanfrage, wir kommen dann mit einem möglichen Reiseprogramm auf Sie zurück.

Das allerwichtigste ist jetzt aber:
Passen Sie weiter auf sich auf. Bleiben Sie zuversichtlich!

Nutzen Sie einen Mund-Nasen-Schutz, halten Sie Abstand und installieren Sie die Corona-Warn-App, um die Infektionsketten zu unterbrechen!

Herzliche Grüße

José da Silva
GloboTur – Mein Brasilien-Spezialist

Wichtige Fragen und Antworten zu Corona / Covid-19

Brasilienreisen und die Folgen der Pandemie

Wann kann ich wegen Corona / Covid-19 wieder nach Brasilien reisen?

Wir rechnen wegen der aktuellen Bedingungen in Brasilien und aktuell in Deutschland nicht mit einer Rücknahme der Reisewarnung für Brasilien bis Frühjahr 2021.

Einreise nach Brasilien

Reisen nach Brasilien sind aktuell grundsätzlich möglich, auch wenn eine Reisewarnung besteht. Es ist aber weiterhin mit Flugausfällen vor allem angesichts der kritischen Situation in ganz Europa zu rechnen, so dass eine gewisse zeitliche Flexibilität seitens der Reisenden notwendig werden kann. Brasilien hat seit dem 30.12. wieder eine Einreisebeschränkung, so dass nun vor der Einreise ein negativer PCR-Test sowie eine Gesundheitserklärung vorgelegt werden muss. Füllen Sie die Gesundheitserklärung der Gesundheitsbehörde ANVISA online aus und führen Sie diese ausgedruckt mit. Wundern Sie sich bitte nicht: Die Website spricht von einer Teilnahme an einer Umfrage “Survey”. Im ersten Schritt müssen Sie Name und E-Mailadresse angeben, an die ein Link zum Ausfüllen der Erklärung gesendet wird. Schauen Sie auch in den Spam-Ordner. Der PCR-Test ist ab 12 Jahren verpflichtend, 3-11 Jährige benötigen diesen nur, wenn sie unbegleitet reisen. Für Kinder bis 2 Jahren wird kein Test benötigt.

Eine Reisekrankenversicherung muss nicht nachgewiesen werden, ist aber dennoch selbstverständlich dringend empfohlen. Sollten Sie zudem einer Risikogruppe angehören, raten wir zudem von einer Reise ab. Denn die privatversicherte Gesundheitsversorgung für Touristen ist zwar auf deutschem Niveau, steht aber nur in größeren Städten zur Verfügung und die Intensivbetten sind auch nur sehr begrenzt verfügbar. In staatlichen Krankenhäusern ist die Ausstattung nicht auf deutschem Niveau und Englisch wird zudem selten gesprochen. Bei einer Covid-19-Erkrankung mit Komplikationen ist in Deutschland eine bessere Behandlung zu erwarten.

Unsere Kunden können trotz der bestehenden Reisewarnung eine Brasilienreise natürlich auf eigenen Wunsch antreten, allerdings können in diesem Falle coronabedingte Leistungseinschränkungen (bspw. unvorhersehbare Ereignisse wie Flugstornierungen/entfallene Programmpunkte etc.) nicht als Reisemangel reklamiert werden. Selbstverständlich werden wir über bereits bekannte Einschränkungen vor Abreise informieren, notwendige Umbuchungen vornehmen und alles in unserer Macht stehende tun, damit die Brasilienreise trotz der möglichen Einschränkungen eine Traumreise wird. Wir beraten unsere Kunden natürlich auch gerne hinsichtlich einer passenden Auslandsreisekrankenversicherung, die auch bei einer Pandemie gültig sein muss. Gute Erfahrungen haben wir mit der preiswerten Auslandsreisekrankenversicherung der HanseMerkur gemacht, die mehrere Reisen pro Jahr mit einer maximalen Dauer bis 56 Tage abdeckt und sich bequem jährlich erneuert.

