Corona in Brasilien
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FAQ Corona / Covid-19 Brasilien-Reisen

Zuletzt aktualisiert: 25.11.2022

Corona hat glücklicherweise aktuell kaum mehr Auswirkungen auf das Reisen. Wir erleben aktuell vermutlich letzte Wellen am hoffentlich baldigem Ende der Pandemie. So hat Brasilien aufgrund des jüngsten Anstiegs der Infektionen die Maskenpflicht auf Flügen und in den Flughäfen wieder eingeführt. Aber es ist nicht wieder mit ernsthaften Reisebeschränkungen zu rechnen.

In Brasilien sind durch die pandemiebedingten Verschiebungen der Reisen bereits viele Unterkünfte im Pantanal und Amazonas auch schon für 2023 ausgebucht. Sprechen Sie uns an und sichern Sie sich frühzeitig Ihren Termin. Schauen Sie auf unsere Seiten mit den Rundreisen oder Reisebausteinen, um sich inspirieren zu lassen.

Unten finden Sie viele Hintergrundinformationen zu den Entwicklungen der 7-Tages Inzidenz in Brasilien in den vergangenen 2 Jahren. Allerdings werden diese Informationen seit September nicht mehr aktualisiert.

Reisebedingungen Brasilien im Überblick:

  1. Für die Einreise nach Brasilien müssen Sie entweder vollständig geimpft sein oder einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen.
  2. Brasilien ist kein Risikogebiet. Eine Rückreise nach Deutschland ist ohne Nachweise möglich.

Wichtige Kennzahlen:

7-Tage-Inzidenz Brasilien 63 Leicht steigend
7-Tage-Inzidenz Deutschland 200 Konstant
Quote Booster & Erst-/Zweitimpfung Brasilien 55%  87% / 80%
Quote Booster & Erst-/Zweitimpfung Deutschland 76%  78% / 76%
Virusvarianten Brasilien (24.10.) Omikron div 6% Omikron B4/5 94%
Virusvarianten Deutschland (07.11.) Omikron  div 11% Omikron B4/5 89%
Quellen:
Fälle & Impfdaten: ourworldindata.com / Basis Gesamtbevölkerung. Jeweils letzte Aktualisierung.
Varianten: covariant.org Diese Webseite zieht Daten des GISAID Forschungsnetzwerkes heran. Die Zahlen spiegeln nur die Anteile in den sequenzierten Proben wider, nicht die Gesamtzahl der Fälle. Die Prozentzahlen können sich auch durch rückwirkende Meldungen weiterer Sequenzierungen zum genannten Stichtag ändern.
Wochentrend = 7-Tage Durchschnitt der 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zur Vorperiode

 

Der nachfolgende Text wird seit September nicht mehr aktualisiert!

 

Inhalt:

1. Corona / Covid-19 in Brasilien und Deutschland
1.1   Aktuelle Situation
1.2   Berechnung der Inzidenz Brasilien
1.3   Grafik: 7-Tages-Inzidenz und Tote in Brasilien im Vergleich zu Deutschland
1.6   Impfsituation im Vergleich

2. Corona / Covid-19 Reisebedingungen
2.1   Einreisebedingungen Brasilien
2.2   Rückreisebedingungen Deutschland
2.3   Links zu Vertretungen und Botschaften in Brasilien und Deutschland

3. Corona / Covid-19 FAQ zu Brasilienreisen

Brasilien kein Hochrisikogebiet

Brasilien kam hinsichtlich der Pandemie Ende ’21 verdientermaßen aus den Negativschlagzeilen heraus. Selbst in den weltweit stark steigenden Inzidenzen kam Brasilien mit nur 620 recht gut durch die Omikronwelle. Aktuell liegt die Inzidenz in Brasilien bei 38 bei einem weiter negativen Wochentrend. Was aber auch mangelnden Tests zu „verdanken“ sein dürfte. Aber wenn man sich die „harte Währung“ Sterberaten anschaut, kann sich Brasilien mittlerweile sehen lassen und liegen seit geraumer Zeit unter dem deutschen Niveau.

Auch bei den Impfungen ist Brasilien mittlerweile Musterschüler. Brasilien überflügelte bei den Erstimpfungen die Vorreiter USA und Großbritannien. Rio und São Paulo haben fast 100% Erstimpfungen in der Bevölkerung ab 12 Jahren und über 80% vollständige Impfungen unter der erwachsenen Bevölkerung. Wir liefern in unserem nachfolgenden Artikel Zahlen und Hintergründe zum Thema Corona / Covid-19 Brasilien aus verschiedenen behördlichen, journalistischen und wissenschaftlichen Quellen, damit Sie sich ein eigenes Bild machen können. Sie können so für sich eine Entscheidung treffen, wann Sie (wieder) nach Brasilien reisen möchten.

Brasilien wurde zum Jahresbeginn wegen der Omikronwelle zunächst als Hochrisikogebiet eingestuft, diese Einstufung wurde aber seit dem 3.3. für ALLE Reiseländer zurückgenommen. Seit dem 1.6.2022 kennt die fünfte Einreiseverordnung nur noch Virusvariantengebiete, für die strenge Einreisebedingungen herrschen.

Das Reisen nach Brasilien ist unserer Ansicht nach aktuell mindestens so sicher wie innerhalb Europas. Interkontinentale und nationale Flugverbindungen haben über die ganze Pandemie hinweg bestanden. Die Einreiseregelung wurde dahingehend gelockert, dass nicht nur Geimpfte ohne Test, sondern nun auch Ungeimpfte mit einem negativen Test einreisen dürfen. Auch in Flugzeugen muss seit Mitte August keine Maske mehr getragen werden. Der Nachweis der Impfung ist auch für nahezu alle Bereiche entfallen.