Rückreise nach Deutschland

Die Bundesregierung hat am 13.1. eine neue Verordnung für Einreisen aus Risikogebieten beschlossen. Es werden nun die Einreisebedingungen abgestuft. Brasilien wurde mit Wirkung zum 19.1. zum Hochrisikogebiet mit Virenmutation erklärt. Aus diesem Grunde muss für den Check-in bereits ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der bei Einreise nach Deutschland nicht älter als 48 Stunden ist. Dieser Test muss auch den Einreisebehörden vorgelegt werden und bei Bedarf dem örtlichen Gesundheitsamt übermittelt werden. Es gibt ein Testzentrum am Flughafen São Paulo Guarulhos am Terminal 3, das für 350 BRL innerhalb von ca. 4h ein Testergebnis liefert. Allerdings sollten Sie hier mit rund 2-3 Stunden Wartezeit rechnen, bis die Probenentnahme erfolgt. Beachten Sie, dass Sie das negative Testergebnis bereits beim Check-in vorlegen müssen, wobei es auch als PDF am Mobiltelefon gezeigt werden kann. Aus diesem Grund sollten Sie aktuell rund 9 Stunden vor Abflug am Flughafen eintreffen. Eine Testung in der Stadt São Paulo ist auch möglich, die Ergebnisse des Anbieters CR liegen beispielsweise morgens um 7 vor, wenn am Vortag die Proben entnommen wurden. Beachten Sie aber, dass Sie den 48-Stunden-Zeitraum bis zur Einreise nach Deutschland nicht überschreiten.

Neben der Testpflicht besteht aktuell bei der Rückkehr aus Brasilien grundsätzlich Quarantänepflicht von 10 Tagen. Zusätzlich müssen Sie sich online unter www.einreiseanmeldung.de frühestens 3 Tage vor der Einreise registrieren. Die Daten werden Ihrem lokalen Gesundheitsamt übermittelt, damit man sich bei Ihnen ggf. melden kann. Es wird ein PDF-Dokument generiert, das Sie ausdrucken und der Airline zum Antritt des Fluges sowie den Einreisebehörden vorzeigen müssen. Sie können das PDF auch elektronisch vorzeigen. Prüfen Sie zudem die Einreisebedingungen für Ihr Bundesland.

Berücksichtigen Sie bei Ihrer Reiseplanung also auf jeden Fall 10 Tage für die Quarantäne nach der Rückkehr, die nur bei einem weiteren negativen PCR-Test (frühestens nach 5 Tagen durchführbar) vorzeitig beendet werden darf. Der Patientenservice 116117 bietet eine Übersicht zum Thema Corona-Test in Ihrer Region. Da aber zuweilen die Testergebnisse erst nach 2-3 Tagen vorliegen, ist ein “Freitesten” nur bedingt sinnvoll. Beachten Sie, dass es zukünftig keine Entschädigung mehr bei Verdienstausfall geben wird, wenn Sie aus einem Risikogebiet einreisen und in Quarantäne müssen. Mehr Informationen finden Sie auf der Corona-Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Notieren Sie sich möglichst die Kontaktdaten der Auslandsvertretungen für Deutschland, Schweiz oder Deutschland in Brasilien. Für weitere Fragen zur Einreise wenden Sie sich an die Brasilianische Botschaften in Berlin, Bern oder Wien.

Die Reisebeschränkungen für Österreich finden Sie auf der Informationsseite der österreichischen Bundesregierung. Das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz hat auch eine Informationsseite Corona für Reisende erstellt.

Ich möchte nicht warten. Welche Kosten entstehen bei der Stornierung meine Brasilienreise?

Selbstverständlich können Sie Ihre Reise jederzeit stornieren. Wir nennen Ihnen gerne die anfallenden Stornogebühren, die von Ihren individuell gebuchten Leistungen abhängen. Aber wir möchten Ihnen gerne eine Verschiebung der Reise ans Herz legen. Dies können wir in Absprache mit unseren Partnern in Brasilien oft sogar ohne Umbuchungskosten vornehmen. Das gibt Ihnen, uns und auch unseren Partnern in Brasilien eine Planungssicherheit. Hinsichtlich individuell gebuchter Flüge müssen wir mögliche Kosten einer Verschiebung bzw. Stornierung prüfen. Sprechen Sie uns gerne an, damit wir die besten Optionen ausloten können.

Übernimmt meine Reiserücktrittsversicherung Stornierungskosten meiner Brasilienreise wegen Corona / Covid-19?

Reiserücktrittsversicherungen übernehmen nur in solchen Vorfällen die Kosten einer notwendigen Stornierung, wenn diese in den Versicherungsbedingungen genannt sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Buchende selbst oder einer der Mitreisenden unerwartet und schwer erkrankt (das gilt natürlich auch für COVID-19). In guten Versicherungsangeboten ist zudem ein Rücktritt wegen Einkommensverlusten bei Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit abgedeckt. Gute Erfahrungen haben wir mit der preiswerten Auslandsreisekrankenversicherung der HanseMerkur gemacht, die mehrere Reisen pro Jahr mit einer maximalen Dauer bis 56 Tage abdeckt und sich bequem jährlich erneuert. Sehen Sie hier die entsprechenden Corona-FAQ der Hanse-Merkur.

Mein Flug nach Brasilien wurde wegen Corona / Covid-19 storniert. Was muss ich tun?

Wir überwachen ständig den Status der von uns gebuchten Flüge. Sobald wir Kenntnis von der Streichung Ihres Fluges erlangen, setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung. Zuvor sprechen wir mit den Fluggesellschaften, da diese prinzipiell Ersatzflüge anbieten oder den Flugpreis erstatten müssen. Aktuell erfolgen die Erstattungen teilweise widerrechtlich zeitlich stark verzögert oder durch Gutscheine. Hier ist die Situation sehr dynamisch und wir suchen nach der besten Lösung für Sie.

Sollten Sie Ihren Flug selbst gebucht haben, müssen Sie bitte die Fluggesellschaft selbst kontaktieren. Denn wir haben keinen Zugriff auf Ihre Buchung und können deshalb auch keine Änderungen veranlassen. Aber auch hier ist die Airline im Prinzip verpflichtet, Ihnen einen Ersatzflug anzubieten oder die Erstattung vorzunehmen.

Wann kann ich wieder eine Reise nach Brasilien buchen?

Die Reisebeschränkungen in Europa wurden im Sommer gelockert, aber die Reisewarnungen nehmen aufgrund des Infektionsgeschehens wieder zu. Zusätzlich müssen wir die Entwicklung in Brasilien und den internationalen Flugverkehr im Blick haben. Eine Einreise nach Brasilien ist seit 30.7. prinzipiell möglich und auch die meisten Sehenswürdigkeiten haben unter Hygieneauflagen wieder geöffnet. Aber dennoch ist besonders bei Flügen noch mit Einschränkungen zu rechnen. Sollten Sie trotz der bestehenden Reisewarnung nach Brasilien reisen wollen, sprechen Sie uns an, damit wir Sie beraten können. Schauen Sie oben bitte hinsichtlich der Einreisebeschränkungen bei der Rückreise. Aber auf jeden Fall wir können Sie bereits jetzt zu möglichen Reiserouten, Reisepaketen und optimalen Reisezeiträumen in 2021 beraten. Sprechen Sie uns gerne an.

Hinweis: Die obigen Informationen sind nach bestem Wissen zusammengestellt. Sie ersetzen aber keine Rechtsberatung oder verbindliche Auskünfte zuständiger europäischer oder brasilianischer Behörden hinsichtlich der jeweiligen Einreisebedingungen. Insofern übernehmen wir keinerlei Haftung für die oben aufgeführten Informationen.

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Thema "Brasilienreise und Corona / Covid 19"

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