Durch Impfungen und mildere Verläufe haben Infektionen nun ihren Schrecken verloren und die Reiselust hat weltweit wieder zugenommen. Kommen Sie also frühzeitig mit Ihren Reisplanungen auf uns zu, denn wir rechnen nach vielen Monaten der Entbehrungen ohne Brasilienreisen mit einer großen Nachfrage für 2023.

Corona / Covid-19 in Brasilien und Deutschland

Seit 1. Juni 2022 gilt die 5. Einreiseverordnung, die nur noch Reisebeschränkungen aus Virusvariantengebieten vorsieht. In diesem Fall sind Einreiseanmeldung, negativer Test und Quarantäne vorgeschrieben.

Nach einer Einschätzung der ECDC deutet die hohe Zahl an Mutationen der Omikron Variante auf eine höhere Übertragbarkeit, geringere Wirksamkeit der Impfstoffe und die Möglichkeit zur Reinfektion bereits Genesender hin (wie dies ja bei Erkältungen auch der Fall ist). Erkenntnisse aus anderen Ländern zeigen aber bisher mildere Verläufe als bei der Delta-Variante und wesentlich weniger Klinikeinweisungen. Omikron scheint eher die Schleimhäute in Hals und Nase zu befallen und weniger die Lunge anzugreifen, was auch die hohe Ansteckungsrate erklären könnte.

Brasilien kein Hochrisikogebiet.

Brasilien ist seit 3.3. kein Hochrisikogebiet mehr, wie ALLE anderen Reiseländern auch. Für die Rückreise nach Deutschland muss laut Verordnung kein Nachweis der vollständigen Impfung oder Genesung mehr beim Checkin am Schalter erbracht werden. Weitere Informationen finden Sie unten unter dem Punkt Rückreise nach Deutschland. Aktuelle Informationen zur Einstufung der Reisegebiete liefern das Auswärtige Amt und das RKI.

Neben der bereits erwähnten beeindruckenden Impfquoten waren in São Paulo und Rio waren ab September ’21 auch Impfnachweise erforderlich (auch für Touristen), um gewisse touristische Attraktionen wie beispielsweise den Zuckerhut zu besuchen. Diese Vorgabe ist aber neben der Maskenpflicht mittlerweile entfallen.

Bei den Flügen von und nach Brasilien hat sich die Situation abgesehen von den generellen Problemen der Flugbranche wieder weitgehend normalisiert, São Paulo und Rio werden von fast allen Airlines wieder angeflogen. Flugausfälle sind aktuell eher wegen Personalausfällen bei den Airlines und Bodenpersonal zu befürchten, wenn diese wegen Omikron vermehrt erkranken oder als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen.

 Deutschland noch in der fünften oder schon sechsten Welle?

Im Zuge des Winters ’21 trat Deutschland in die vierte Welle ein, mit Delta als vorherrschender Variante. Nachdem die Inzidenz im Dezember zwischenzeitlich sank, stiegen die Werte Anfang ’22 wieder stark an, vor allem in den großen Städten. Der aktuelle Wert liegt bei 243 mit sinkendem Wochentrend. Die Well(n) kam(en also mit mehreren Spitzen. Gründe dürften die Untervariante von Omikron sein gepaart mit Lockerungen und der Maßnahmenmüdigkeit der Bevölkerung. In Brasilien fielen die Zahlen im Frühjahr ’22 ebenso schnell, wie sie gestiegen waren, wobei die Spitzenwerte nicht die in Europa erreichten. Dies könnte auch durch eine Testknappheit oder höhere Durchseuchung mit den Vorvarianten zusammenhängen.

Dieses Vorgehen der Lockerungen scheint berechtigt zu sein, denn Daten zeigen, dass bei der tendenziell milder verlaufenden Omikron-Variante die Zahl der Klinikeinweisungen von der Zahl der Infektionen weiter entkoppelt hat, was neben dem weniger aggressiven Virus auch der guten Impfquote bei der alten Bevölkerung zuzuschreiben ist.

Berechnung der Inzidenz von Corona / Covid-19 Infektionen in Brasilien

Seit Juli liefern wir nur noch Werte für ganz Brasilien. Die Zahlen stammen von der genannten SUS-Seite des Bundesgesundheitsministeriums. Aus den vom RKI und SUS gemeldeten Zahlen errechnen wir die 7-Tage Inzidenzen nach dem gleichem Verfahren. Die Zahlen ziehen wir von der Seite ourworldindata.com.

Brasilien hatte die Corona-Pandemie Ende 2020 nach der ersten Welle gut im Griff. Dank der Maßnahmen der Gouverneure besonders betroffener Bundesstaaten war nach der ersten Welle eine Trendumkehr gelungen. Die Zahl der durchschnittlichen, täglichen Neuinfektionen (14 Tages-Schnitt) halbierte sich nach der ersten Welle zunächst auf rund 21.000. Aber im November 2020 fingen neue Wellen an, die vorige Spitzenwerte immer wieder übertrafen: Januar, März und Juni ’21 mit in der Spitze durchschnittlich 75.000 täglichen Infektionen. Die März ’21 -Welle bescherte dann im April eine Spitze bei den Opferzahlen mit durchschnittlich 3.000 Toten pro Tag. Der Inzidenzwert ging in der zweiten Hälfte 2021 nach mehreren Wellen in einem Sinkflug auf unter 30. Zum Jahreswechsel wurde die Omikron-Variante vorherrschend und die Inzidenz stieg schnell auf wohl aufgrund mangelnder Test „nur“ über 600 und sank auf unter 100. Aber im Zuge der B4/B5 Varianten gab es eine kleine Welle auf rund 200. Die Werte fielen aber bereits auf aktuell 38 und liegen damit aber noch weit unter Deutschland. Die Opferzahlen sind nach der letzten Welle merklich gesunken, da mittlerweile viele Menschen der gefährdeten Personengruppen geimpft wurden und nun auch die dritte oder sogar schon vierte Impfung („Resforço“) bekommen haben. Die Zahl der Toten liegt bei rund 120 pro Tag im 7-Tage-Schnitt. Die 7-Tage-Sterbezahl-Inzidenz in Brasilien liegt gemäß unseren Berechnungen auf JHU Daten jetzt wieder unter dem Niveau von Deutschland. Die aktuellen 10-Tage-Sterberaten liegen aber „nur“ bei rund 0,3% in Deutschland und 0,8% in Brasilien. Die gleitende Sterberate errechnet sich aus dem 7-Tage-Schnitt der Toten bezogen auf die Infektionen 10 Tage zuvor, da das RKI diesen Zeitraum als Median von Symptombeginn bis Tod in seinem SAR-Cov2-Steckbrief angibt. Es ist aber mit tendenziell längeren Zeiträumen zu rechnen, da nun auch mehr jüngere (und ungeimpfte) Menschen erkranken, die eher länger auf den Intensivstationen liegen.

Vergleichbarkeit Brasilien und Deutschland eingeschränkt

Die Vergleichbarkeit der Zahlen zwischen den Ländern ist eingeschränkt, unter anderem  aufgrund der viel immer noch geringeren Testquote in Brasilien. Das Land führt täglich nur rund 30 Test pro 100.000 Einwohner durch, Deutschland hingegen über 400 Tests pro 100.000 Einwohner. Wir tippen aufgrund der unterschiedlichen Sterblichkeitsraten der letzten 10 Tage auf eine hohe Dunkelziffer an Infektionen, da in Brasilien die Tests sehr knapp sind und so viele Neuinfektionen nicht erfasst werden.

Die Gesamt-Fallsterblichkeit seit Pandemiebeginn scheint in Brasilien mit 2,0% und Deutschland mit 0,5% in Brasilien angesichts der schlimmen Bilder der beiden vergangenen Jahre auf den ersten Blick nicht so stark zu unterscheiden. Nur liegt der Altersmedian in Brasilien rund 13 Jahre niedriger as in Deutschland. Es ist also davon auszugehen, dass viel geringere Testzahlen, unterschiedliche Altersstrukturen,  Gesundheitsversorgung, soziale Einbindung der Alten und weitere Faktoren einen Vergleich erschweren. Unabhängig von dieser Unsicherheit sprechen aber die verheerenden Verläufe der vorigen Wellen eine klare Sprache, auch dass nun nach vielen schlimmen Monaten die Lage in Brasilien wieder unter Kontrolle ist.

Der 7-Tage-Durchschnitt der täglichen Todeszahlen in Brasilien war zwischenzeitlich in der dritten Welle dreimal so hoch wie im ersten Höhepunkt im Juni/Juli 2020. Aber die Spitze war Ende 2021 seit langem überschritten, die Zahl der Toten sank zwischenzeitlich auf rund 120 pro Tag. In Brasilien liegen die Sterbe-Inzidenzen nun unter dem deutschen Niveau.

Gesamt-Fallsterblichkeit in Brasilien mehr als vier Mal so hoch im Vergleich zu Deutschland

In der ersten Welle im Mai 2020 lag in Brasilien die Fallsterblichkeit bei 7% und sank zwischenzeitlich auf 2,4%. Im Zuge zweier Wellen in Brasilien stieg dieser auf 2,8% und fiel auf  nun wieder 2%. In Deutschland lag die Fallsterblichkeit im Juni 2020 am höchsten bei 4,7% und bewegt sich aktuell bei 0,5%. Sie zog seit November ’20 von 1,5% auf 2,9% an, da in der zweiten Welle noch mehr alte Menschen infiziert wurden und starben. Mit den Impfungen der Risikogruppen hat die Fallsterblichkeit in Deutschland bereits 2,3%-Punkte im Vergleich vom Höchststand Ende Februar ’21 abgenommen. Bezogen auf den vom RKI im Steckbrief ermittelten Zeitraum von 10 Tagen von Symptombeginn bis Tod  liegen die Sterblichkeitsraten mittlerweile in Deutschland und Brasilien wesentlich niedriger. In Brasilien schwankt dieser Wert lange unter 2%  und in Deutschland bereits seit August ’21 unter 1%, was in beiden Ländern auf jüngere Infizierte und/oder bessere Behandlungsmöglichkeiten hinweist.

Seit der Omikron-Variante sanken in beiden Ländern die Sterblichkeitsraten weiter wegen milder Verläufe zumindest für Geimpfte. Schon seit Mitte Januar sackten die Werte merklich ab und liegen in Deutschland bei rund 0,3% und in Brasilien bei rund 0,8%. Der höhere Wert in Brasilien kann durchaus an geringeren Tests und damit vielen unentdeckten Neuinfektionen liegen. Damit bewegen sich die Sterblichkeitszahlen mit Omikron im Bereich der Grippe.

Die Zahl der Toten ist aber ein eindeutiger Gradmesser für den Erfolg oder Misserfolg im Kampf gegen Corona, da hier auch Dunkelziffern bei Infektionen doch sichtbar werden. Stand Ende Januar hat Brasilien bislang 326 Tote pro 100.000 Einwohner zu verzeichnen, Deutschland noch rund 179 Tote pro 100.000 Einwohner. Dabei war die Entwicklung oft unterschiedlich. Mal hatte Brasilien, mal Deutschland eine steigende Dynamik. Brasilien stand die letzten Monate 2021 viel besser da als Deutschland, wo die Infektionen der vierten Welle mehr Tote brachten. Seit Anfang 2022 ist nun Omikron vorherrschend und die Sterbezahlen gingen zwischenzeitlich in Deutschland zurück. In Brasilien stiegen diese nach Jahresbeginn kurzzeitig an, liegen nun wieder unter dem deutschen Niveau.

Die Quote der Covid-Toten zog in Deutschland seit November ’20 kontinuierlich an mit vielen Opfern zu Jahresbeginn 2021. Hier machte sich bemerkbar, dass die Bevölkerung in Deutschland älter ist und das Virus um den Jahreswechsel stark in Alten- und Pflegeheimen grassierte. Was die Alten in Deutschland in der ersten Welle durch die soziale Isolation in Heimen „schützte“, wurde hier zum Bumerang. Denn das Virus konnte sich schnell in den Heimen verbreiten, sobald es einmal durch Angehörige oder Pflegepersonal eingeschleppt wurde. In Italien hingegen starben in der ersten Welle viele alte Menschen, weil diese hier traditionell noch mehr in den Familien integriert sind und sich schnell bei den jungen Menschen in der ersten Welle angesteckt haben.

Priorisierung bei Impfung in Deutschland und Brasilien

Die Immunisierung der Menschen über 80 Jahren insbesondere in Alten- und Pflegeheimen hatte deshalb in Deutschland oberste Priorität, um die Todesfälle schnell zu senken. Die volle Immunität entwickelt sich aber erst zwei Wochen nach der zweiten Impfung, die wiederum 3-4 Wochen nach der erste Impfung erfolgt. So kam und kommt es immer noch zu Infektionen in Pflege- und Altenheimen, da alte Menschen weniger Antikörper entwickeln. Der Schutz durch beispielsweise Masken wird deshalb auch weiter neben den Impfungen eine Rolle spielen. In Brasilien wurde ebenfalls priorisiert geimpft („faixa etária“), so dass die Zahl der coronabedingten Sterbefälle ebenfalls stark sank. In beiden Ländern erhalten mittlerweile die alten Menschen eine dritte oder sogar vierte Impfung. Deutschland hat die Boosterimpfungen für alle freigegeben.

Die Zahl der neuen, täglichen Toten hatte sich zwischenzeitlich auf 30 merklich abgeschwächt stieg aber nun wieder auf durchschnittlich über 100 pro Tag. Auch die Auslastungen der Intensivbetten mit Covid-Patienten erreichten in den Hotspots im Dezember ’21 kritische Werte, so dass schon Verlegungen in andere Bundesländer nötig wurden. Dies entspannt sich nun wieder. Aber die Normalstationen erleben nun einen Anstieg, da „normale“ Patienten nun positiv getestet wurden, die eigentlich wegen anderer Leiden eingeliefert wurden.

GloboTur mit Erfahrungen aus erster Hand

Das Team von GloboTur war im Januar und August 2021 in den Bundesstaaten São Paulo und Bahia unterwegs, um auch neue Angebote für den Atlantischen Regenwald zu testen. Das Team war auch im April und Mai in São Paulo, Rio, Manaus und im Nordosten unterwegs. Im öffentlichen Raum galten und gelten nun auch dieselben Regeln wie in Deutschland, die unseres Erachtens auch weitestgehend befolgt werden. Alle Touren und Transfers fanden 2021 mit Masken statt – sogar im Regenwald, wenn nicht genügend Abstand eingehalten werden konnte. In São Paulo wurde und wird  auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln nach unserem Eindruck die Maskenpflicht weitestgehend eingehalten. Auf belebten Straßen tragen immer noch viele Maske. Im inländischen Flugverkehr ist sogar der Verzehr von Speisen untersagt und nur kurzes Trinken von Wasser erlaubt. Hier in Deutschland wird ja mitunter ausgiebiges Essen und Trinken für langes Absetzen der Maske im Zug und Flugzeug genutzt.

Mittlerweile wurde die Maskenpflicht wie auch in Deutschland auf beengte Räume wie Verkehrsmittel und auch sensible Einrichtungen wie Krankenhäuser beschränkt. Ähnlich we in Deutschland tragen aber gefühlt die Hälfte weiterhin eine Maske. Der Impfausweis wird in Restaurants, Museen oder Touren kaum mehr verlangt. Hier reicht es dann aber auch nach unserer Erfahrung aber, das EU-Zertifikat auf dem Handy zu zeigen („Dosis 3 von 3“ scheint wichtig).

In der Vergangenheit traten vermutlich im beruflichen Umfeld vermehrt Infektionen auf, da dort nach unserer Kenntnis ebenfalls in den Unternehmen noch zu Beginn des Jahres nicht durchgängig Masken getragen werden und Klimaanlagen die Ansteckung begünstigen. Durch die oft beengten Verhältnisse kann sich das Virus dann auch im privaten Umfeld schnell verbreiten. Unseres Erachtens kann man die Gründe für die schwierige Situation in Brasilien deshalb nicht auf eine nachlässige Haltung der Bevölkerung verkürzen. Die Lebensumstände sind gänzlich anders als in Deutschland. Umso mehr beeindruckt nun das rasante Ende der vierten Welle, was auf starke Dispiziplin bei den Impfungen und Einhaltung der AHA-Regeln hinweist. Brasilien kommt offensichtlich gut durch die Omikron-Welle.

Risikobewertung durch das RKI

Die Einstufung als Risikogebiet durch das RKI berücksichtigt Aspekte wie Anzahl der Infektionen und Trends, Anteil schwerer Fälle und Ressourcenbelastung des Gesundheitssystems unter Berücksichtigung der getroffenen Maßnahmen der Prävention und Kontrolle. Neu dazugekommen ist die Virulenz der verbreiteten Virusvariente. Das RKI hat deshalb wegen der geringen Schwere der Verläufe bei der Omikron-Variante alle Reiseländer mit Wirkung zum 3.3. von der Liste der Hochrisikogebiete genommen.

Impfsituation im Vergleich

Vergleich Deutschland und Brasilien zu USA und Großbritannien

Die Impfungen liefen in Deutschland und Europa zu Begin 2021 sehr schleppend an, da Engpässe in der Impfstoffproduktion bis ins Frühjahr hinein bestanden. Zudem war die Beschaffungsstrategie der EU offensichtlich nicht ganz glücklich. Länder wie Großbritannien hatten besser verhandelt, so dass diese zu Beginn eine dreifache Anzahl von Impfdosen pro 100 Einwohner verabreicht haben. Aber Deutschland hat bei den Erstimpfungen aufgeholt, aber liegt nun mit 78% wieder etwas unter Großbritannien 80% und USA mit 79%. Brasilien liegt hier bei über 87%. Bei der Zahl der voll geimpften Personen hat Deutschland Großbritannien sogar überholt: 76% in Deutschland und 75% in Großbritannien sowie nur 68% in den USA. Brasilien liegt auch hier mit fast 80% vorne. In den USA hat aber die Zahl der Erstgeimpften im Zuge der heftigen Sterbewelle im Spätsommer ’21 wieder zugenommen, so dass sich das hart getroffene Land wieder vor Deutschland geschoben hat. Aber die ehemaligen Impf-Spitzenreiter sind nun durch andere Länder klar abgehängt worden. Es müssen Mentalität, Vertrauen in die Institutionen, Erfahrungen mit Impfungen und Pandemien aber auch der Art und Weise der Kommunikation zusammenpassen. Die Ausbreitung der ansteckenden Variante ging schnell, da hier die Einschränkungen schon früh wegen der hohem Impfquoten aufgehoben wurden. Die Inzidenzen stiegen und liegen in schwindelerregenden Höhen, haben aber kaum Auswirkungen auf Klinikeinweisungen oder Tote. Es zeigt sich: Hier waren die Wellen eher nur ein Strohfeuer.

Die Boosterimpfungen waren im Herbst ’21 in Großbritannien schon gut fortgeschritten (aktuell 60%), ein möglicher Grund für die relativ wenigen Krankenhauseinweisungen und geringer Sterbezahlen trotz monatelanger hoher Inzidenzen. Deutschland hat Großbritannien schon länger überholt und liegt bei 70%, USA 39% und Brasilien 55% Anteil Boosterimpfungen. Die geringe Erstimpfquote ist aber nach wie vor problematisch, da nach Ansicht der Experten vor allem die Ungeimpften die Pandemie treiben. Allerdings hat sich das Bild durch Omikron gewandelt, die Impfpflicht wurde in Österreich nun ausgesetzt, sie wird in Deutschland mangels politischer Mehrheiten nicht kommen. Wenn er Herbst kommt und ggf. neue, aggressivere Omikron Varianten auftreten, wird die Situation wieder neu bewertet werden müssen. Der auf B1 optimierte Impfstoff ist seit September verfügbar.

Der Verlauf der Zahl der Erstimpfungen in den USA zeigt, dass man hier früh an die Grenzen der Impfbereitschaft stieß. Die Zahl der verimpften Dosen lag in den USA Ende Juli bei nur noch bei rund 15% des Spitzenwerts von Mitte April. Impf-Skeptiker scheinen besonders bei jungen Menschen („Betrifft mich ja nicht“) und gering gebildeten und Minderheiten ausgeprägt zu sein, so dass man Lotterien und andere Anreize geschaffen hat. Im Zuge der vermehrten Infektionen mit der Delta-Variante lag die Anzahl der verimpften Dosen dann Anfang Dezember wieder bei 50% des ursprünglichen Spitzenwertes, um nun wieder auf den niedrigsten Stand (12%) abzusinken. Auch in Deutschland lag die Zahl der verimpften Dosen Anfang Oktober nur bei 15% des Spitzenwertes von Mitte Juni, um dann bis vor die Weihnachtsfeiertage ’21 auf einen Rekordwert von 1,3 Mio. täglichen Dosen anzusteigen. Seither fallen auch hier die Zahlen wieder auf unter 100.000 pro Woche. Die Zahl der Impfskeptiker ist offensichtlich doch größer als zu Beginn gedacht. Brasilien impfte bis Ende August bis zum bisherigen Spitzenwert von täglich 2 Mio. Dosen. Das Land impfte lange rund drei bis viermal schneller als Deutschland – auf pro Kopf bezogen! In allen Ländern gab es wegen der Boosterimpfungen Ende Dezember nochmal einen Schub, der allerorten aber wieder nachlässt.

Erst-Impfkampagne in Deutschland fast zum Erliegen gekommen

Die Impfkampagne in Deutschland gewann im Mai und Juni ’21 an Dynamik, weil Betriebs- Fach- und Hausärzte neben den Impfzentren ebenfalls impften. Mittlerweile ist die Impfkampagne hinsichtlich neuer Erstimpfungen nahezu eingeschlafen. Es waren auch lange keine großen Anstrengungen der Bundesregierung erkennbar, vermutlich wegen Wahlkampf und Regierungsbildung. Das erklärte Ziel 80% bis Ende Januar wurde verfehlt. In der vergangenen Woche wurden unter 200.000 Dosen verimpft. Deutschland erlebte nicht die schockierenden Situationen wie in Portugal, Spanien und Italien. Deren Impfquoten sind entsprechend wesentlich höher. Die Zahl der Erstgeimpften liegt nach Angaben von ourworldindata.org in Deutschland mittlerweile auf dem selben Niveau wie die Zweitgeimpften bei 76,9%. Die Impfstrategie des Frühjahrs zu vorrangigen Erstimpfungen basierte auf der Erkenntnis, dass eine erste Impfung bei der Alpha-Variante schon einen guten Schutz gegen schwere Erkrankungen bieten konnte. Allerdings zeigte sich bei der Delta-Variante, dass nur voll geimpfte Personen einen wirksamen Schutz haben. Man sieht, wie schnell sich die Rahmenbedingungen für Impfkampagnen ändern. Omikron braucht einen Booster oder sogar einen angepassten Impfoff. Das Virus ist wenig überraschend sehr wandlungsfähig.

Impfquoten in Deutschland höher als bislang angenommen? 

Die Impfquoten des Impfdashboards basieren auf den Daten des Digitalen Impfmonitoring (DIM). Diese liegen wesentlich niedriger als die Ergebnisse der einer Covimo-Studie, die repräsentativ Bürger:innen unter anderem nach dem Impfstatus gefragt hat. Hier gaben 87,5% an, erstgeimpft zu sein und 80,9% zweitgeimpft zu sein. Das RKI erklärt die Differenz damit, dass Impfungen durch Betriebs- und Hausärzte nicht gemeldet wurden und die Daten des DIM als Untergrenze zu verstehen seien. Das RKI geht von bis zu 84% Erstgeimpften und bis zu 80% Zweitgeimpften in der erwachsenen Bevölkerung aus. Dies löste im Herbst eine erneute Diskussion zum Freedom Day aus, an dem die Corona-Maßnahmen komplett zurückgenommen werden sollten.

Großbritannien zeigt bislang, dass eine Inzidenz von über 2.000 verkraftbar sein kann, wenn die gefährdeten Personengruppen durchgeimpft sind. Denn die Klinikeinweisungen liegen dort trotz dreifacher Inzidenz nur bei der Hälfte des Spitzenwertes vom Jahresbeginn (also Faktor 6 weniger) und die Zahl der Toten beträgt aktuell „nur“ 1/5 des Spitzenwertes von Ende Januar (Faktor 15). Klar ist damit, dass sich die Zahl der Neuinfektionen und die Zahl der Hospitalisierten erfreulicherweise erheblich entkoppelt haben. Diese Zahlen lassen einige Länder im Lichte von Omikron weitergehend wieder lockern.

USA im Sog der Wellen

Eine schlechtere Entwicklung hingegen zeigte sich in den USA. Hier stieg die Inzidenz der Neuinfektionen exakt wie in Großbritannien, die Inzidenz der Klinikeinweisungen und Toten erreichte aber das Doppelte von Großbritannien. Die Impfquoten sind bei den Zweit- und Boosterimpfungen in den USA wesentlich geringer. Zudem ist ein struktureller Unterschied bei den Geimpften dahingehend zu vermuten, dass in den USA vor allem bei den gefährdeten Gruppen die Impfquote geringer ist, so dass diese häufiger schwerer erkranken. In Großbritannien hingegen werden offenbar vor allem jüngere oder geimpfte Menschen infiziert. Immerhin waren die vielen Todesfälle im Spätsommer ein Weckruf zu mehr Erstimpfungen. Inzwischen hat sich aber die Lage wieder auf das Niveau anderer Staaten eingependelt und die Erstimpfungen sind auf fast 80% angestiegen, aber die zweit und Boosterimpfungen hängen noch hinterher.

Brasiliens Impfwunder – nun auch eingeschlafen

In Brasilien wurden bislang hauptsächlich Sinovac (Coronavac, abgefüllt durch Butantan) und AstraZeneca (abgefüllt durch Fiocruz) verabreicht. Die Lieferungen von Biontech nehmen inzwischen merklich zu, so dass offensichtlich kaum mehr Sinovac verimpft wird und damit der Anteil der auch in der EU zugelassenen Impfstoffe steigt. Im nächsten Jahr soll das brasilianische Unternehmen Eurofarma auch mit der Abfüllung von jährlich 100 Millionen Biontech-Dosen beginnen, die nach Lateinamerika geliefert werden sollen. in Das Vacinômetro des Gesundheitsministeriums zeigt eine von uns errechnete Quote der Erstimpfungen von landesweit 88,8% und 81,7% bei den Zweitimpfungen. Damit hat Brasilien schon das Erstgeimpftenniveau von USA, Deutschland, Großbritannien überholt, wenn auch aktuell eine deutliche Abschwächung der Dynamik zu sehen ist. Auch hat Brasilien nun eine besser Quote bei den Zweitgeimpften. Wir hatten zuvor das Impfdashboard und das Vacinometro der SUS als Datenquelle herangezogen. Um eine bessere Vergleichbarkeit zu haben, werden nun alle Werte einer Quelle entnommen, um ungenaue Ergebnisse durch unterschiedliche Erfassungsmethoden zu vermeiden.

Rio und São Paulo fast 100% Erstimpfquote 

Die Zahlen in São Paulo und Rio sind sehr beeindruckend: In beiden Megametropolen sind nahezu 100% der über 12-jährigen erstgeimpft und fast 80% der Erwachsenen vollständig geimpft. Brasilien hat nur wenige Impfskeptiker, selbst die Homöopathie-Anhänger dort lassen sich impfen. Der Grund ist, dass Brasilien noch in den 70er Jahren viele Tote durch Seuchen zu beklagen hatte. Impfungen werden deshalb als Segen betrachtet. Eine Erfahrung, die in Deutschland fehlt und eine Impfung bei leider vielen Menschen als optional erscheinen lässt. Ein Artikel des Spiegel zum Brasiliens-Impfwunder gibt mehr Hintergründe zur sehr positiven Impf-Entwicklung in Brasilien. Brasilien hat übrigens bei der Impfkampagne 2010 gegen die Schweinegrippe 45% der Bevölkerung innerhalb von drei Monaten geimpft und gezeigt, wozu die Gesundheitsverwaltung fähig ist, wenn der Präsident nicht sabotiert.

Laut des Panels Vacinômetro liegt der Anteil von Sinovac bei den bisherigen Impfungen bei 23,4%, AstraZeneca bei 30,3%, Biontech/Pfizer bei 41,2% und Johnson bei 4,9%. Also mittlerweile sind drei Viertel der Impfungen mit in der EU zugelassenen Impfstoffen erfolgt. Aber Deutschland hat nun auch alle von der WHO anerkannten Impfstoffe für die Einreise anerkannt.

Regionale Unterschiede in Brasilien

Ein Blick in die Zahlen der Regionen offenbart Unterschiede hinsichtlich der Mengen und Herstellern der verimpften Dosen. Während im Süden und Südosten (u.a. Rio und São Paulo) schon rechnerisch 1,75 Dosen pro Kopf verimpft wurden, liegt die Quote im Nordosten (z.B. Salvador und Recife) bei 1,49 und im Norden (vor allem Amazonas) bei sogar nur 1,26. Dies hat neben wirtschaftlichen wohl auch logistische Gründe, weil in Millionenmetropolen die Impfungen einfach effizienter verabreicht werden können aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte. Aber dafür ist aktuell die Quote vom schlechteren Sinovac im Südosten noch sehr hoch, weil der Gouverneur vom Bundesstaat São Paulo früh mit dem Einkauf von Impfstoffen begonnen hat und damals nur Sinovac erhältlich war (siehe oben). Es ist zu vermuten, dass aber das Biotech-Präparat nun verstärkt in den Regionen Süden und Südosten zum Einsatz kommt, als als dritte Boosterimpfung bei denen, die vorher Sinovac erhalten haben.

Reisebedingungen bei Brasilienreisen

Wir haben nachfolgend nach bestem Wissen die Einreisebedingungen nach Brasilien und die Rückreisebedingungen nach Deutschland erläutert. Nach unserer Kenntnis haben aber leider nicht alle Airline-Mitarbeitenden beim Check-In aktuelle Änderungen im Blick.

Brasiliens Corona / Covid-19 Einreisebedingungen

Brasilien hat seine Einreiseverordnung 678  am 12.09.2022 dahingehend gelockert, dass nun auch Umgeimpfte einreisen können, sofern sie einen negativen Test vorlegen. Geimpfte Reisenden müssen keinen Test vorlegen. Die PCR- und Antigen-Tests müssen in englischer Sprache vorliegen, bedenken Sie dies bei der Auswahl Ihrer Teststation. Der Abstrich darf frühestens einen Tag vor Abflug genommen worden sein. Der Genesennachweis ersetzt NICHT den Impfnachweis, wie dies bei uns der Fall ist. Der Impfnachweis muss nach einer Anordnung auch von Kindern ab dem zwölften Lebensjahr vorgelegt werden. Kinder unter 12 Jahren müssen weder eine Impfung noch einen Test vorlegen.

Die vormals auszufüllende Gesundheitserklärung der Gesundheitsbehörde ANVISA ist nicht mehr verpflichtend. Es ist übrigens auch kein generelles Einreiseformular mehr notwendig.

Reisekrankenversicherung dringend empfohlen

Eine Reisekrankenversicherung muss nicht nachgewiesen werden, ist aber dennoch selbstverständlich dringend empfohlen. Wir beraten unsere Kunden natürlich gerne hinsichtlich einer passenden Auslandsreisekrankenversicherung, die auch bei einer Pandemie gültig sein muss. Gute Erfahrungen haben wir mit der preiswerten Auslandsreisekrankenversicherung der HanseMerkur gemacht, die mehrere Reisen pro Jahr mit einer maximalen Dauer bis 56 Tage abdeckt und sich bequem jährlich erneuert. Hanse Merkur bietet nun auch eine Corona-Zusatzschutz an, der auch die Kosten einer notwendigen Quarantäne und Transportverweigerung im Ausland absichert.

Ist die Pandemie nicht schon vorbei?

Das Reisen ist wieder fast ohne Einschränkungen möglich, allerdings können nach wie vor vereinzelt coronabedingte Leistungseinschränkungen (bspw. unvorhersehbare Ereignisse wie Flugstornierungen/entfallene Programmpunkte/eingeschränkte Services in Hotels etc.) auftreten. Sollten diese Probleme eindeutig coronabedingt sein, ist eine Reklamation als Reisemangel ausgeschlossen. Selbstverständlich gelten aber sonst die üblichen Rechte zu allen anderen Reisemängeln.

Corona / Covid-19 Rückreisebedingungen nach Deutschland

Seit dem 1. Juni 2022 kennt die Einreiseverordnung nun noch das Virusvariantengebiet. Nur wer sich 10 Tage vor der Einreise in einem von der RKI ausgewiesenem Virusvariantengebiet aufgehalten hat, muss eineEinreiseanmeldung unter www.einreiseanmeldung.de ausfüllen, einen negativen PCR oder PoC-NAT Test vorlegen und sich 14 Tage in Quarantäne begeben. Dies gilt auch für geimpfte Reisende. Aus allen anderen Zielen ist die Einreise wieder möglich.

Links zu Botschaften und Vertretungen in Deutschland und Brasilien

Notieren Sie sich möglichst die Kontaktdaten der Auslandsvertretungen für Deutschland, Schweiz oder Deutschland in Brasilien. Für weitere Fragen zur Einreise wenden Sie sich an die Brasilianische Botschaften in Berlin, Bern oder Wien.

Die Reisebeschränkungen für Österreich finden Sie auf der Informationsseite der österreichischen Bundesregierung. Das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz hat auch eine Informationsseite Corona für Reisende erstellt.

Corona / Covid-19 FAQ Brasilienreisen

Welche Kosten entstehen bei der Stornierung meine Brasilienreise?

Selbstverständlich können Sie Ihre Reise jederzeit stornieren. Wir nennen Ihnen gerne die anfallenden Stornogebühren, die von Ihren individuell gebuchten Leistungen abhängen. Aber wir möchten Ihnen gerne eine Verschiebung der Reise ans Herz legen. Dies können wir in Absprache mit unseren Partnern in Brasilien oft sogar ohne Umbuchungskosten vornehmen. Hinsichtlich individuell gebuchter Flüge müssen wir mögliche Kosten einer Verschiebung bzw. Stornierung prüfen. Sprechen Sie uns gerne an, damit wir die besten Optionen ausloten können.

Übernimmt meine Reiserücktrittsversicherung Stornierungskosten meiner Brasilienreise wegen Corona / Covid-19?

Reiserücktrittsversicherungen übernehmen nur in solchen Vorfällen die Kosten einer notwendigen Stornierung, wenn diese in den Versicherungsbedingungen genannt sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Buchende selbst oder einer der Mitreisenden unerwartet und schwer erkrankt (das gilt natürlich auch für COVID-19). In guten Versicherungsangeboten ist zudem ein Rücktritt wegen Einkommensverlusten bei Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit abgedeckt. Gute Erfahrungen haben wir mit der preiswerten Auslandsreisekrankenversicherung der HanseMerkur gemacht, die mehrere Reisen pro Jahr mit einer maximalen Dauer bis 56 Tage abdeckt und sich bequem jährlich erneuert. Sehen Sie hier die entsprechenden Corona-FAQ der Hanse-Merkur.

Mein Flug nach Brasilien wurde storniert. Was muss ich tun?

Wir überwachen ständig den Status der von uns gebuchten Flüge. Sobald wir Kenntnis von der Streichung Ihres Fluges erlangen, setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung. Zuvor sprechen wir mit den Fluggesellschaften, da diese prinzipiell Ersatzflüge anbieten oder den Flugpreis erstatten müssen.

Sollten Sie Ihren Flug selbst gebucht haben, müssen Sie bitte die Fluggesellschaft selbst kontaktieren. Denn wir haben keinen Zugriff auf Ihre Buchung und können deshalb auch keine Änderungen veranlassen. Aber auch hier ist die Airline im Prinzip verpflichtet, Ihnen einen Ersatzflug anzubieten oder die Erstattung vorzunehmen.

Wann kann ich wieder eine Reise nach Brasilien buchen?

Brasilienreisen sind wieder uneingeschränkt möglich. Buchungen nehmen wir gerne entgegen und sehen auch eine große Chance, dass diese Brasilienreisen ohne Komplikationen im Laufe des Jahres möglich sind. Werfen Sie schon jetzt einen Blick auf unsere Brasilien-Rundreisen oder stellen Sie sich Ihre individuelle Brasilienreise aus unseren Brasilien-Reisebausteinen zusammen. Senden Sie uns gerne eine unverbindliche Reiseanfrage, wir kommen dann mit einem möglichen Reiseprogramm auf Sie zurück.

Rechtlicher Hinweis

Die obigen Informationen sind nach bestem Wissen zusammengestellt. Sie ersetzen aber keine Rechtsberatung oder verbindliche Auskünfte zuständiger europäischer oder brasilianischer Behörden hinsichtlich der jeweiligen Einreisebedingungen. Insofern übernehmen wir keinerlei Haftung für die oben aufgeführten Informationen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir individuelle Fragen über die obigen Angaben hinaus nur unseren Kundinnen und Kunden beantworten, die bei uns gebucht haben.